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Herzkammer Sein

über die Wesenheit der Herzkammer

Dieses wunderschöne Foto von Conny Jenckel, einer Freundin aus Aumühle, muss man sich auf der Zunge der Augen zergehen lassen und sehen, was in der wärmend rotenhimmligen Blase zu sehen ist. Dort ist ein Motiv gefangen, dass in der Kunstgeschichte unter dem Topos „Bild im Bild“ abgehandelt wird.

Gefühle werden in der Herzkammer geboren

Die Herzkammer birgt unsere innerste Wesenheit der Gefühle. Das Herz pulst die Gefühle, auch wenn sie in Wahrheit wohl aus dem Gehirn kommen, oder, so die gängige analytische philosophische Theorie- philosophy of mind-  aus der Ganzheitlichkeit aller Zellen des Körpers, dem Geist und der Seele. Das Bild zeigt Außenräume, die unser Selbst umgeben, und Nahräume, die unsere Kreise bestimmen. Die Nahräume sind unsere Freundinnen und Freunde. Die dunkelgraue Masse ist unsere sonstige Umwelt, mit der wir ständig interagieren, und die uns zu interagieren sucht durch Millionen von Werbeimpulsen. Wie sagte der Geschäftsführer von RTL so schön, Dr Thoma: „TV ist für mich die Schaffung von Spannungsfeldern der Unterhaltung damit das Wesentlich gut angenommen wird: Die Werbefenster“. Darauf könnte man eine ganze Kulturtheorie gründen.

Gefühle sind die Lebenskerne für eine gute Lebensführung

Aber viel schöner, als sich artifiziellen Gefühlswellen aus der Konserve, den Drehbuch-Konserven und Konserven-3b-Schauspielern,  zu begnügen, die schon Walter Benjamin in seiner Kulturtheorie vor 100 Jahren geißelte -“ Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“- ist es sich mit echten Herzräumen von echten Menschen auseinander zu setzen. Deswegen wirf den TV auf den Müll, und widme Dich dem Wesentlichen des Lebens:

Der Gefühls-Entwicklung, Gefühls-Beherrschung, und Besegelung des Gefühls-Landes

Am Ende des Tages zählen sicherlich nicht in unendlichen TV-Serien, die in dein Gehirn eingedrungen sind, wie eine Droge, sondern die Freundschaften, die an Tiefe und Intensität über die Jahre zugenommen haben. In meinem persönlichen Freundinnenkreise sind die Kontakte nicht häufig, aber dafür intensiv.  Häufigkeit ist kein Kriterium für Qualität und Intensität und es zählt das Wissen um die Verbundenheit, dass gleichzeitig eine Urvertrauen in die Behütetheit des Lebens bergen und festigen kann. Das „Dialogische Prinzip“ hat der Theologe Martin Buber  seine Theorie der Gedankenverwindung und Verknüpfung genannt und Kleist hat sich ebenfalls dafür eingesetzt, zusammen zu denken, hier klicken. „Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden“. Selbstverständlich ist es viel schöner mit Herzensmenschen zu reden, die dann gleich die Qualität des Lieblingsmenschen ergattern können. Wenn zwei Herzensmenschen reden, eröffnen sich neuen Gedankenblumen und es erwächst ein unendlich reicher Garten und Schönheit des Lebens und des Seins. Im Gedankenbrunnen der Gegenseitigkeit sprudelt das Sein, das rückgebunden ist an Deine Seele und Dein Herz, welches die Gefühle in Deinem Leben evoziert. Das könnte eine passable und signifikante Weg-Bewegung zum Glück sein.

Unerträgliche Leichtigkeit des Seins, versus Leichtigkeit des Seins

Über die Subjekt-Objekt-Spaltung zwischen Sein und Selbst sind in der wissenschaftlichen Philosophie schon viele Bücher geschrieben worden. Milan Kundera hat sich dem Thema Leichtigkeit des Seins auf wundervolle in seinem Weltliteratur-Roman gewidmet – hier weiterlesen.

Herzkammer Sein

 

Bildrechte Conny Jenckel, 2017

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter