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kognitive Dissonanz

kognitive Dissonanz Psychologie
Written by Giovanni

Kognitive Dissonanz ist ein psychologischer Mechanismus in unserem Gehirn, der die Abgleichung von Weltwahrheit mit eigen-Welt-Einschätzung verschwimmen lässt. Der Mensch versucht aus der Dissonanz eine Harmonie herzustellen aufkosten der Wahrheit, dass heißt die Wahrheit wird gebogen und verbogen.  Die russische Sowjektzeitung PRAWDA hatte folgenden hübschen Gedanken zur Unternehmensphilosophie: 

„Wahrheit ist das, was wir schreiben“

Wie obiges Bild deutlich machen soll ist das Konsens-Streben innerhalb unser Ebenen im Gehirn verschieden stark ausgeprägt.  Wer es nicht tragen kann eine eigene elaborierte Meinung zu haben und zu vertreten ist wohl eher geneigt die Welt so zurechtzubiegen, wie es in seinen selbst angelegten Gedankenraume passet.

Die berühmte kognitive Dissonanz- die Kunst sich selbst zu belügen

Ein sehr spannenden und anschaulichen Artikel gibt es zu lesen im GEO über die quasi grenzenlose Kunst sich selbst zu belügen. Hier kommst du zum Quell-Artikel. “ quälende Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit verringern – oder ganz eliminieren. Dissonanz-Reduktion nennen das Psychologen.

Was Dissonanzen im Gehirn auslösen

Der Neurowissenschaftler Keise Izuma vermutet das „Dissonanzzentrum“ in einer Hirnregion, die Forscher den posterioren Teil des mediofrontalen Kortex (pMFC) nennen. Ein Areal, das offenbar dafür zuständig ist, Dinge zu vermeiden, die nachteilige Konsequenzen haben könnten.

Wie kann man Menschen, die absurd fern aller Logik argumentieren, verstehen?

Meine Ableitung ist:

Je stärker wir objektiv von außen Menschen als „Durchgeknallt“ wahrnehmen, fern ab aller Regeln und der heiligen Gesetze der Logik und vorangelegten Bahnen der tradierten Praxis und gesellschaftlichen Formen, um so stärker muss dieses Selbstbelügungszentrum ausgebaut sein.

Prämisse ist natürlich, dass das Regelwerk eine Verbindlichkeit hat und eine innere und äußere Logik aufweist.  Wie GEO schreibt, ist das Selbstbelügungszentrum extrem wichtig für das Leben der zwiegespaltenen Persönlichkeiten,link,  denn für die Selbstwahrnehmung ist es natürlich wichtig, dass man in einer Kohärenz lebt und nicht im Außen ständig in Konflikt geht, weil man die objektiv gegeben Regeln bricht. Wie schreibt der Philosoph Precht in seinem erfolgreichsten Buch als Titel „Wer bin ich und wenn ja wie viele„, link.  Zum Glück heißt aber das Argument kognitive Dissonanz nicht, dass die Gesetze der Wahrheit und der Logik, schon vor 2000 Jahren im antiken Griechenland von den Philosophen gelehrt, in ihrer Geltungskraft marginalisiert, oder gar neutralisiert werden.  Sie gelten immer noch uneingeschränkt.  ABER Menschen mit absurden Weltvorstellungen leben in einer Parallelwelt, die sich selbst geschmiedet haben. Insofern können wir für Sie Verständnis haben und mitleidig auf sie blicken. Dazu bedarf es natürlich einer der wichtigsten Lebensführungs-Faktoren, der Resilienz, link.

Weltverbiegung durch Quellennegation

Auch spannend zu wissen ist, wie wir die Welt weiterbiegen können, indem wir einfach Quellen negieren. Hier klicken, um zu eine US Studie zu kommen

kognitive Dissonanz

Defintionem Wiki:

Kognitive Dissonanz bezeichnet in der Sozialpsychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand. Er entsteht dadurch, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat (Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten), die nicht miteinander vereinbar sind.

Derartige Zustände werden als unangenehm empfunden und erzeugen innere Spannungen, die nach Überwindung drängen. Der Mensch befindet sich im Ungleichgewicht und ist bestrebt, wieder einen konsistenten Zustand – ein Gleichgewicht – zu erreichen.

„Starke Dissonanz entsteht insbesondere bei einer Gefährdung des stabilen, positiven Selbstkonzepts, wenn also jemand Informationen bekommt, die ihn als dumm, unmoralisch oder irrational dastehen lassen. In der Alltagssprache werden solche Momente als peinliche Momente bezeichnet.[3] 

Kognitive Dissonanz motiviert Personen, die entsprechenden Kognitionen miteinander vereinbar zu machen, wobei unterschiedliche Strategien benutzt werden, wie beispielsweise Verhaltensänderungen oder Einstellungsänderungen. Falls nötig, werden die eigenen Überzeugungen und Werte geändert, was über temporäre Rationalisierungen weit hinausgeht. Der Begriff wurde 1957 von Leon Festinger geprägt, der sowohl die Entstehung als auch die Auflösung von kognitiver Dissonanz theoretisch formulierte.

Bildrechte: Pixabay CC DasWortgewand; weinstock

 

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter