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erfolgreiche Herztransplantation

Written by Giovanni

In den USA ist erstmal eine einmalige Operation am Herzen gelungen, die neue Maßstäbe in der Transplantationstechnik setzt. Ein genetisch manipuliertes Schweineherz ist per Notfallzulassung bei einem Menschen eingesetzt worden und der Mensch lebt noch. Link zum Tagesspiegel

Warum sind Herztransplantationen schwierig?

Herztransplantationen sind Standard seit vielen Jahrzehnten und auch recht erfolgreich, wenn das Transplantat, hier Herz, von einem Menschen kommt. Als erstes hat schon Prof Bernard aus Südafrika 1967 eine Herztransplantation vorgenommen. Das war auch damals ein hochkomplexes Unterfangen, dass von einem 31-köpfigen Transplantations-Team durchgeführt wurde, Quelle WIKIPEDIA, link. Inzwischen werden in Deutschland knapp 340 Herztransplantationen erfolgreich durchgeführt. Der Bedarf ist aber bei der doppelten Menge. Diejenigen PatientenINNEN, die in der Wartschleife hängen, sind aber oftmals so schwer hergeschädigt, dass sie an ihrer Herz-Defizit-Leistung sterben. Daher sind Mediziner in aller Welt auf der Suche nach einer Substituts-Lösung für die Herz-Transplantation von einem menschlichen Spenderherz zu einem menschlichen Herz-Empfänger.

Auch hier kommt es dennoch zu Immunabstoßungsreaktionen, die mit massiven Pharma-Einsatz, sogenannter Immunsuppressiva die Immunabwehr außer Kraft setzt und so das Spenderherz nicht als Fremd erkannt wird und von eigenen Abwehrbatallionen nicht angegriffen wird. Weitere Hinweise zu diesem Thema hier lesen.

Bildrechte Herztransplantation Immunsuppression: Von Yikrazuul – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4318711

Wenn es das Problem mit der körpereigenen Abwehr nicht geben würde, dann gäbe es auch nicht viele Probleme ähnlich leistungsfähige Organe von Tieren in Menschen einzubauen und zu verlöten.

Tarnkappe für das Transplantat qua Genmanipulation

Der Trick die menschliche Immunabwehr in die Irre zu führen ist genmanipulierte Herzen in Schweinen, whatever, zu züchten, die sozusagen eine neutrale Außenhaut haben, eine Art menschlich angepasster Tarnkappen-Aufsatz, der die menschliche Immunabwehr davon abhält das schöne Spenderherz anzugreifen. Logischer Weise sind die genomischen Fremdheiten umso größer, je weiter das Spenderorgan von der Menschenrasse entfernt ist.

Wenn du den Artikel vom Tagesspiegel ließt, dann einmal mehr klar, dass zwar die genetische Manipulation in der Sache einfach ist, aber doofer Weise es noch viel Unwissenheit über die kausale Kette gibt, genau welche Gene man „ausknipsen“ muss, damit das neu gezogene Herz möglichst viele Eigenschaften der Tarnkappe aufweist. Das zeigt einmal mehr, dass wir Super-Forscher der Weltelite uns zwar dem Forschungsziel annähern zu wissen welche Genome welche Eigenschaften in der produzierten Zellwelt codieren und ausprägen, aber so exakt und super genau eben auch nicht.

Warum können nicht mehr Herztransplantationen von Menschen-Herzen vorgenommen werden?

Es gäbe viel viel Menschen, die todgeweiht ihre schönen Menschen-Herzen spenden könnten. Aber sehr sehr viele Menschen sind nicht bereit ihre Organe zu spenden und daher kommt es zu einem super Mangel an Organen. Da wir in unseren freiheitlich orientierten Demokratie auch keinen zwingen wollen, möchten, können, ihre Organe zu spenden, kommt es zu einem dramatischen Mangel an Spender-Organen. Daher wird auf die Schweine Spender Variante als das Allheilmittel fokussiert.

700 Menschen standen auf der Warteliste für eine Herz-Transplantation und 528 sind pro Jahr hinzugekommen. Heißt wir haben eine Bedarfsunterdeckung von mindestens 100 % der jetzigen Schlagzahl, eigentlich von 200 %.

Hier noch ein Bericht in der NZZ über die

XENO-Transplantation

Erster Patient erhält genetisch modifiziertes Schweineherz (nzz.ch)

Bildrechtecc Von Oliver S.Y. – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75953760

Herztranplantationen vom Schwein zum Mensch

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter