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Achilessehne Schmerzen

Written by Giovanni

Achillessehne Schmerzen

Achillessehnenentzündungen sind eine der häufigsten Überlastungs-Beschwerden der Läuferinnen und Läufer. Oft sind die hochentwickelten, gedämpften und gestützten Laufschuhe ein Grund für die Probleme. Wie zitieren hier die Impulse des Schweizer Laufportals Lauftipps.ch.

Eine heldenhafte Sehne

Den Namen hat die „berühmte“ Läufersehne vom Helden Achill aus der griechischen Antike geerbt. Um ihren Sohn unsterblich zu machen, tauchte ihn seine Mutter, die Meeresgöttin Thetis, ins Wasser des Styx. Achill wurde unverwundbar. Die einzige verletzliche Stelle war die Ferse. Dort hatte ihn seine Mutter beim Eintauchen festgehalten.

Funktion der Achillessehne

Die Achillessehne ist die kräftigste und dickste Sehne des Menschen und weiste eine Länge von etwa 20 cm auf. Sie setzt am oberen Teil des Fersenbeins an und ist die gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels.

 Bei der Geh- oder Laufbewegung wir der Vorfuss kraftvoll nach unten gezogen und sorgt für die Beugung des Sprunggelenkes. Diese Bewegung ist für den Abstoss des Fusses beim Fortbewegen nötig. Damit wird auch ersichtlich, unter welcher massiven Belastung die Sehne bei intensiven Trainings oder bei Wettkämpfen steht. Gerade deshalb ist eine Entzündung oder Verletzung der Achillessehne im Laufsport häufig anzutreffen. Meist ist die Sehne am Ansatz des Fersenbeins betroffen, oft aber auch die Sehne und das sie umgebende Gleitgewebe leicht oberhalb des Fersenbeins. Da die Achillessehne eine sehr geringe Elastizität aufweist, kann sie auf die Dauer Überlastungsspitzen nicht standhalten. Die im intensiven Training auftretenden kleinsten Verletzungen des Sehnengewebes können zu einer Reizung führen.

Eine Entzündung macht sich oft mit dumpfen oder stechenden Schmerzen bemerkbar. Wenn diese Beschwerden nicht behandelt und die Fehl- oder Überbelastungen nicht reduziert werden, kann es zu narbigen Veränderungen der Achillessehne kommen.

Beschwerden an der Achillessehne

Die Beschwerden können in drei Stufen eingeteilt werden:
Stufe 1: Die Schmerzen an der Achillessehne treten am Anfang des Trainings auf und verschwinden während der Belastung wieder, bzw. treten nach dem Training auf.
Stufe 2: Die Beschwerden verschwinden auch während der Belastung im Training nicht mehr.
Stufe 3: Die Schmerzen sind dauernd vorhanden.

Mögliche Ursachen von Achillessehnen-Beschwerden

Zu hohe Trainingsteigerung:Wenn du dein Training zu schnell steigerst, dauernd am Limit trainierst, „fährt“ dein Bewegungsapparat immer in seinem Grenzbereich. Das Herz-Krieslauf-System passt sich viel schneller an die neuen, grösseren Trainingsreize an. Auf der Strecke bleiben überlastete Sehnen, Bänder und Muskeln.

Ungeeignete Laufschuhe:Läufer, welche z.B. mit Überpronation (starkes Abkippen des Fersenbeins nach innen) zu kämpfen haben, benötigen funktionelle Laufschuhe, welche den Fuss besser führen. Normalfussläufer benötigen diese Stützfunktionen nicht. Vielfach treten Achillessehnenbeschwerden bei Fussfehlstellungen, rsp. bei falsch gewählten oder schlecht sitzenden Laufschuhen auf.

Übertriebene Dämpfung bei Laufschuhen kann ein starkes Abkippen der Ferse provozieren.

Eine grosse Sprengung (Höhenunterschied des Fussbettes zwischen Fussballen und Fersenbein) führt dazu, dass der Fuss in einer „Bergabstellung“ befindet.

Eine zu hoch nach oben gezogene Fersenkappe kann ebenfalls der Auslöser einer Reizung sein. Bei jedem Schritt reibt die Fersenkappe ganz leicht an der Sehne.

Wadenmuskulatur: Die geringe Elastizität der Sehne führt dazu, dass die Stösse bei der Belastung vor allem von der Wadenmuskulatur übernommen werden müssen. Ist der Wadenmuskel durch falsche Laufschuhe, Fussfehlstellungen oder zu hartem Training verkürzt, führt das zu einer erhöhten Vorspannung der Achillessehne. Die Belastungsspitzen können deshalb nur noch bedingt abgefedert werden.

Laufuntergrund / Bergtraining: Wenn du im Schnee oder im Sand trainierst, musst du dir bewusst sein, dass die Belastung auf die Achillessehne drastisch ansteigt. Das gleiche gilt für übertriebenes Bergauf- oder Bergablaufen.

Einnahme von Antibiotika: Gemäss einem Hinweis von einem betroffenen Läufer kann auch die Einnahme von bestimmten Antibiotika Auslöser für Achillessehnenbesschwerden sein.

Vorbeugung

  • Training behutsam steigern
  • Mehrere unterschiedlich gebaute Laufschuhe abwechselnd tragen, z.B. Natural-Running, Lightweighttrainer
  • Langsam uf Laufschuhe mit geringer Sprengung umsteigen
  • Laufschuhe im Fachgeschäft mit optimaler Beratung kaufen
  • Lebensdauer der Laufschuhe beachten
  • Bei Verdacht auf verkürzte Wadenmuskulatur – nach dem Training dehnen
  • Bei ungewohntem Laufuntergrund (Sand, Schnee,…) Training behutsam steigern
  • Fuss- und Wadenmuskulatur mit Fussgymnastik trainieren
  • Kippbretter oder Therapiekreisel benützen
  • Barfuss laufen
  • Bei leichten (!) Beschwerden im Strassenschuh unter der Ferse ein 3-5mm dickes Korkplättchen legen. Entlastet temporär die Achillessehne.

Wenn du die Achillessehnen-Probleme nicht in den Griff bekommst, so ist es wichtig, dass du dich frühzeitig fachlich (z.B. Sportarzt) beraten lässt!

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 Wie kannst du Schmerzen der Achilles-Sehne selbst gut behandeln?

Versuch es mal mit Pferdesalbe  oder der weissen oder roten Tiger-Balm Creme.  Hier weiterlesen zu den Hausmittelchen eines jeden Sportlers.  Auch gute Erfahrungen habe ich gemacht mit Salbe aus Teufelskralle oder einem Salbe aus Kampfer. Hier findest du die Website des Käutershops in Hamburg St Georg, link. Leider ist meine erprobte Gelenksalbe nicht aufgelistet im Shop, sie heißt: Gelenkhautbalsam und kostet 15 €. ( Stand summer 2018)

Physiologie der Achillessehne

zitiert nach Wikipedia:

Die Achillessehne (lat. Tendo calcanei, Tendo musculi tricipitis surae oder Tendo Achillis) ist die gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels (Musculus triceps surae), bestehend aus dem zweiköpfigen Waden- (Musculus gastrocnemius) und dem Schollenmuskel (Musculus soleus), zur Ferse.

 

Achillessehne (Tendo calcaneus). Der Musculus gastrocnemius ist bis aufUrsprung und Ansatz entfernt, um den darunter liegenden Musculus soleus sichtbar zu machen.

Die Achillessehne ist die dickste und stärkste Sehne des Menschen. Sie ist am Fersenbein von der Bursa tendinis calcanei unterlagert und setzt ganz hinten oben auf dem Fersenbeinhöcker (Tuber calcanei) auf der gesamten Breite dieses Knochenvorsprungs an. Dann verläuft sie, etwas dünner werdend, gerade nach oben, hat ihre schmalste Stelle etwa 4 cm über dem Ursprung, um ab dort wieder kontinuierlich breiter zu werden. Die durchschnittliche Länge liegt bei 20–25 cm, wobei an der Vorderseite beinahe bis zum Ansatz Muskelfasern inserieren. Der mittlere Querschnitt liegt bei 80 mm².

Die Achillessehne überträgt die Kraft des Musculus triceps surae, der aus dem Musculus gastrocnemius (zwei Köpfe, entspringt beidseitig am Oberschenkelknochen in der Kniekehle) und dem Musculus soleus (ein Kopf, Ursprung an der Hinterseite der Tibia sowie hinten an Hals und Köpfchen der Fibula). Damit ermöglicht die Achillessehne vor allem die kraftvolle Plantarflexion (Beugung des Fußes in Richtung der Fußsohle), aber auch die Inversion (Supination, Auswärtskantung) des Fußes.

Der Achillessehnenreflex (Plantarflexion des Fußes nach Schlag auf die leicht vorgestreckte Sehne) ist der Kennreflex für das Segment S1 (-S2).

Veränderung der Achillessehne nach Belastung

Die Achillessehne besteht aus einem Gewebe, das schnell auf die mechanische Belastung auf der molekularen und zellulären Ebene reagiert. Anabole und/oder katabole Proteine können sich innerhalb von Stunden bei/nach der Belastung deutlich verändern und kehren innerhalb von 72 h zum Ausgangswert zurück. Mit einer neuen Technik (hochauflösende dreidimensionale Ultraschallbilder) lassen sich nun die Auswirkungen von Belastungen auf die Achillessehne bestimmen.[1] Als Folge einer Wettkampfbelastung im Australian Football zeigte sich, dass bei der Achillessehne ähnlich wie beim Muskel (Muskelkater) am 2. Tag nach der Belastung signifikante negative Veränderungen anzutreffen sind, die sich bis zum 4. Tag wieder normalisieren.[2] In einer finnischen Studie zeigten sich dagegen keine signifikanten Veränderungen der mechanischen Eigenschaften nach einem Marathon bzw. Halbmarathon.[3]

Achillessehnenriss

Hauptartikel Achillessehnenruptur

Die Achillessehne ist Belastungen von 60–100 N/mm² gewachsen, das entspricht bei 80 mm² Fläche einer Tragfähigkeit von bis zu 800 kg. Ein Riss der Achillessehne bei plötzlicher Anspannung des Musculus triceps surae tritt daher meist nur bei Vorschädigung durch Über- und Fehlbelastung ein. Die Sehne erfährt dabei immer wieder kleinere Verletzungen, die die Blutversorgung des Gewebes stören und so zur Degeneration der Festigkeit führen. Diese Veränderungen wirken sich am stärksten in einem Bereich 2–6 cm oberhalb des Ansatzes aus (sogenannte „Achillessehnentaille“), wo die Sehne am schlechtesten versorgt ist, und wo meistens auch der Riss erfolgt. Die Sehne reißt dann plötzlich mit einem lauten, peitschenknallähnlichen Geräusch. Die Plantarflexion ist danach nur noch sehr eingeschränkt möglich.

Prinzipiell kann bei einem Riss konservativ oder operativ vorgegangen werden. Bei jungen, sportlichen Menschen wird normalerweise eher eine operative Versorgung angestrebt, weil dabei einerseits eine sichere Annäherung der beiden Sehnenstümpfe gewährleistet ist und andererseits eine recht hohe Primärstabilität erreicht wird, was wiederum bei der weiteren Behandlung von großem Vorteil ist. Bei älteren Menschen oder Hautproblemen (Krampfadern, „Kortisonhaut“) kann durchaus auch ein konservatives Vorgehen gewählt werden. Hierbei sollte nach Möglichkeit mittels Ultraschall kontrolliert werden, ob sich die beiden Rissenden der Sehne bei Plantarflexion im Sprunggelenk annähern.

 

Siehe auch umgeknickter Fuß, link.

Was kannst du tun, wenn deine Sehne entzündest ist und mega schmerzt?  hier klicken.

Bildrechte WIkipedia Von Henry Vandyke Carter – Henry Gray (1918) Anatomy of the Human Body (See "Buch" section below)Bartleby.com: Gray's Anatomy, Tafel 438, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=997657

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter