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Fugungen

Essay über Fugen

Woher kennen wir den Begriff Fugen?   In der klassischen Musike bezeichnet eine Fuge eine schön durchkomponierte Klanglichkeit. wiki schreibt:

Die Fuge (von lateinisch fuga „Flucht“) ist ein musikalisches Kompositionsprinzip polyphoner Mehrstimmigkeit. Kennzeichnend für die Fuge ist eine besondere Anordnung von Imitationen zu Beginn der Komposition: Ein musikalisches Thema wird in verschiedenen Stimmen zeitlich versetzt wiederholt, wobei es jeweils auf unterschiedlichen Tonhöhen einsetzt (in der Regel abwechselnd auf dem Grundton und der Quinte).

Fugen in der Handwerkerswelt  sind Verbindungen zwischen Bauteilen, bzw Baumaterialien.  Es gibt auch Bauwerke, kleine Feldmauern in den Alpen, die keine Fugen aufweisen, die mit Mörtel gefüllt sind, sondern die Steine aufeinander ruhen und so gefügt sind, dass sie ohne Verbindungsmörtel auskommen, Dennoch entsteht eine Fuge, weil die Bausteine keine sich fügende Oberfläche haben. Wenn man Bausteine, Holzpanele zum Beispiel bei einem Parkett aufwändige auf Form passt, können Gestaltmuster entstehen, die quasi fugenlos in einander übergehen. Also sind Fugungen manchmal notwendig, Badezimmer Fugen, manchmal obsolet.

Stossfuge

Bildrechte WIKI Von I, Parpan05, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2467238

Wiki schreibt:

Eine Fuge ist im Bauwesen ein gewollter oder toleranzbedingter Spalt oder Zwischenraum zwischen zwei Bauteilen oder Materialien. Je nach Lage der Fuge kann sie neben ihrem bautechnischen Zweck auch der Gestaltung dienen. Als Fugenbild bezeichnet man Anordnung und Aussehen der Fugen auf einer bestimmten Oberfläche, wie Mauerwerk oder Fliesenböden. Das Fugenbild wird beeinflusst von der Form der verwendeten Steine bzw. Fliesen, dem verwendeten Fugenmaterial, der Fugenfarbe und der Ausführung der Fuge. Fugenschnitt bezeichnet ornamentale Fugen zur Gestaltung eines Bauwerks.

Über die Wesenheit von Fugen

Ob Fuge wortstammlich mit Fügung eine Verwandschaftsbeziehung hat?  Zumindest fühlt sich das träumerisch so an.  Was gefügt ist, ist sturmwindfest verankert im Sein.  Aber was ist schon festgefügt in Zeiten des stetigen Wandels.  Schon im Mittelalter gab es den Gedanken „mutatis mutandis“ -> mit den notwendigen Änderungen, unter Abänderung des zu Ändernden, nach Anpassung an die neuen Umstände . Die  Welt und det Sein ist bedingungsnotwendig nicht statisch, wie die reinen Ideen, Platon, sondern ein ständiger Veränderungsprozeß.  So sind die gefügten Steinwälle der Chinesischen Mauer vielleicht noch im 21. Jahrhundert vorhanden, aber wenn man sie nicht schützt vor den Unbill der Wettereinflüssen, wird sie in 1000 Jahren wohl nicht mehr stehen.  Uns Menschen sind Fügungen gegeben, das Herkommen aus der Ursprungsfamilie und Fügungen von oben. Gleichzeitig lehnen wir einen absoluten Fügungsgedanken, Prädestinationslehre, alles ist von Gott gefügt, ab. Er war im Mittelalter sehr gern von der Kirche genommen, der Gedanke, um die unerträglichen ausbeuterischen Wirtschafts- und Lebensverhältnisse zu rechtfertigen.  Die Kirche war bekanntlich Vorteilsnehmer als Klerus, der diverse Pfründe und Ländereien besaß, um das wertschöpfende Volk, Bauern und Handwerker, auszubeuten, die oftmals keine Freien Bürger waren, sondern Leibeigene. Insofern war der Fügungsgedanke durch eine höhere Macht eine Gedankenbiege und Vorwand, um die Abgaben und Steuern zu rechtfertigen. Das Himmelreich und Leben nach dem Tod wurde verkauft und konnotiert mit dem freien, erfüllten und unbelasteten Leben.

Wir Menschenkinder haben es in unserer Macht Fugen zu setzen, Fügungen zu fügen und nicht gefügt zu werden.

Gefügig machen ist ein Gedanke aus den Terror-Regimen dieser Welt – Türkei, NAZI Deutschland, Pinochet.

Die Fuge Gesamt-Deutschland

Manche Fuge will nicht so recht heilsam ins Eins werden, wie die immernoch spürbare Divergenz und Dissoziation zwischen der BRD und der DDR.  Ein Gesamtdeutschland als Nation sollte gesamtgeschichtlich mit 2000 Jahren Tradition schnell eins werden. Doch leider gibt es immer noch Dunkeldeutschland, DDR und West-Deutschland, der Arbeitsplatzschaffer und Innovationsführer.  Mecklenburg-Vorpommern entvölkert sich zusehends, weil alle jungen Menschen nach Berlin oder Hamburg ziehen. Man sagt, dass es eine ganze Generation brauche, um diese Gedanken-. und Sozialisations-Fuge bis zur Unsichtlichkeit der Eins-Seins sich verströmen könne.  Das nimmt auch kein so großes Wunder, denn die Prägung im Kindheitsalter durch den angewandten Sozialismus hat natürlich Ideenbilder im Kopf verankert, die quasi unauslöschlich für das GUTE im Gedankenkostüm eingewoben sind.  Der Böse kapitalistische Feind hat zwar gewonnen im Kampf der Wirtschaft und die DDR mußte Konkurs anmelden und gleichzeitig kapitulieren, aber, so der Keim im Gehirn der DDR Bewohner,  der Sozialismus ist eigentlich das bessere System.  Wenn man bedenkt, welche Ausformungen der DDR Sozialismus hatte, mit der STASI und den Politiker-Kasten-Villen Siedlungen bei Berlin, dann fragt man sich als West-Deutscher, warum das Gedankengift immer noch so starke Idealisierungskraft hat.

Knochenfugen

In der Entwicklung des Menschen werden die Knochenfugen bis zum Erwachsenenalter geschlossen durch den Aufbau neuer Knochenstrukturen. So können Archologen anhand der Skelett-Muster das Alter Verstorbenen schätzen.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter