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Behlendorfer Kirche

Behlendorfer Kirche (2)
Written by Giovanni

die Behlendorfer Kirche liegt in Schleswig Holstein und ist 800 Jahre alt, vermutet man

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Hier ein Zitat von der Gemeindeseite

Überblick:
Nähere urkundliche Hinweise auf die Bauzeit der Kirche sind nicht vorhanden, mit der Errichtung der Kirche ist aber um die Mitte des 13. Jahrhunderts zu rechnen.
Am 6.Mai 1660 wurde an der westlichen Gibelseite ein hölzerner Glockenturm vollendet, der 1893 aus statischen Gründen durch den jetzigen Glockenturm ersetzt wurde. 1866 erfolgte eine umfangreiche Instandsetzung der Kirche.

Altar:
Der jetzige Altaraufsatz, eine frühbarocke Arbeit, wurde 1635 von der Witwe des ein Jahr zuvor verstorbenen Pächters des Hofes Behlendorf, Bernhard Brosius, Katharina, geb. Warendorp, gestiftet.
Zwei von geschwungenen Konsolen getragene korinthische Säulen, zu deren Seiten zwei weibliche Gestalten, Sinnbilder des Glaubens und der Hoffnung, aufgestellt sind, stützen das nach außen zu in geschweiften Formen verlaufende Gebälk, auf dessen Deckplatte barockes Schlingwerk die Wappen der Familien Brosius (drei silberne Maiglöckchenstauden in rotem Felde auf grünem SchildfuB)und Warendorp umschließt.
Fünf Putten mit Marterwerkzeugen,die auf das Leiden Christi verweisen, krönen den Aufbau. Auf dem Mittelbild kniet das Ehepaar Brosius mit ihren drei Kindern vor dem gekreuzigten Jesus. Zwei der Töchter, die linke und rechte werden zur Zeit der Stiftung schon verstorben sein, was ihre Bekleidung mit dem weißen Leichenhemd vermuten läßt.
Das untere Bild zeigt Jesu letztes Abendmahl.

Kanzel:
Die Kanzel stammt aus der gleichen Zeit wie der Altaraufsatz, hat aber noch Reneissancecharakter. Die Brüstung wird den Statuetten des segnenden Heilands und der vier Evangelisten umschlossen. An der Basis sind wie am Altar die Wappen der Familien Brosius und Warendorp angebracht.
1901 wurde der aus dem Jahr 1701 stammende schwarze Anstrich durch den ursprünglichen braunen Holzton ersetzt.

Taufstein:
Die jetzige Taufe aus Holz wurde in den fünfziger Jahren vom Segeberger Holzschnitzer Plath aus einem Balken der abgebrochenen alten Pfarrscheune geschnitzt.
Der ursprüngliche kelchförmige Taufstein aus der Entstehungszeit der Kirche, besteht aus gotländischem Kalkstein und stammt wahrscheinlich aus Wisby.
Er wurde 1701 durch einen Taufengel ersetzt und danach lange Zeit in der Behlendorfer Schmiede zum Kühlen glühender Radreifen benutzt. 1882 wurde er vom kulturhistorischen Museum Lübeck gekauft und ist heute im Lübecker St.-Annen-Museum zu besichtigen.

Bemalung:
Von der figürlichen Bemalung ist nur der auf der Gewölbekappe oberhalb des Altars erhaltene segnende Christus in einer Mandola mit angeschlossenen Evangelistenzeichen zu sehen.
Mehrere andere Figuren sind übermalt worden. Die ornamentale Bemalung auf den Rippen—und Stirnbögen, sowie auf den Fenstereinfassungen stammen aus der Frühgotik, während die Ausmalung der inneren Fläche des Triumphbogens aus der Spätrenaissance stammt.

Glasmalereien:
In den beiden seitlichen Chorfenstern und in den beiden benachbarten Fenstern des Langhauses sind aus dem Jahr 1603 datierte Wappen vornehmlich Lübecker Bürger erhalten.

Epitaphien:
An der Nordseite des Chorraumes hängt das Epitaph der Familie Bilefelt. Johann Bilefelt war 1627—58 Pastor in Behlendorf und hat das Epitaph 1640 zu Ehren seiner Kinder gestiftet.
Die ganze Familie kniet vor dem von Maria und Johannes betrauerten, gekreuzigten Heiland zwischen den beiden Schächern.
Im Hintergrund ist Jerusalem zu sehen.
Gegenüber diesem Epitaph hängt an der Südseite des Chorraumes das Epitaph fur den 1714 nach Behlendorf berufenen und 1748 verstorbenen Pastor Matthias Meyer.

Bilder:
Das an der nördlichen Chorwand hängende Bild zeigt den nach erst 23 Wochen Dienst 1670 in Behlendorf gestorbenen Pastor Magister Nikolaus Schoef, das an der südlichen Chorwand Carl J. Amann Pastor in Behlendorf 1876—1912.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter