Lebensfreude Lebensführung

flower power flow

flowerpower
Written by Giovanni

Flower Power

Die Flower Power Bewegung ist in der Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden in den USA. In den 60er Jahren wurde sie immer wichtiger. Der geistige Grundkosmos ist aber auch heute im 21. Jahrhundert wichtig. Gerade wird heiß diskutiert, dass die Generation Y nicht mehr arbeitsgeil ist und geldgeil, sondern Lebensqualität als oberste Priorität hat. Lebensqualität heißt genug Geld zum Leben zu haben, aber nicht um jeden Preis zu arbeiten und schon gar nicht bis zum Umfallen zu arbeiten.  Ziel des Lebens ist ein glückliches Leben und nicht ein arbeitsüberlagertes Leben, das am Ende des Tages, wenn der Tod unabweislich kommt, nichts als lächerliches Geld gebracht hat. Hier können wir feststellen, dass die Lebensführungs-Richtungsweisung der Hippies vor 60 Jahren uns heute gedanklich immer noch fesselt und zum Glück eine neue wirkmächtige Lebensmaxime zu werden scheint. Spannend an dieser Flow-Bewegung ist, das die Anhänger die ganzen Systemimperative ihrer Eltern über Bord geschmissen haben, und auf der Suche waren ein neues Leben zu erfinden. Das gelang ihnen auch großteils.

Im Jahr 2014 habe ich von einem sehr jungen Mädel erfahren, dass es im Urwald von Mexiko, rsp. Lateinamerika hochgeheime Kommunitäten gibt, deren Grundansatz das Lebensglück ist, ohne Geld zu leben. Die Menschen treffen sich dort auf eine bestimmte Zeit, 6 Monate oder ähnlich und leben ganz im Raum-Zeit-Kontinuum, ganz ohne Befehlshaber. Kein Befehlshaber der Zeit und Uhren-Diktaturen. Kein Diktator der Wertschöpfung, kein Diktator des Tauschhandels von Geld gegen Ware. Jeder bringt seine Arbeitskraft in das Camp ein und bei einer angenommen Gleichverteilung kommen alle gut aus und sind glücklich. Flower Power Flow im 21 Jahrhundert.

Bildrechte pixabay CC unsplash


flower power man

Wikipedia schreibt über die Hippie Bewegung:

Als Hippies (abgeleitet von englisch hip ‚angesagt‘)[1] bezeichnet man Personen der gegenkulturellen Jugendbewegung, die in den 1960er Jahren in den USA entstand und sich an den Lebensstil der Hipster der 1950er Jahre anlehnte. Einige der ursprünglichen Hippies trugen ihre Kultur 1967 symbolisch zu Grabe, als die Hippiekultur mit dem Summer of Love von derNischen- zur Massenkultur wurde und eine dominante Jugendkultur blieb, bis sie im Laufe der 1970er Jahre von Punk, Metal und Hip-Hop abgelöst wurde. Der Kern der Hippiezeit war in den Jahren von 1965 bis 1971. In den 1980er Jahren ging die Hippiekultur in den alternativen Bewegungen auf und beeinflusste auch neue Subkulturen und Szenen. Besonders hervorzuheben unter den modernen Ausläufern der Hippiekultur sind die „Rainbow-Gathering-Bewegung“, bestimmte Musikfestivals und die Goa– oder „Hippietranceszene“.

Bewegung

Die von San Francisco ausgehende Hippiebewegung[2] stellte die ihrer Meinung nach sinnentleerten Wohlstandsideale der Mittelschicht in Frage und propagierte eine von Zwängen und bürgerlichen Tabus befreite Lebensvorstellung. Im Vergleich zur 68er-Bewegung und den Gammlern dominierten dabei stärker gemeinschaftliche (Selbstverwirklichung) als gesellschaftspolitische Konzepte, teilweise überschnitten sich die Ideale der Bewegungen. „Denn anders als die Gammler wollten sie nicht nur dem Leistungsdruck der Gesellschaft entfliehen, sondern zugleich neue, menschlichere Lebensweisen und Umgangsformen finden.“[3] Die Idee von einem humaneren und friedlicheren Leben wurde mit dem – oft synonym zur Hippiebewegung verwendeten – Schlagwort Flower-Power (englisch für „Blumenmacht“) belegt, das 1965 vom US-amerikanischen Dichter Allen Ginsberggeprägt wurde. Diese Ideale wurden versuchsweise in neuartigen, oft ländlichen Kommunen umgesetzt.

Die an Henry David Thoreau geschulte Naturverbundenheit und die Konsumkritik der Hippies führte zur Herausbildung einer eigenen Gegenkultur, die sich den bestehenden gesellschaftlichen und politischen Normen und Werten verweigerte und entsprechende Ansätze der Beat Generation seit den 1940er Jahren, William S. Burroughs, Neal Cassady, Charles Plymell, Jack Kerouac, Allen Ginsberg unter anderem weiterführte. „[…] im Nonkonformismus der Beat Generation der 1940er Jahre, werden die wesentlichen Aspekte der Hippie-Bewegung thematisiert: die Friedensbewegung, freie Liebe, Drogenkonsum, fernöstliche Religionen […].[4]

Gerade in der Spätphase sind die Grenzen zum New Age fließend. Insoweit handelt es sich bei Teilen der Hippiebewegung um ein Übergangsphänomen von den rationalistischen Fortschrittserzählungen der Moderne (zum Beispiel: 68er-Bewegung, Sozialismus) hin zur Neomystik der Postmoderne (unter anderem: New Age, Neuheidentum). Die Hippiebewegung fand ihren gesellschafts-politischen Höhepunkt in der Friedensbewegung gegen denVietnamkrieg und prägte um 1967 das Motto Make love, not war. „Seit ihrem Auftauchen sind die klassischen jugendlichen Subkulturen im Guten wie im Schlechten stets Vorboten sozialer und gesellschaftlicher Umbrüche gewesen“.[5]

Hippies wurden von konservativen Kreisen und dem Mainstream als Arbeitsscheue, Gammler, Chaoten und Langhaarige diffamiert.[6] Sie wurden als Aussteiger betrachtet, die sich dem Leistungsprinzip und den bürgerlichen Konventionen und Moralvorstellungen nicht unterwarfen, sondern entzogen, in Kommunen auf Ibiza, in Indien (Goa), Marokko oder auf den griechischen Inseln. Ihnen wurden häufig, im abwertenden Sinne, pauschal politische Bestrebungen wie Sozialismus, Anarchismus oder Kommunismus unterstellt, obwohl es durchaus anarchistische Tendenzen innerhalb der Hippiebewegung und der Gegenkultur gab, jedoch keine staatskommunistischen oder -sozialistischen Interessen und Ideologien. „Das Ziel der Hippies war eine antiautoritäre und enthierarchisierte Welt- und Wertordnung ohne Klassenunterschiede, Leistungsnormen, Unterdrückung, Grausamkeit und Kriege.“ (Walter Hollstein[7])

Ein wesentlicher Einfluss auf die Bewegung wird von vielen Beobachtern den halluzinogenen Drogen zugeschrieben, insbesondere LSD. Erfahrungen aus LSD-Trips gingen in die Kultur, Philosophie und Politik der Bewegung ein. Nachdem die Substanzen verboten wurden, verlagerte sich die Produktion in Untergrundlabors. In zahlreichen Musikstücken und Filmen wurden LSD-Erfahrungen verarbeitet, auch in der breiten Öffentlichkeit und in der Wissenschaft waren sie ein Thema. Auch der ehemalige Psychologieprofessor Timothy Leary war hier Wegbereiter. Er gründete eine Kommune von Berkeley aus. Auch später wurde LSD-Konsum immer wieder in der populären Kultur thematisiert.

Oftmals stellten Hippies eine Bohème dar, wie im Viertel Greenwich Village in New York, wo Hippies als Subkultur Orte des Undergrounds schufen. Künstler wie Robert Crumb, Musiker wie Janis Joplin, Jimi Hendrix, Melanie Safka und Jim Morrison, Aktivisten wie Ken Kesey, Allen Ginsberg, Bands wie Grateful Dead, Beatles, Rolling Stones, The Who, Santana oder Schauspieler wie Peter Fonda oder Arlo Guthrie zeigen unterschiedliche Facetten der pluralen, heterogenen Hippie-Bewegung.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter