aa -Tagesimpulse Berlin

Fahrrad-Tote Berlin

Fahrrad Tote
Written by Giovanni

In Berlin steigt die Zahl der Fahrrad-Fahrer, die durch LKWs umgekommen sind auf nunmehr acht, in Zahlen 8 Menschenleben, link.

Die politische, verkehrspolitische Forderung ist, dass man die Ampelphasen der Fußgänger, rsp Radfahrer entkoppelt von den Ampelschaltungen der Abbiegenden.  Blöder Weise haben die wenigsten Ampeln eine eigene Schaltung für eine Abbiege-Richtung.

Der einzig richtige Weg wäre die eo ipso unübersichtlich gebauten LKW, weil unförmig und in der ganzen formlosen Unermesslichkeit nicht in Gänze überschaubar mit elektronischen Abbiege-Assistenten auszustatten, die eine menschenunabhängige Zwangs, Not-Bremsung durchführen.  Irgendwie bewegt sich auf der Front allerdings relativ wenig bis gar nichts.

In Hamburg ist es auch im Mai zu einem tödlichen Fahrrad-Unfall durch einen LKW gekommen, der einen sehr jungen Mutter das Leben und den Seelenfrieden der Familie gekostet hat, link.

Fakt ist natürlich auch, dass eine ganze Reihe von männlichen Radfahrern sich null an die Verkehrsregeln halten. Wir wollen damit nicht sagen, dass die Fahrrad Rambos selbst schuld an ihrer Gefährdung sind.

Sehr hübsch ist auch das Projekt Radmesser in Berlin. Hier woll mit Sensoren gemessen werden, wie nah die Autofahrer an Fahrradfahrern vorbeiziehen und Überholen. Angeblich steht in einem Kommentar zum Verkehrsrecht 1 Meter bis 1.5 Meter.  Hier weiterlesen,

Wir zitieren aus  dem Berliner Mobilitätsgesetz aus 2018:

Berliner Mobilitätsgesetz Vom 5. Juli 2018*
Präambel
Dieses Gesetz schafft die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine in allen Teilen Berlins gleichwertige, an den Mobilitätsbedürfnissen von Stadt und Umland ausgerichtete, individuelle Lebensgestaltung, unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen und persönlichen Mobilitätsbeeinträchtigungen sowie von Lebenssituation, Herkunft oder individueller Verkehrsmittelverfügbarkeit. Die durch dieses Gesetz geregelte Mobilität umfasst die besonderen Anforderungen aller Mobilitätsgruppen, diejenigen der Fußgänger und Fahrradfahrer, des öffentlichen Personennah- sowie des Wirtschaftsverkehrs und des motorisierten Individualverkehrs, und sichert dabei den Vorrang des Umweltverbundes. Das Gesetz regelt für alle Mobilitätsgruppen die besonderen Ziele der Entwicklung, die Aufgaben und Zuständigkeiten, die Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Planung, Verkehrsführung und Information bei Baumaßnahmen, die Vorrangnetze sowie Erhalt, Sanierung und Finanzierung der jeweiligen Anlagen.
§ 1
Zweck des Gesetzes

(1) Zweck dieses Gesetzes ist die Bewahrung und Weiterentwicklung eines auf die Mobilitätsbedürfnisse in Stadt und Umland ausgerichteten und dabei stadt-, umwelt-, sozial- sowie klimaverträglich ausgestalteten, sicheren, barrierefreien Verkehrssystems als Beitrag zur individuellen Lebensgestaltung und zur inklusiven Lebensraumgestaltung sowie als unverzichtbarer Bestandteil einer funktionierenden zukunftsfähigen Metropolregion. Zweck des Gesetzes ist zudem die Gewährleistung gleichwertiger Mobilitätsmöglichkeiten in allen Teilen Berlins. Damit soll für alle Personen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben abgesichert werden.

(2) Zur Erreichung des in Absatz 1 genannten Zweckes sollen die verschiedenen Verkehrsmittel mit ihren spezifischen Stärken zum Einsatz kommen, um das Gesamtsystem im Hinblick auf die Anforderungen der Zukunft zu optimieren.

(3) Das Land Berlin verfolgt das Ziel, sich weiter als Innovations- und Entwicklungsraum zu etablieren und innovative Mobilitätskonzepte und Verkehrsangebote zu erproben und zu nutzen.

(4) Das Land Berlin verfolgt im Rahmen des geltenden Rechts die in den nachfolgenden §§ 3 bis 15 formulierten Ziele bei der Aufstellung und Umsetzung der in diesem Gesetz geregelten Planwerke.

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About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter