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Kinderlosigkeit

Kinderlosigkeit
Written by Giovanni

Die Kinderlosigkeit ist eine Krankheit der heutigen Gesellschaft insbesondere in Deutschland. Wie wir dieser erschreckenden Statistik entnehmen können, gibt es eine Korrelation zwischen Großstadt und Kinderlosigkeit bei Frauen. Spitzenreiter der Kinderlosigkeit ist Hamburg- na bravo! (Achtung Ironie). Spannend wäre ja auch mal eine Zahl für Männer in der gleichen Alterskohorte.

Wir gehen davon aus, dass es sich hier in der Statistik-Kohorte nicht um Frauen handelt, die gerne Kinder hätten und keine bekommen können, sondern um Frauen, die durch künstliche Verhütung sich vor der Aufgabe Kinder in die Welt zu setzen und diese zu erziehen drücken. Natürlich gibt es noch ein vernachlässigbaren Anteil von Frauen, die den richtigen Lebenspartner nicht gefunden haben, weil ihre Ansprüche zu hoch sind. Außerdem wäre zu prüfen, ob der Anteil von Single Frauen in Großstädten höher ist, als auf dem Land.

Thesen warum Frauen in norddeutschen Großstädten keine Kinder bekommen:

  1. Gesellschaftskonform ist es, keine Kinder zu haben in Norddeutschland – in Süddeutschland gehört Kinder-Bekommen und Kinder-Haben zu dem gesellschaftsverankerten Lebensbild einer Familie
  2. Das Leben ist in der Großststadt zu teuer für Familien, insbesondere Wohnungskosten, bzw. Kosten für einen Hausbau
  3. Das Leben ist so bunt in der Großstadt, dass man sich der Aufgabe nicht stellen möchte, Optimierung des egozentrischen Funs
  4. Der %Anteil von Single-Frauen ist in der norddeutschen Großstadt höher als auf dem Land
  5. Die Kinderfeindlichkeit ist in norddeutschen Großstädten höher
  6. Frauen wollen in norddeutschen Großstädten lieber Karriere machen
  7. DINGs Dobble income, no kids

Die GfK  Gesellschaft für Konsumforschung hat sich mit der Frage beschäftigt, wo die meisten Single-Haushalte zu finden sind.

1. Überproportionaler Anteil von sehr jungen Menschen in der Großstadt – Studenten, die lebenstypische Weise noch keine Familie haben, weil die Familienphase erst nach dem Studium beginnt, so die gesellschaftsüberformten Maßstäbe.

2. Überproportionaler Anteil von älteren Menschen in der Großstadt- Witwen und Witwer

3.  umfangreicheren Kultur- und Bildungsangebot

4. bezahlbaren Wohnraum finden für Familien im urbanen Raum. Nicht alle Familien wollen in Glinde oder Pinneberg und Wedel wohnen.

5. In der Großstadt ist man gut mit ÖPNV versorgt und kann auch in hohem Lebensalter noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

GfK schreibt, link.

Wer dem Single-Dasein ein Ende setzt und eine Familie gründet, tauscht das breite Angebot an Bars, Restaurants oder Kinos offenbar häufig gegen ein ruhigeres Leben im Grünen.

 

Familien mit Kindern aufgeschlüsselt nach Großstädten:

32 % – Durchschnitt Deutschland:

23 % -München, Hannover und Dresden

24 % -Düsseldorf Berlin

25 % -Hamburg, Bremen und Nürnberg

20 % Leipzig – (die Ostdeutschen ziehen ja alle in das attraktive Hamburg und gründen dort Familie)

Single Haushalte Berlin : 50,6 %

Single Haushalte Hamburg: 47,3 %

Single Haushalte Leipzig: 51,7 %

Singel Haushalte München: 50,3 €

Der Berliner Tagesspiegel freut sich zu unrecht darüber, dass Berlin nicht mehr der Spitzenreiten bei der Single-Haushalten ist, in 2018, link.  Dass die Kleinstadt Regensburg mehr Single-Haushalte hat, ist nur ein statistischer Marker. Man darf nie Äpfel mit Birnen vergleichen und Regensburg ist bestenfalls eine Kleinstadt und eine Großstadt, wie Berlin.

Bildrechte STATISTA, link.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter