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Explosion in Beirut

Explosion Beirut
Written by Giovanni

Ammoniumnitrat-Explosion in Beirut

Bei einer gigantischen infernalischen Explosion in Beirut sind weit mehr als 140 Menschen getötet worden; über 4000 Menschen sollen teilweise schwer, verletzt worden sein.  Man könnte meinen, dass es sich um einen Raketenangriff handeln könnte. Trump vermutete, dass es sich um eine Bombe handeln müsse… Auch schrecklich ist, dass angeblich 300.000 Menschen ihre Wohnung verloren haben.  Eigentlich völlig unvorstellbar.  Die Explosion war so stark, dass man sich im 250 Kilometer entfernten Zyern gespürt hat. Auf dem Erdbebenmessgerät im Land ist eine Erschütterung von 5 auf der Richter-Skala verzeichnet worden.  10 ist der Maximalwert…Ein mittelschweres Erdbeben ist durch die selbstverschuldete Explosion ausgelöst worden.

Chemie-Lager explodiert

Tatsächlich ist aber in einem Lagerhaus eine große Mengen, viele Tonnen von Ammoniumnitrat explodiert. Diese chemische Substanz ist die Grundlage für Raketentreibstoff und für Sprengsätze. Wie der Tagesspiegel schreibt war diese hochgefährliche Substanz herrenlos, nachdem ein Schiffseigner aus Georgien sich plötzlich in Luft aufgelöst hat,  als er gravierende Mängel an seinem Schiff reparieren lassen sollte.  Die Substanz Ammoniumnitrat wurde immerhin vom Schiff in das Lagerhaus verbracht und dort lagerte es über sechs Jahre.  Wohl mit wenig Aufsicht und Schutz darf man zurecht vermuten.

Warum das Lager explodiert ist, muss nun erforscht werden. Da es aber keinen Eigentümer gibt, weil die Chemiefässer herrenlos waren, wird die Forschung nach der Verantwortlichen  dazu führen müssen, dass die Behörden in Beirut offensichtlich nicht genug Sorgfalt haben walten lassen bei der Aufsicht dieses „Sprengstoff-Lagers“. Der Tagesspiegel schreibt trefflich: In Deutschland fällt die Handhabung von Ammoniumnitrat unter das Sprengstoff-Gesetz. Wahrscheinlich wird irgendein kleiner Verwaltungsbeamter angeklagt werden.

In der Geschichte der Chemie-Stoffe ist es immer wieder zu Explosionen mit Ammoniumnitrat gekommen. Der schwerste Schwerste wohl 1921.  4500 Tonnen des Gemisches wurden in Ammoniakwerk in Oppenau  zur Explosion gebracht und einen der größten Explosionsschäden der Geschichte verursachte: 561 Menschen verloren ihr Leben.

Chemie des Ammoniumnitrats

Ein wirklich schönen wissenschaftlichen Artikel über die Mächtigkeit von Ammoniumnitrat kannst du bei der Wissenschaftszeitschrift Spektrum der Wissenschaft nachlesen. Einfach hier klicken.  Der Auslöser der Explosion sollen wohl Schweißarbeiten in der Nähe gewesen sein- megadurchdacht so ein verantwortungsloses Handeln: sowohl in Bezug auf die Lagerung, die Nichthandlung des zuständigen Ministeriums und die Vorsichtsregeln um das Lager. Eine große Zeitung hat sogar geschrieben, dass Beirut bekannt ist für die Zwischenlagerung von Giftstoffen.

Trauer um die Opfer in Beirut

Ein Beirut wird die Zahl der Verletzten sicherlich noch steigen und die der Todesopfer.  Unser Mitgefühl und Beileid für die Betroffenen Familien.

Tatsächlich ist auch eine Deutsche Diplomatin bei dem Sprengstoff-Unglück ums Leben gekommen.

Wie die NZZ aus Zürich schreibt, gab es von der zuständigen Zollbehörde in Beirat 6 Briefe mit Warnungen, dass das Ammoniumnitrat nicht ordnungsgemäß gelagert sei. Die Briefe gingen an der Justizministerium. Fakt ist, dass die das Problem schön ignoriert haben und jetzt verantwortlich sind für den Tod von 140 Menschen. ( Quelle NZZ, link)

Internationale Hilfsangebot an Beirut

Insbesondere ist beachtlich, dass Israel, dass juristisch völkerrechtlich betrachtet sich noch im Kriegszustand mit dem Libanon befindet, auch deutliche Unterstützung der Verletzten angeboten hat.  Wie der Tagesspiegel in seinem ausführlichen Bericht schreibt trifft diese gigantische Katastrophe eines der ärmsten Länder in der Region. Stromausfälle von 20 Stunden seien Normalität. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Durch die Explosionen sind wohl auch die gesamten Hafenanlagen zerstört worden, das heißt, dass die Hilfsgüter, die per Schiff kommen, von diesen selbst entladen werden müssen, da die Hafenanlagen zerstört worden sind.  Zusätzlich ist Beirut auch von der zweiten Corona Welle heimgesucht, die das Wirtschaftsleben und die medizinische Versorgungssituation massiv herausfordert. Auf der Such nach belastbaren Zahlen zur Corona-Pandemie im Libanon findet man auf der Seite der John Hopkins University nichts. ( Quelle Tagesspiegel 5.8.20, link)

Hilfsangebot aus Israel

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter