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In welchen Stadtteilen gibt es die meisten Toten?

Die MOPO hat eine hübsche interaktive Landkarte von Hamburg geschaffen, in der die Sterbefälle nach Stadtteilen aufgegliedert sind, link. Leider hat der RedakteurIN nicht wirklich viel Ahnung von Statistik. Ein Satz wie:  „Es wird in den Stadtteilen am meisten gestorben, wo die meisten Menschen leben“ ist sehr oberflächenwahr. Die richtige Formulierung müsste heißen: Unter der Bedingung, dass die Altersverteilung in allen Stadtteilen gleich sei, wird in den Stadtteilen am meisten gestorben, in denen die meisten Menschen leben.

Die ganze statistische Wahrheit hat aber einen weiteren Faktor:  die Alterssegmentierung der Stadtteile.  In todesnahmen Statistikkreisen wird erzählt, dass die Sterblichkeit der Wohnbevölkerung zwischen 1 und 1.5 % liegt.   Wenn man sich richtig Mühe machen würde, dann könnte man überproportionale Sterblichkeit herausarbeiten.

Wir beschränken uns einstweilen auf die absoluten Zahlen, die sicherlich im Statistischen Jahrbuch des Statistikamtes Nord veröffentlicht sind.

Am meisten Todesfälle gibt es demnach, in absoluten Zahlen ( aus 2017) in:

Rahstedt   –      1.020 Todesfälle

Billstedt      –     694 Todesfälle

Brahmfeld –      546 Todesfälle

Poppenbüttel    514 Todesfälle

Langenhorn      479 Todesfälle

Wilhelmsburg – 475 Todesfälle

Niendorf            474 Todesfälle

Farmsen            392 Todesfälle

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter