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Fleisch-Produktions-Label

Fleisch_Produktions_label
Written by Giovanni

alle großen Discounter Ketten für Nahrungsmittel haben sich einschlossen ein neues Label für die Haltungsbedingungen der Tiere einzuführen, dass auf den Verkaufsverpackungen zu finden ist. Die Berliner Morgenpost schreibt: „Packungsaufdrucke mit der Aufschrift „Haltungsform“ sollen künftig bei Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny und Rewe zu finden sein – für Rinder- und Schweinefleisch sowie Geflügel.

Diese vier Stufen sieht das neue Fleisch-Siegel vor:

  • Die Stufe 1 „Stallhaltung“ entspricht nur den gesetzlichen Anforderungen
  • Bei Stufe 2 „Stallhaltung plus“ haben die Tiere unter anderem mindestens zehn Prozent mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial
  • Stufe 3 „Außenklima“ garantiert Tieren noch mehr Platz und Frischluftkontakt
  • Bei Stufe 4 „Premium“ haben die Tiere außerdem Auslaufmöglichkeiten im Freien. Auch Biofleischsoll in diese Stufe eingeordnet werden.

Wenn man die Stufen sich anschaut, merkt man schnell, wie die Industrie der Nahrungsmittelproduzenten die Lebensqualität von Tieren einschränkt. Stallhaltung plus.  Alle Formulierungen sind so ausgetüftelt, dass der Käufer denkt mit Stufe 2 wäre er schon ganz weit vorne, was nicht der Fall ist.

ethische Einordnung der Bewegung der Transparenz der Produktionsbedingungen von Fleisch

Wir finden ein kluger und angemessener Weg den Verbrauchern, sprich Kaufentscheidern deutlich zu machen, dass super günstige Preise in der Fleischindustrie nur dann erzielt werden können, wenn die Haltungsbedingungen nicht artgerecht sind.  Artgerecht ist selbstverständlich ein sehr dehnbarer Begriff.  Massentierhaltung heißt aber, dass die armen Schweine in riesigen Ställen mit fast keinem Bewegungsspielraum gehalten werden und so das Schweinesteak auch nur 1.99 € kostet.

Aufforderung für Deine Lebensführung mehr Geld für nachhaltig produziertes Fleisch auszugeben

Wer mehr wert auf einen verantwortlichen Umgang mit der Welt und den uns umgebenden Mitgeschöpfen legt, der sollte sich auch entschließen mehr Geld zu investieren für seinen Fleischkonsum, damit die Tiere halbwegs artgerecht, sprich tierwürdig aufwachsen und leben können.

Status quo Tierproduktion in 2018

Die Hamburger Verbraucherzentrale schreibt im Sommer 2018, dass weit über 90 % der im Handel überprüften Fleischwaren kein Siegel einer nachhaltigen Aufzucht unter Bioqualität aufgewiesen habe.

weiterführende Informationen

Einen Grundsatzartikel über die Fleischproduktion haben wir im Herbst 2018 geschrieben, hier weiterlesen.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter