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Beziehungstaten

Beziehungstat
Written by Giovanni

Anläßlich des Doppelmordes eines Nigerianers am Jungfernstieg am 12.4.2018 – er hat seine 33 jährige Frau ermordet und sein einjähriges Kind schreiben wir über das Generalthema

Beziehungstaten im Lichte der Strafrechts-Verantwortung + Gesellschafts-Verantwortung

Die Tagesschau schreibt im Winter 2017 über eine Auswertung des BKA – Bundeskriminalamtes wie folgt:

Laut BKA starben im vergangenen Jahr 149 Frauen durch den Partner oder den Ex-Partner. Insgesamt waren 133.000 Erwachsene Opfer von Gewalt in Partnerschaften – die Zahl steigt seit Jahren.

In Deutschland sind im vergangenen Jahr mehr als 133.000 Erwachsene Opfer von häuslicher Gewalt geworden. Knapp 82 Prozent der Opfer waren Frauen. Das geht aus der aktuellen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes hervor. Die Zahl der Opfer von Gewalt in Partnerschaften steigt den Angaben zufolge seit fünf Jahren an. Gegenüber 2015 wurde ein Anstieg um etwa vier Prozent verzeichnet.

Das Bundeskriminalamt berücksichtigt in der Statistik begangene und versuchte Delikte, darunter Mord, Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, Bedrohung und Stalking von Partnern oder Ex-Partnern. Den Angaben zufolge lebten 2016 mehr als 51 Prozent der Frauen mit dem Tatverdächtigen in einem gemeinsamen Haushalt.

70.000 Frauen =leichte Körperverletzung, § 223 StGB.

16.700 Frauen wurden von ihrem Partner bedroht,

11.900 gefährlich verletzt = § 224 StGB.

Mehr als 7600 Frauen wurden von ihrem Partner oder Ex-Partner gestalkt.

357 Fällen ging es um Mord §§211, 212 StGB oder Totschlag § 211 – bei 208 Fällen überlebte die Frau, bei 149 wurde der Beziehungspartner zum Mörder oder Totschläger. „

Im Lichte dieser Zahlen aus 2016 könnte man schlichtweg sagen:  statistisch gesehen, ist dieser blutrünstige Fall am Jungfernstieg ein Fall von 150. Kein Grund zur Aufregung  – business as usal?

Wie man den Facebook-Kommentaren entnehmen kann regt besonders auf, dass die Polizei oftmals trotz Beschwerdeführung auf der Polizeistation genau nichts tut. Seit neuestem ist stalking auch ein Straftatbestand, In sofern sollten die Handlungsoptionen der Richterschaft und der Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft, § 152 GVG, deutlich größer geworden sein. ist aber nicht der Fall:

§ 238 STGB  Nachstellung – Stalking

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer einer anderen Person in einer Weise unbefugt nachstellt, die geeignet ist, deren Lebensgestaltung schwerwiegend zu beeinträchtigen, indem er beharrlich

1. die räumliche Nähe dieser Person aufsucht,
2. unter Verwendung von Telekommunikationsmitteln oder sonstigen Mitteln der Kommunikation oder über Dritte Kontakt zu dieser Person herzustellen versucht,
3. unter missbräuchlicher Verwendung von personenbezogenen Daten dieser Person
a) Bestellungen von Waren oder Dienstleistungen für sie aufgibt oder
b) Dritte veranlasst, Kontakt mit ihr aufzunehmen, oder
4. diese Person mit der Verletzung von Leben, körperlicher Unversehrtheit, Gesundheit oder Freiheit ihrer selbst, eines ihrer Angehörigen oder einer anderen ihr nahestehenden Person bedroht oder
5. eine andere vergleichbare Handlung vornimmt.

(2) Auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter das Opfer, einen Angehörigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahe stehende Person durch die Tat in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt.

(3) Verursacht der Täter durch die Tat den Tod des Opfers, eines Angehörigen des Opfers oder einer anderen dem Opfer nahe stehenden Person, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.

(4) In den Fällen des Absatzes 1 wird die Tat nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält.

Was müssen wir tun als DEUTSCHE Gesellschaft, damit solche Taten wie der Doppelmord am Jungfernstieg nicht mehr vorkommen?

Die Strafrechts_Professoren lehren im Strafrecht Besonderer Teil als erstes, dass es so gut wie keine Morde aus Berechnung gibt. Der Auftragskiller ist eine absolute Ausnahme.  Über 90 % aller Morde sind Beziehungstaten. Deswegen kann man die auch ganz gut ermitteln, weil es immer Sinnzusammenhänge gibt und Beziehungszusammenhänge.  Trotz der emotionalen Aufgeladenheit der Situation hat das Handlungssubjekt immer noch die Entscheidungsmacht. Vorsatz ist nach DEUTSCHEN Strafrecht auch der dolus eventualis – heißt die Tat billigend in Kauf nehmen. In dem Jungfernstiegfall können wir von dolus directus ausgehen -direkter Tatvorsatz. Von den 140 Todesfällen aus Beziehungstaten, siehe oben, sind alle Bevölkerungsgruppen beteiligt. Also sollten wir als Gesellschaft darauf hinarbeiten, dass die Zahl sich auf Null minimiert durch Deaskalations-Maßnahmen, die der Staat zwangsweise anordnet.  Auch kann zwangsweise zum Schutz des Lebens von Frauen ein Aufenthaltsverbot um Schutzzonen gegen gewalttätige Männer ausgesprochen werden.  Auch sollte man öfters zur pädagogischen Maßnahme der Schutzhaft der Männer schreiten, die nachweislich gerne Frauen schlagen.  In Bayern kann man nach dem neuen Polizeigesetz Menschen 3 Monate ohne richterliche Anordnung einbuchten.  Das ist zwar verfassungsrechtlich bedenklich und wird sicherlich auch bei nächster Gelegenheit juristisch gegen die Wand fahren, aber im Moment gilt das neue Polizeigesetz in Bayern.

Wer hilft bei Gewalt gegen Frauen?

Natürlich gibt es die gut aufgestellten Frauenhäuser, die meistens sogar in keinem offiziellen Straßenverzeichnis vorkommen.  Ich weiß durch meine gute Verdrahtung in die Gesellschaft von Hamburg,  dass der Weiße Ring in Hamburg eine hervorragende Opferarbeit leistet. Hier kommst du zur Website des Weissen Rings Hamburg, link.  Der „Weiße Ring“ ist ein Verein, der bundesweit aufgestellt ist, und sich fundiert und massiv im Opferschutz profiliert hat. Eine hocherfahrene Anlaufadresse, die auch von der Polizei eingesetzt wird zur Kriesenintervention.

körperliche Gewalt durch Zuwanderer Männer

Als erstes sollten wir den zugewanderten Migranten und Asyl-Antragsteller Männern beibringen in den neuen Flüchtlingslagern unseres Heimatministers, link, dass in DEUTSCHLAND das Deutsche Recht gilt und zwar nicht nur ein bisschen sondern in einer totalen und umfänglichen Geltungsberechtigung. Die Rolle der Frau ist nicht nur eine Frage von p.c. sondern eine Frage des Mensch-Seins ansich.  Frauen gelten nach den Maßstäben der Zuwanderer oftmals aus den fremdländischen Kulturen nur als Beiwerk, nicht als gleichwertige Gesellschaftsobjekte.  Dewegen, siehe Indien, ist die Frau auch nur Spielzeug aus deren Männersicht.  Man kann sie vergewaltigen ohne Strafrechtsfolgen, so deren Denkweise. Das passiert auch in Deutschland, aber die Medien schreiben nicht darüber.  In diesem Fall kommt sicherlich noch eine weitere Komponente hinzu, die schon in der Türkei anfängt ganze Familienfehden zu begründen, und damit auch im Deutschen Rechtsraum ausgetragen wird, insbesondere in Berlin :

die völlig hypertrophe Ehr-Auffassung von Migrations-Männern

Als Begründungsebene die Verletzte Ehre anzugeben ist aus Sicht von modernen, aufgeklärten Gesellschaft indiskutabel. Ein strafrechtsrelevanter Entschuldigungsgrund oder gar Rechtfertigungsgrund liegt damit keinesfalls vor, §§ 22, 23 StGB.  Die DEUTSCHE Gesellschaft kennt auch solche Motivlagen nicht. Wir wollen auch nicht, dass solche Ehrenmorde um sich greifen. Daher sollte die DEUTSCHE Justiz massiv gegen solche Auffassungen vorgehen. Und gleichzeitig sollte in den Flüchtlingslagern die Deutsche Rechtskunde als erstes unterwiesen werden, damit jemals, so denn überhaupt ein Fluchtgrund, gleich Bleiberecht,  vorliegt, eine systemisch passende Integration im Kopf stattfinden kann. Es gilt das Deutsche Strafrecht und der Deutsche Normenkanon und nicht der Mitgebrachte aus anderen Kulturen. Wenn die Normen im Kopf verankert sind als gegeben, können wir auch hoffen, dass die Handlungen im Deutschen Rechtsraum sich an den Deutschen Strafrechtsnormen orientieren.

Trauer um die Ermordeten

Wir trauern um dass einjährige Kind und die jungen Mutter. Wie wir auch der MOPO entnommen haben, gibt es jetzt verwaiste Geschwisterkinder der Ermordeten. Zum Glück gibt es für solche Fälle Notfallroutinen im der Hamburger Verwaltung.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter