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Cellular Agriculture

Written by Giovanni

Was heißt Cellular Agriculture?

Letztendlich geht es darum mit künstlichen Verfahren der Biotechnologie Nahrungsmittel zu produzieren, die völlig aus der natürlichen Prozess-Kette entschlagen sind, weil die Milch nicht die Hochleistungskühe produzieren, sondern genmanipulierte Bakterienstämme. Das Gleiche gilt für Käse.

Einen super spannenden Artikel zum Entwicklungsstand des

Cellular Agriculture

kannst du bei Spektrum der Wissenschaft lesen, hier klicken.

Cellular Agriculture the way of new eating?

Warum ist Cellular Agriculture nachhaltig und umweltschonend?

An der Stelle muss man gar nicht großartig nachdenken. Schon seit Jahrzehnten haben wir Probleme mit Überdüngung von Landwirtschaftsflächen und die Milchproduktion von Kühen ist auf ein schon fast perverses Maß hochgezüchtet worden, dass man von natürlicher Milchproduktion kaum noch sprechen kann. Die Agrarwirtschaft hat in den wenigsten Fällen mit Natur-Romantik zu tun, sondern mit einer industriellen Denke und Produktionsweise. Das ist an sich nichts böses oder ethisch verwerfliches, denn das Tierwohl, wie es neudeutsch heißt, wird langsam auch von aufgeklärten Verbrauchern gewürdigt und auch bezahlt.

ABER wenn du die Wahl hast zwischen einem natürlichen Käse, der durch echte Kühe gewonnen wird, die dafür in gewisser Weise stark ausgebeutet werden oder du kannst einen ebensogut schmeckenden Käse kaufen, der aus einen Bioreaktor stammt, dann sollte sich von allen Käse-Käufern vielleicht ein drittel bis zu hälfte für die Bioreaktor-Variante entscheiden. Damit würde das Leben der Kühe vielleicht , in toto betrachtet aus der Meta-Ebene, entlastet, weil man gar keene natürliche Milch mehr braucht.

Zumindest ist der Flächenverbrauch in der Landwirtschaft gigantisch viel kleiner. Ein paar große Bioreaktoren aufzustellen, die mit Wärme-Energie zu versorgen ist trivial im Verhältnis zu den Umweltkosten von lebenden Tieren und deren Erzeugnissen. Zum Glück vermuten wir, dass Baktieren keine Probleme haben für uns zu produzieren, denn sie sind extrem einfache Wesen, im Gegensatz zu den Säugetieren Kuh, et al.

Dr med Hirschhausen hat neulich in 2022 einen Beitrag formuliert: Zu jeden Kilogramm Rindfleisch sollte die Verkäuferin auch an der Kasse mit 20 Liter Gülle mitliefern und das zwangsweise. Argument: Wenn du dieses Stück fleisch konsumierst, bist du auch für die Entsorgung der 20 Liter Gülle mitverantwortlich. Ein relativ brutales und ekelhaftes Bild und Beispiel, was in seiner Drastik aber vor aller unser Verbraucher-Augen führt, dass eben Landwirtschaft auch einen gigantischen Umweltpreis zahlt, der aber im Regelfall nicht eingepreist ist in den Verkaufspreis. Die Umweltbelastung trägt die Allgemeinheit, bzw . erstmal keiner, weil die Natur sie scheinbar verstoffwechselt. In Wirklichkeit verstoffwechselt die Natur aber nur geringe Eingriffe und die industrielle Massenwirtschaft belastet das Umweltklima gigantisch. Verschiedenen Rechenmodelle haben schon den Ansatz gewählt, die Umweltbelastung in den Verkaufspreis einzupreisen. Leider sind solche Vorgehen aber recht elfenbeinturmartig, denn die Bauern-Fraktion macht Druck, dass sie ihre Produkte möglichst smart verditschen können und haben null Bock auf eingepreiste Umweltbelastungen.

Die Umweltpolitik wird sich aber auch unter der neuen Ägide der Bundesregierung ändern.

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Bild unten: pixabay cc Myriams-Fotos

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter