aa -Tagesimpulse Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg

Eine leicht satrische Berichterstattung über die Einführung eines gigantomanischen Konzerthauses Elbphilharmonie für die Freie und Hansestadt Hamburg. Sartire und Meinungsfreiheit ist übrings im Grundgesetz geschützt, Art 5 GG und in ständiger Rechtsprechung des BVerfG weit augedehnt worden. Hier das Lüth-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

Nachdem die Regierung unter Bürgermeister von Beust, 2007 das Parament und die Steuerbürger von Hamburg massiv über die Kosten der Elbphilhamronie mit dolus directus getäuscht hat, was auch gut ist, aber nicht wirklich demokratiekonform, entsteht so langsam Hamburgs zukünftiges Wahrzeichen: Die Elbphilharmonie.

Hier ein interessanter Bericht der NZZ über das neue Hamburg mit der Schalgzeile: “ In Hamburg wird bald alles anders“, link

update Sommer 2016: Das Handelsblatt berichtet, dass die Elbphilharmonie bald fertig sei, link.

Januar 2017. Tatsächlich hat der Baukonzern Hochtief es geschafft und zum Januar 2017 die Elbphilharmonie schlüsselfertig übergeben. Hier weiterlesen

 

Den Steuerzahlern wurde erzählt, dass das ambitionierte und häßliche Projekt 77 Millionen Euro kosten solle. Am Ende des Tages kostet es 789 Millionen Euro. Also locker Faktor 10. Jeder Geschäftsführer einer Hotelkette, oder eines Baukonzerns wäre bei so einer super schlampigen Kostenermittlung fristlos gekündigt worden. Aber das ist ja dat Schöne, dass die Stadt Hamburg als Bauträger theoretisch nicht konkursfähig ist, habe ich im Verwaltungsrecht gelernt, und auf jeden Fall das Projekt realisieren musste, um nicht völlig das Gesicht zu verlieren. Bauruinen wie in Grichenland oder Italien stehen der Kaufmannsstadt Hamburg nicht gut zu Gesicht. Hamburg ist eine der wirtschaftskräftigsten und reichsten Städte von Deutschland, dann muß auch so ein Projekt möglich sein und siehe da: ES ist auch möglich.

Mit 2100 Plätze ist die Elbphilharmonie Hamburg gigantisch groß, ein Massenabfütterungsplatz für Konzertgäste aus aller Welt. Sie ist damit fast genauso groß,wie das Berliner Philharmonie Haus mit 2250 Plätzen von Hans Scharoun gebaut, die man nur mit allergrößter Architektonischer Hochachtung schätzen kann. Die Berliner Philharmonie hat übrings 1960 17.5 Millionen Deutsche Mark gekostet. Gut, man muß die Zahl natürlich Inflationsbereinigt angucken, und die dahinter stehende Kaufkraft.  Äpfel mit Birnen vergleichen ist leicht unfair. Philharmonie_und_Kammermusiksaal_Berlin_-_von_oben

Eröffnung  soll, so Gott und der Baukonzern „Hochtief“ will im Jänner 2017 sein.  Mal schauen, ob wir Hamburg auch mal rein dürften, oder ob das Projekt nur für die Tourismusindustrie gebaut wurde. Wahrscheinlich kostet jedes Ticket über 200 € und die geldreichen Japaner und Chinesen machen dann selfies während unten irgendeine europäische Musik dröhnt, die sie inhaltlich nicht verstehen. Ach ein live-Konzert, egal. Selfie ist wichtiger. Deswegen mein innovatier Regress-Rückfinanzierungs-Vorschlag:

Alle Hamburg Hotels müssen eine Elbphilharmonie-Abgabe von den Touristen erheben, um diesen Touristenmagneten zu finanzieren, von dem sie massiv profitieren werden. Veilleicht 20 € pro Nacht und in 300 Jahren hätte sich das Projekt refinanziert. Dazu kommen noch die Einnahmen durch die Hotelvermietung und Wohnungsvermietung die auch in dem Komplex zu sehen sind.

Selbstverständlich ist dieses Bauwerk nicht für die normalen, steuerzahlenden Bürger von Hamburg gedacht, sondern nur für die Deutsche und europäische, weltweite high-Society, so dass der Eigentümer dieses Bauwerkes, die Steuerbürger von Hamburg das Ding zwar finanziert hat, aber nicht reinkommt, weil die Hürden viel zu hoch sind. Bestenfalls wird man auf dem Schwarzmarkt, wie in Berlin üblich, ein paar wenige Tickets bekommen, zu den doppelten Kosten, der eh schon überteuerten Preise. Da man vergessen hat die Reinigungkosten in der Kostenkalkulation einzubeziehen steigen die Eintrittspreise leider von 100 € auf 200 € pro Karte. so what….

Einen akzeptablen Kammermusiksaal gibts in Hamburg dann aber immer noch nicht. Da schauen wir doch gerne nach Berlin und die süße kleine Philharmonie von Hans Scharoun gebaut.

Philharmonie_Berlin_Kammermusiksaal

Hier ein hübsches Video über den Bau des Giganten, der sicherlich keine ästhetische Architekturgeschichte schreiben wird, wie das jüdische Museum in Berlin von Libeskind

JewishMuseumBerlin

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Art 5 Grundgesetz GG

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter