aa -Tagesimpulse Lebensführung

Janusköpfige Club-Politik Schweiz

Die Schweiz ist eines der ersten europäischen Länder, die eine Entschuttung,

Wiedereröffnung der Party-Clubs

ermöglichen. Allerdings sind die Einschränkungen gravierend und in letzter Tiefe auch nicht nachvollziehbar.  Die Auflage ist, dass nicht mehr als 300 Menschen sich in einem Club versammeln dürfen.  Das scheint eine passable, akzeptierbare Forderung zu sein.

Die zweite Auflage zerstört aber alles nachtlebige. Die  Party-Clubs müssen allesamt um 24 Uhr schließen. Die Schweizer BILD Zeitung Blick schreibt, dass diese Auflage für viele Club-Betreiber nicht nachvollziehbar sei. Faktisch scheint uns im schwarz-weiss-Denken verhaftet, oder binär im Ja-Nein-Schema erzogen, die Jein-Antwort auf die Gefährdung in den Clubs „mitteldurchdacht“ zu sein.  Warum greift der Virus vor 24 Uhr die Menschen weniger an, als nach 24 Uhr? Dadurch, dass alle Menschen nach 24 Uhr auf der Straße stehen, oder dort ggf weiterfeiern ist die Corona-Gefahr aber nicht gebannt. (Quelle Blick,  09.06.20, link).  Die janusköpfige Politik der Schweizer Behörden führt dazu, dass viele Clubs gar nicht erst öffnen. Wenn man bedenkt, dass in Hamburg oder Berlin die Party bestenfalls um 24 Uhr erst startet, macht eine solche Sperrstunde kaum Sinn.  So scheint es, dass das Prinzip Ganz oder Gar nicht auch eine plausible Möglichkeit ist den Umgang mit dem Feierwünschen der Party-People zu fördern, bzw. die Möglichkeit zu negieren.

Party-Hochburg Berlin noch im Shutdown-Modus

In der Party-Hochburg Berlin scheinen sich jetzt Sommer-Draußen-Parties zu etablieren. Im Park Gleisdreieck gab es eine Party mit 500 Menschen, die in den Park eine Spur der Verwüstung hinterlassen haben. ( Quelle Tagesspiegel, link)  130 Polizisten wurden aufgefahren um die nicht genehmigte Party zu beenden. Es gab auch Steinwürfe auf die Polizisten, die sich wehrten und ein paar Party-Anarchisten festgenommen haben.

Party in Hamburg?

Angeblich ist der Hamburger Senat in intensiven Gesprächen mit dem Club-Betreibern auf St-Pauli und im Rest der Freien Hansestadt Hamburg. (Quelle NDR, 12.06.20 link). So ist in Planung das Reeperbahn-Festival im September doch zu erlauben, auch wenn man die gigantische Party der Musikindustrie und Musik-Talente ohne Zweifel als Großveranstaltung subsumieren muss.

Substitut Auto-Disko in Dortmund

Ein Party-Veranstalter aus Dortmund gibt nicht auf die Party-People zu beglücken und hat sich folgendes, wohl genehmigtes, Konzept erdacht:  Wir feiern eine Party anlog dem Auto-Kino im Auto.  Bis zu 2000 Gäste in 570 Autos will der Organisator mit seiner Auto-Party beglücken. Quelle Ruhrnachrichten, 11.06.20 link).  Ob das Konzept den Nachtschwärmern wirklich gefällt muss dahingestellt bleiben.  Im Grunde genommen unterscheidet sich die Möglichkeit im Auto mit Freunden und Freundinnen eine Party über Radio-Frequenzen zu feiern, ohne die Möglichkeit des Tanzens, sich in nichts von einer Wohnzimmerparty mit Freunden. MaW  es handelt sich um eine sehr gebogene Konzeption, die keinesfalls den Hautgout einer echten Club-Nacht erlangen kann.

Club-Kultur Berlin

Wie man in Berlin den Mehrwerten der Berliner Clubkultur nachzuspüren sucht, kannst du in dem hübschen Artikel im „Tip“ lesen, link. Titel TIP Berlin: “

„Ballern, Bumsen, Berghain? Warum Club-Kultur in Berlin mehr ist – und wir sie retten müssen“

Bildrechte pixabay CC MireilleTemming

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter