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Happy End Bestattungsmesse

Bestattungsmesse Hamburg
Written by Giovanni

Die Bestattungsmesse „Happy End“- link– im Hamburger Bestattungsforum, link,  auf dem Ohlsdorfer Friedhof, link, Mitte November 2019 war ein mit großer Resonanz gesegnet. Circa 500 Menschen haben den Weg in das Krematorium gefunden, dass nach dem Umbau vor ein paar Jahren auch gleichzeitig Cafe ist und drei modernste Trauerfeierhallen anbieten kann. Unter anderem auch die größte Trauerfeierhalle in Hamburg, in der bis zu 400 Menschen Platz finden. Sie trägt den Namen „Fritz-Schumacher-Halle“, weil der berühmte Hamburger Architekt dieses funktionale Bauensemble in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts geschaffen hat. Alle großen Persönlichkeiten, die in Hamburg auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt wurden, und bei der viele Trauergäste zu erwarten waren, haben diese Trauerfeierhalle als letzten Ort des Abschieds genutzt. Mit den schönen bunten Fenstern und der spitzdachförmigen Deckengestaltung lehnt sich die Halle stark an die sakralen Kirchenbauten der Vorvergangenheit an, obwohl sie erst 1932 erbaut wurde, link.

Bei der Bestattungsmesse waren ca. 500 Menschen. Es buntes Programm wurde durch die sehr unterschiedlichen Aussteller dargeboten . Besonders beeindruckend fand ich den Urnenhersteller aus Holland, link, und die italienische Anbieterin von Urnen, die echte Intarsienarbeiten in Holz anbietet,link. Diese echten Kunsthandwerksarbeiten sind allerdings richtig kostenintensiv und haben den Charakter von Schmuckschatullen. Wie mir die Vertreterin verriet, gibt es Bestatter in den tiefen Alpen, die fast ausschließlich dieses wundervollen Urnen verkaufen. Da ist die Bestattungskultur noch unhinterfragt in Ordnung und nicht von der Spar-Mentalität zerfressen.

Auch der Friedhofsförderverein des Ohlsdorfer Friedhofs,kurz FoF genannt, bei dem ik auch Mitglied bin, hatte einen Stand, link. Der Ohlsdorfer Friedhof hat einen spannenden Vortrag gehalten mit vielen Gästen. Es wurden den ganzen Tag unterschiedlichste Vorträge gehalten. Auch das GBI hat einen Vortrag über die Wesenszüge der Bestattungs-Vorsorge durchgeführt.

Krematoriumsführungen -Bestattermesse Hamburg

Es gab auf der Bestattermesse   begleitende Krematoriumsführungen, wobei der echte Kremationsbetrieb am Wochenende still steht. Die Krematoriumsführungen erfreuten sich großer Beliebtheit. Wahrscheinlich, weil für den Laien diese Welt der Einäscherung oder Kremation eine terra incognita darstellt und man gerne auch diese Dunkelwelt erkunden möchte. Und vielleicht, um sich ein eigenes Bild zu machen, ob man den Gang ins Feuer für eine Feuerbstattung wählen möchte für seine Bestattungs-Vorsorge. Aus Holland hören wir, dass dort ganze Busladungen aus Deutschland zu den Krematorien fahren, und das keine spleenige Ausnahmeerscheinung ist, sondern ein beliebtes Ausflugsziel im Grenzgebiet in West-Deutschland.

Stiftungs-Gründung -Bestattermesse Hamburg

Auch sehr spannend war der Stand der Hamburger Sparkasse. Die Sparkasse hat ein eigene Beratungseinheit, die sich um die Gründung und Betreuung von Stiftungen kümmert, link. Ich hab mich informiert, was man braucht, um eine Stiftung zu gründen. Das ist nur ein gutes Finanzierungskonzept, und eine Zielrichtung, sprich Satzungszweck und natürlich ein Stiftungs-Kapital. Viele Stiftungen konnten in der Normalzinsphase positiv für die Hamburger Gesellschaft wirken, weil aus den Zinserträgen die Förderprojekte finanziert worden sind. In Zeiten der Niedrigzinsen fällt das deutlichst schwerer.

Bestatter auf der Bestattermesse

Das GBI , link, hatten den schönsten Bestatter-Stand, bei dem Sekt ausgeschenkt wurde. Nun fragt sich der geneigte Besucher, warum das GBI dieses Getränk für Parties darbot. Die Idee der neuen Werbekampagne des GBI ist, dass man Trauerfeiern a) wichtig nimmt und b) den Charakter der Trauerfeiern positiv(er) gestaltet. Oder zumindest mit einer positiveren Einstellung verortet. Beim GBI Stand wurden sehr viele Gespräche über Bestattungs-Vorsorge geführt. Ein kluger Weg seine Endlichkeit apriori zu ordnen und selbst zu bestimmen. Das GBI hat das beste Angebot in der Stadt mit einer zeitunbegrenzten Preisgarantie und Bankbürgschaft, link. Das GBI feiert 2020 sein 100jähriges Bestehen – ein echtes Hamburger Original.

Blumenmeer auf der Bestattermesse

Auch beeindruckend war die Ausstattung der der Fritz-Schumacher-Halle mit den Blumenkreationen der Firma Kühn, link. Die ganze, riesige Halle wurde von den beeindruckenden Blumen-Bouquets  dominiert, die sich nicht nur im „Altarraum‘ befanden, sondern auch zwischen den Kirchenbänken.

Hospizvereine auf der Bestattermesse

Auch der Hospizverein OMEGA e.V.  aus Norderstedt hatte einen schönen Stand, link. Omega macht im Dezember einen schönen Vortrag über den Wandel der Bestattungskultur, link.

Grabsteine -Steinmetz-Innung auf der Bestattermesse

Die Steinmetz-Innung hatte auch einen hübschen Stand mit einer wunderschönen Eule, aus Stein gehauen. Steinmetze gibt es bekanntlich schon seit Jahrhunderten und auch in diesem Bereich kann man deutlich mehr an Individualität für Grabsteine einfordern und bekommen, als man vorderhand sich vorstellen kann, bzw. angeboten bekommt. Gute Steinmetze haben zunächst ein intensives Beratungsgespräch, bevor das Kunstwerk in bestern Handwerkskunst produziert, wird. Ich empfehle die Werkstatt von Herrn Glink von Glink und Bentin, link. Ein sehr guter Künstler ist der Meister Glink und seit über 20 Jahren betreibt er sein Geschäft erfolgreich und verantwortungsvoll.

Bestattungsmesse Hamburg- Urne Holland

Bildrechte Institut für Lebenskunde, 2019

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter