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Früchte des Zorns

Früchte des Zorns Thalia Theater 23.01.2016

Das Theaterstück Früchte des Zorns ist relativ dumpf geschrieben, kaum einen plot, kaum spannende Dialoge und kaum weiterführende Gedankenebenen. Schlicht und descriptiv. Warum das Thalia Theater  das inszenieren wollte und mußte bleibt einem völlig schleierhaft.

meine Mail an die Dramaturgie des Thalia Theaters:

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ich hab ja nur Philosophie und Jura studiert, aber was an dem Stück „Früchte des Zorns“ an Gedankentiefe, Dialogstärke und elaborierter Sprache zu finden sein soll, blieb mir gänzlich verborgen.Mir fehlt in dem Stück der große Antagonist, die Kraft, an der sich die Protagonisten profilieren und abarbeiten können. 

Wenn man die „Geworfenheit des Seins“ der Reisenden und dero Fahrnisse als Topos benennt, dann finde ich den Gedankenschatten relativ übersichtlich kurz.

Daß eine Reise hart und entbehrungsreich sein kann, ist jetzt nicht wirklich ein Gedankenbrunnen, der mich umwirft. Daß auch mal jemand stirbt, weiss man von jedem Reisebericht, ob es Kolumbus Segeltouren, Magellan Weltumsegelungen oder die Arktisexpeditionen des letzten Jahrhunderts sind.

Freue mich auf die nächste Premiere ! Viele Grüße aus Nienstedten

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Die Schauspieler waren engagiert, das Bühnenbild nicht besonders aufwändig, aber hübsch.

Auf jeden Fall kann man dem Stück auf einer Skala von 0 bis 15 Punkten bestenfalls drei Punkte geben. Mit anderen Worten klare nicht-kauf-Empfehlung.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter