aa -Tagesimpulse Übergänge

Hospiz Volksdorf Hamburg

Hospiz Volksdorf Hamburg – das sehr gut geführte Hospiz im Hamburger Nord-Osten

Das Volksdorfer Hospiz kenne ich super gut, weil ich drei Jahre dort im Redaktionsteam der Hauszeitung für das Volksdorfer Hospiz ehrenamtlich gearbeitet habe. Architektonisch finde ich den Innenhof besonders schön, einem römischen Atrium gleich, der es den  ermöglicht die Patienten an die frische Luft zu fahren, oder zu gehen, windgeschützt und sonnendurchflutet – lebensflutend in die Endlichkeit des Lebens.

Geleitet wird das Hospiz in Hamburg von Pastor Hausberg. Das Hospiz gehört zu dem Gesundheits- Krankenhauskonzern Albertinen Gruppe. Es ist noch relativ neu, ca 7 Jahre alt und zeichnet sich durch eine extrem gute Personalführung, schöne Zimmer und gute Palliativ Care Gedankenräume aus. Das Hospiz hat 16 Betten und bietet Angehörigen die Möglichkeit auch ebendort zu übernachten. Im Dach befindet sich der Verwaltungstrakt. Das Hospiz steht unter seelsorgerischer Leitung von Pastor Hausberg, den festangstellten Pastoren der evangelischen Kirche und dem Ehrenamtlichen Team.

Hier ist die website des Volksdorfer Hospizes in Hamburg.

Wenn du einen Einblick in die moderne Gestaltung bekommen möchtest, dann bitte hier klicken.

Das Hamburger Abendblatt hat 2010 über den flow im Volksdorfer Hospiz geschrieben, link. Titelzeile lautet: „Mit Demut den Augenblick genießen“.

2018 10 Jahre Volksdorfer Hospiz

Im Frühjahr wurde mit einem kleinen Festakt am Albertinen- Krankenhaus das 10jährige Bestehen des Volkdorfer Hospizes begangen. Schöne Reden wurden vorgetragen und Pastor Hausberg bedankte sich bei seinem Team.  Wenn du in die Albertienen Broschüre 2018 klickst, link, kannst du auf den Seiten 18/19 etwas über die 10 Tätigkeitsjahre lesen.

Update 2019 Volksdorfer Hospiz

Ich habe immer noch guten Kontakt zu Pastor Hausberg, der mir berichtete, dass sein Hospiz immer besser in Hamburg verwurzelt ist. Es gibt deutlichst mehr Anfragen, als Patientenbetten. Das ist für die Sterbenden sehr traurig. Allerdings spricht nichts dagegen sich auf die Warteliste von verschiedenen Hospizen setzen zu lassen.

Die Verweildauer in Hospizen wird qua Entwicklung der ambulanten Palliativversorgung immer kürzer.  Das ist eine Entwicklung, die Hamburger Hospize nicht unbedingt begrüßen, denn es braucht auch eine Zeit des Ankommens in einem Hospiz. Wenn die Gäste, Patienten innerhalb von 24 Stunden versterben, kann die Wirkungstiefe und Sorgemacht eines Hospizes keine volle Kraft entfalten, bzw. aus Sicht der Patienten ist die Transport unter Umständen anstrengender, als die Verweildauer-Qualität in einem Hospiz. Daher würden es die Hamburger Hospize es begrüßen, wenn der Entschluß ins Hospiz zu kommen, ein klein wenig eher gefaßt wird.  Doch Obacht: Die Entscheidung ins Hospiz zu kommen ist nicht alleine von Deinem Willen und Entschlußkraft abhängig, sondern es bedarf einer medizinischen Eingangsindikation, die durch einen Arzt attestiert werden muß.

gesetzliche Ausschlußklausel Hospiz

Der deutsche Gesetzgeber hat eine Ausschlußklausel bei der Pflegekosten-Regelung verankert, die unter Hospizlern umstritten ist. Die Regel lautet: Wer einen Platz in einem Altenheim, Seniorenheim hat, darf nicht in ein Hospiz überwiesen werden. Des Gesetzgebers Idee zu der Regelung ist, dass jedes Altenheim so aufgestellt sein muss, dass es innerhalb seiner Mauern und Zimmern eine gute palliative Versorgung garantieren muß

Trägerschaft des Volksdorfer Hospizes hat sich vergrößert

Ganz spannend ist  der Rahmen, auf dem das Hospiz getragen wird.  Im Zuge der gesamtwirtschaftlichen Verflechtung hat sich die Albertinen Gruppe zusammengetan mit einem anderen sehr sehr großen und mächtigen Konzern: der Immanuel Diakonie Berlin. Der Zusammenschluss wurde zum 1.1.2019 besiegelt und durchgeführt: Zitat von der neuen Website:

„Die Immanuel Albertinen Diakonie, die am 1. Januar 2019 aus dem Zusammenschluss des Albertinen-Diakoniewerks in Hamburg und der Immanuel Diakonie in Berlin hervorgegangen ist, stellt sich dieser Aufgabe in insgesamt sieben Bundesländern:

  • in unseren Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Medizinischen Versorgungszentren, Praxen und therapeutischen Angeboten
  • in unseren Pflegeeinrichtungen, Hospizen, dem Betreutem Wohnen und Servicewohnen und den ambulanten Angeboten
  • in den Einrichtungen der Behinderten- und Suchtkrankenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe und in der psychosozialen Beratung
  • mit Beratungsangeboten, Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung und vielen ergänzenden Dienstleistungen.“

Neues Hospiz in Norderstedt

Ein ähnlich gebautes Hospiz, wie das in Volksdorf wird in absehbarer Zeit in Norderstedt gebaut. link. Die Beschreibung ähnlich gebaut trifft deswegen zu, weil die Pläne des gleichen Architekten des Volksdorfer Hospizes für Norderstedt genutzt werden. Außerdem ist der gleiche Träger, die Albertinen-Gruppe vorgesehen und auch der gleiche Geschäftsführer: Pastor Hausberg. Eine bessere Wahl hätte man nicht treffen können.

Volksdorfer Hospiz

 

Zitat aus der website zum Leitbild:

Leitbild und Konzeption

Das Diakonie-Hospiz Volksdorf möchte unheilbar kranke Menschen so unterstützen und begleiten, dass sie ihr Leben solange wie möglich in eigener Verantwortung und nach eigenen Wünschen gestalten können.

Als christlich-diakonische Einrichtung wollen wir den Menschen, die zu uns ins Hospiz kommen, empathisch, liebevoll und mit unbedingter Wertschätzung begegnen und dienen. Diese Grundhaltung gewinnen wir aus dem Menschenbild christlichen Glaubens. Dies beinhaltet unter anderem, dass jedem Menschen eine unantastbare Würde durch Gottes menschenfreundliche Liebe verliehen ist.

In das Diakonie-Hospiz Volksdorf können alle sterbenden Menschen aufgenommen werden, unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen oder religiösen Herkunft.

„Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn: Dass der eine dem anderen Rast gebe auf dem Weg nach dem ewigen Zuhause.“ (Romano Guardini)

Wir teilen die Grundhaltung der Hospizarbeit: „Die persönlichen Wünsche und körperlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnisse des sterbenden Menschen stehen im Mittelpunkt.“Unsere Begleitung soll für die betroffenen Menschen Hilfe sein, um mit den Grenzerfahrungen und Belastungen einer unheilbaren Krankheit und des Sterbens so umgehen zu lernen, dass gerade diese Zeit als lebenswert und sinnvoll erfahren werden kann. Begleitung im Sterben heißt: Hilfe zum Leben – zum Leben bis zuletzt – und in Würde sterben dürfen. Es ist mit unserem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren, aktive Sterbehilfe zu praktizieren.In dieser letzten Lebenszeit wird die ganzheitliche Betreuung für den Menschen wichtig. Dazu gehört, dass wir uns dem sterbenden Menschen und seinen Angehörigen und Freunden persönlich zuwenden, ihnen Beratung anbieten und sie darin unterstützen, voneinander Abschied nehmen zu können.Unsere Begleitung gilt auch den Menschen, die Hilfe in der Zeit ihrer Trauer brauchen. Abschiedsrituale, Gespräche für Trauernde, Vermittlung von Gesprächsgruppen für Trauernde und ein jährlicher Gedenkgottesdienst werden angeboten.

Wo findest du andere Hospiz in Norddeutschland?

Einfach auf unsere Hospizüberblicksseite surfen, hier klicken

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter