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Charite – 20. Jahrhundert

Charite
Written by Giovanni

Eine 2. Staffel ist von der ARD in Auftrag gegeben worden, um sich mit der Geschichte der Charite zu befassen.  Betrachtungszeitraum ist itzo die NAZI Zeit und der daraus aufbauende und folgende 2. Weltkrieg. Jeder der sich ein bisschen mit Medizin-Geschichte auskennt, ordnet diese Zeit dem Vordenker Sauerbruch zu. Wikipedia schreibt über Sauerbruchs Leistungen:

Berühmt wurde Sauerbruch für die Einführung eines Verfahrens, das die operative Öffnung des Brustkorbes erlaubte. Normalerweise bedingt eine Öffnung des Brustraumes, dass sich Luft im Brustfellraum ansammelt und dadurch den dort herrschenden Unterdruck aufhebt: die Lunge fällt zusammen (Pneumothorax). Mit seinem Lehrer Johann von Mikulicz konstruierte Sauerbruch 1904 eine große Kammer, in der ein Unterdruck von etwa hundert hPa (ein Zehntel des normalen Luftdrucks) herrschte; darin konnten Operationen im Brustkorb unter Unterdruckverhältnissen stattfinden. Diese Unterdruckkammer ist ein Vorläufer der Eisernen Lunge. Wenig später wurde das Druckdifferenzverfahren von Ludolf Brauer (Internist) so verändert, dass nicht außen ein Unterdruck erzeugt, sondern die Lunge mit geringem Überdruck von innen stabilisiert wurde (CPAP-Atmung). Sauerbruchs ablehnende Haltung und sein Einfluss in den nationalsozialistischen Regierungskreisen verhinderte in Deutschland eine Verbreitung der zu seinem Druckdifferenzverfahren in Konkurrenz stehenden endotrachealen Intubation mit mechanischer Beatmung und behinderte somit die Entwicklung der modernen Anästhesiologie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.

Die endotrachiale Intubation ist natürlich heute das Mittel der Wahl für eine gelungene Anästhesie und in der Notfall-Medizin.

Die ARD schreibt:

Die Idee und die Drehbücher stammen erneut von Grimme-Preisträgerin Dorothee Schön und Dr. Sabine Thor-Wiedemann. Die erfolgreiche und enge Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Karl M. Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie mit Herrn Prof. Dr. Thomas Schnalke, Direktor des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité, wird fortgeführt.

 „Charité“ ist eine Produktion der UFA FICTION im Auftrag der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm und der ARD Degeto für Das Erste. Die Redaktion haben Jana Brandt (MDR) und Johanna Kraus (MDR). Die Produzenten sind Benjamin Benedict, Markus Brunnemann, Nico Hofmann und Sebastian Werninger, ausführende Produzentin ist Henriette Lippold (UFA FICTION). Koproduzent ist MIA Film / Michal Pokorný.
 

Gedreht wird bis Anfang März 2018 in Prag und Umgebung.

Sendetermin ist der 19.1.2019 mit einer Doppelfolge, so wie vor 2 Jahren auch die geile erste Staffel eingeführt worden ist, link.  Leider ist die 2. Staffel keinesfalls eine Anschluß-Geschichte zu der hocherfolgreich ins Land gesendeten ersten Staffel.  Eigentlich ist alles neu. Die Regie ist neu, nicht mehr Sönke Worthmann, die Schauspieler sind neu, aber das setting, die Haltung und das Selbstverständnis Charite sind fortgeschrieben, denn Charite ist nicht nur ein gefestigter Markennamen im 2. Weltkrieg, sondern ist nach wie vor, wie auch im 21. Jahrhundert der Kristallisationspunkt der Deutschen Medizin Fortschrittlichkeit und innovativen Forschungsfelder.  Ich könnte das im Herbst 2018 erspüren, als ich 8 Professoren der Charite beim world health summit hören durfte.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter