aa -Tagesimpulse Lyrik Gedichte

April Lyrik

April

Wie der Südwind pfeift,

In den Dornbusch greift,

Der vor unserm Fenster sprießt.

Wie der Regen stürzt

Und den Garten würzt

Und den ersten Frühling gießt!

 

Plötzlich säumt der Wind,

Und der Regen rinnt

Spärlich aus dem Wolkensieb.

Und die Mühle dreht

Langsam sich und steht,

Die noch eben mächtig trieb.

 

Schießt ein Sonnenblick

Über Feld und Knick,

Wie der Blitz vom Goldhelm huscht,

Und auf Baum und Gras

Schnell im Tropfennass

Tausend Silbertüpfel tuscht.

 

Wieder dann der Süd,

Immer noch nicht müd,

Zornt die Welt gewaltig an.

Und der Regen rauscht,

Und der Garten lauscht

Demütig dem wilden Mann.

 

Meiner Schulter dicht

Lehnt dein hold Gesicht,

Schaut ins Wetter still hinein.

Kennst das alte Wort,

Ewig treibt es fort:

Regen tauscht und Sonnenschein.

 

Detlev von Liliencron

Danke an Frank aus den Südlanden

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter