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A 380 gestorben

A 380 gestorben
Written by Giovanni

Der europäische Luftfahrt-Konzern, Flugzeugbauer Airbus verkündete, leidvoll, dass sein Riesenvogel A 380 in der Produktion eingestellt wird. Tatsächlich wurde das gigantische Flugwerk vor 10 Jahren getauft und offensichtlich scheinen die Nachfrager das Riesengefährt im Verbrauch als intensiv wahrzunehmen und die Flugstrecken können nicht so viele Passagiere auf einmal für den slot versammeln.  Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht möglichst viele Menschlein in nur einem Vogel schwingend durch die Welt zu fliegen. Aber die Gesellschaft muß sich darauf einlassen, gebündelt zu werden.

Dummer weise diktiert den Bedarf aber nicht die Fluggesellschaft, sondern die Kohorte der Kunden, die man auch als das Marktvolumen pro Zeitfenster beschreiben kann. In der Konsequenz heißt das, dass die Fluggesellschaften mehrere kleine Vögel verteilt auf eine Woche, einen Monat in die gleiche Richtung los schicken müssen, weil es nicht, wie erträumt, so eine starke Bündelung von Kunden pro angebotenem Flug gibt.  So könnte man summatorisch sagen.

Wir Kunden zwingen die Fluggesellschaften zu mehr Abgasproduktion, weil die Summe der Kunden sich nicht auf ein minimiertes Zeitfenster einlassen.

Der Markt regiert und nicht der Anbieter diktiert. So funktioniert Marktwirtschaft.

Warum wurde der Airbus 380 überhaupt gebaut?

Sehr hübsch auch das SPIEGEL Interview, zur Begründung warum Airbus überhaupt so einen Vogel hat bauen lassen:  Die Manager hätten Too much testosterone im Blut (zu viel Testosterone). link.  In dem Interview wird auch aufgezeigt, dass der jetzige A 380 nur die kleinste von mehrere Varianten ist. Deswegen frißt der A 380 auch so viel Kerosin, weil er eigentlich für größere Transportmengen, sprich Fluggastzahlen in der längeren Version ausgelegt worden ist, sagt zumindest der Luftfahrtexperte, den der SPIEGEL interviewt.

Wir zitieren aus dem CHECKPOINT vom Tagesspiegel 15.2.19

Für den dicken Airbus A380 ist ja nun das dicke Ende gekommen. Die Produktion wird eingestellt. Hoffentlich ärgern sie sich am BER nicht allzu sehr. Damit das Riesenflugzeug dort landen kann, gab es vor mehr als zehn Jahren Umplanungen am Hauptterminal – eine Frage des Prestiges. Und das Verhängnis nahm seinen Lauf…

Aber es kann ja durchaus noch sein, dass so ein Ding eines Tages mal auf dem BER landet. Schließlich besitzt ja unter anderem die Lufthansa solche Flugzeuge. Tagesspiegel-Kollege André Görke war 2010 dabei, als der erste A380 von Deutschland nach Südafrika düste. Sein Urteil: tolle Technik, aber in der Holzklasse so eng wie in anderen Fliegern

Bildrechte pixabay cc Eisenmenger

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter