aa -Tagesimpulse juristische Gedankenfeuer

Cybersicherheit LGBTQ

gleichgeschlechtlich Orientierte werden unter dem Kürzel LGBTQ zusammengefaßt. Das Netz schreibt:  Sammelbezeichnung für Personen, die nicht heterosexuell sind oder deren Geschlechtsidentität nicht dem binären Modell von männlich und weiblich entspricht.

Gern nehmen wir den Hinweis von Mia auf, die aufzeigt, dass LGBTQ oftmals diskriminiert werden und insbesondere in den weiten des Netzes.

Wenn du diesem Link folgst, kommst du zu einem Beitrag über die Cybersicherheit von LGBTQ, link. Zitat aus dem Beitrag :

Neben den Angriffen von Fanatikern sowie religiösen und politischen Extremisten waren die meisten der Online-Belästigungen sexueller Art, haben wir herausgefunden

Wir stellen also fest es gibt

zwei Fronten im Netz zum Thema LGBTQ und Cybermobbing:

1. die Angreifer und Zurechtweiser aus der rechten Ecke, oder sonstige Fanatiker, die mega intolerant sind.  Offensichtlich gibt es nach wie vor die Wildwest_Mentalität. Durch das hacken von Profilen und Weiterveröffentlichen auf rechten Seiten werden massiv Persönlichkeitsrechte der Betroffenen verletzt, aber das kümmert den gefühlten rechtsfreien Raum im Netz nicht. Da es immer noch keine Internet-Polizei gibt, muß man sich auf den Zivilrechtsweg begeben, was viele für zu aufwändig erachten. Viele Betroffene fühlen sich  auch ohnmächtig, obwohl das Internet keineswegs ein rechtsfreier Raum ist. Die Ohnmacht entspringt auch der mangelhaften Zivilrechts-Kenntnisse. Einfach mal einen Rechtsanwalt anfragen, wenn massive Persönlichkeitsverletzungen systematischer Art, wie dem Veröffentlichen von privaten FaceBook-Profilen begangen werden. Auch wenn viele Menschen den Deutschen Rechtsstaat als lahme Ente begreifen, so gibt es durchaus eine Reihe von Möglichkeiten im „einstweiligen Rechtsschutz“ der Zivilgerichte gegen die rechten Gruppen vorzugehen. Einstweiliger Rechtsschutz funktioniert innerhalb von Tagen, wenn die Verletzung gravierend ist.  Manchmal reicht auch nur ein Brief eines Rechtsanwaltes mit dem Titel Abmahnung und Unterlassungs-Verpflichtung an die Gruppe derjenigen, die eine Verletzung begehen, soweit die eine ladungsfähige Vereins- /Geschäftsadresse haben.

Auch persönliche Beleidigungen in Netz durch einzelpersonen, z.B. bei Facebook, sind justizabel, sprich im Rechtsweg verfolgbar. Es gibt eine Strafrechtliche Implikation, z.B. Beleidigung, Volksverhetzung, und eine privatrechtliche, zivilrechtliche Ebene. In der erstgenannten Variante brauchst du nur eine Anzeige bei der StA ( Staatsanwaltschaft, sprich Polizei)  aufgeben und die müssen aus rechtsstaatlichen Gründen tätig werden. Das kostet, wenn es begründet ist, auch kein Geld. Die privatrechtliche Schiene kostet Geld für deinen Rechtsanwalt, auch wenn du im Recht bist. Beratung kostet erstmal Geld.

2. Übergriffigkeiten und sexuelle Beleidigungen, weil kein Einverständnis zu sexuellen Handlungen erlangt wurde – ein virtueller Swingerclub aus Sicht der Übergriffigen, die aus Sicht eines Großteils der User als solcher in den relevanten Kohorten nicht in der Weise so gemeint ist.

Wie kannst du dich gegen Cyberangriffe schützen als  LGBTQ?

In dem lesenswerten Beitrag werden die ganzen technischen Möglichkeiten aufgezeigt, Menschen zu blockieren, die übergriffig sind.  Außerdem ist es manchmal klug seine Deckung nicht ganz aufzugeben – schreibt auch der Blog.

Bildrechte pixabay CC Alexas_Fotos

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter