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Kommunikation im Todesfall

Kommunikation im Todesfall
Written by Giovanni

Was gehört sich im Todesfall für eine Kommunikation innerhalb der Familie?

Wie man hört, hat der Sohn von Helmut Kohl den Tod seines Vaters aus dem Radio erfahren. Da stellen sich einem als Seelenmensch und Trauerbegleiter doch alle Nackenhaare auf.  Dieses Vorgehen erinnert mich an Axel Springer, der seinen Justiziar immer losgeschickt hat, wenn er eine seiner Frauen aussortieren wollte und zu feige war das selbst zu regeln. Ein krasses Dienstleistungsverständnis!. Als der Sohn von Helmut Kohl zu seinem Haus fuhr, mußte er lange diskutieren, bis er eingelassen wurde. Kai Diekmann, der EX Chefredakteur der BILD Zeitung, national war im Haus und hat den Schuss des Anstands gehört und dem Sohn wurde die Tür aufgetan.  Ich weiss auch von Trauerfeiern, wo verfeindete Familienclans nicht nur Schläger engagiert haben, sondern Security Personal für den Frieden sorgen mußte. Nur um allen Gender-Empfindlichen Mädels vorzugreifen, Zicken gibt es auch in Männlicher Form, das Bild soll für unerträgliche, egozentrische Menschen stehen.

Warum sollte man im Todesfall den Seelenfrieden als Landschaftsgemälde der Seelenlandschaften einziehen lassen?

Der Tod ist der mächtigste Regent unserer Welt. Er kann Zusammenhänge zerschneiden, er löst tiefste Trauerschmerzen aus, weil Lebenverbindungen auf ewig zerstört werden. An solchen Umbruchstellen des Lebens sollte man auch innerfamiliär die Friedenspfeife herausholen und Zerwürfnissen keinen Raum gewähren, denn der Tod eines Zentralgestirn des Seins könnte auch einen. In der Einigkeit sind wir stark, sagt uns ein Leitgedanke im worst-case-Situationen.

NO-GO-Verhalten von Familienangehörigen gegenüber von Kinder, Enkeln

Absolute moralisches NO-GO-Verhalten ist, die Kinder nicht über den Tod ihres Erzeugers zu informieren. Dabei ist es völlig entscheidungsUNrelevant, ob es in der Zeit vorher zu Disharmonien gekommen ist.  Im Falle Kohl hat die 2. Ehefrau wohl die Kontaktaufnahme zu den Kindern zu hindern versucht. Wie man der Presse entnehmen kann, ist sie ein bitch, die sich den König der aussitzenden Politik greifen wollte und es auch geschafft hat. Der Sohn berichtet, dass er zuletzt vor 5 Jahren mit seinem Vater telefonieren durfte. Aus meiner Sicht als langjähriger Sterbebegleiter hatte ich oftmals mit verfahrenen Familien-settings zu tun, aber angesichts des Todes hätte man doch mal Gnade walten lassen können und nochmal die Kinder an das Sterbebett holen können, nein müssen.  Oftmals habe ich versucht ein paar neue Wegbiegungen zu ermöglichen und bin ebenso oft gescheitert. Es liegt völlig klar auf der Hand, dass am Ende des Tages alle erfüllt sind, wenn die Zwistigkeiten beigelegt sind, weil sie in der Regel lächerlich sind im Angesicht des Todes. No GO und klare Rote Karte für Frau Kohl zwei, für Nichtinformation über den Tod des Vaters gegenüber den Kindern. NO GO und rote Karte die Information über den Suizid der Mutter der Kinder über die Büroleiterin…  völlig krasses und pathologisches Fehlverhalten der Ehefrau zwei Helmut Kohl.

Was machst Du wenn die 2. Ehefrau ein bitch ist?

1. Darauf hoffen, dass es gute Ratgeber gibt, die sich noch erinnern an die niemals untergehenden Regeln des Anstandes und der Würde. Der Würde des Toten, der Würde der Familie ansich und der Würde der Trauernden Kinder.

2. Juristisches:  Wenn man sich über die Form der Bestattung nicht einigen kann, dann entscheidet das Familiengericht, idealer Weise im einstweiligen Rechtsschutz, weil sonst Regelungen, wie Feuerbestattungen irreversibel durchgeführt werden.  Näheres über den Tod von Dr. H Kohl kannst du in unserem Nachruf lesen, link.

Lebensberatung im Todesfall

Im Tod gelten eigene  Gesetze  Die lächerlichen Eitelkeiten, die peinlichen, kleingeistigen Abgrenzungsversuche von Spinnern und Spinnerinnen sollten angesichts der Verletzungs-Macht des Todes in die Gedankenkiste des Abgrunds verbannt werden.  Eigentlich gehören sie da immer hin, aber im Tod sollte der Frieden des Seins und der Frieden der Familie mit Prio I versehen werden und danach auch die Handlungsmaximen abgeleitet werden. Die Psychologin Margit Bassler hat uns in der Trauerbegleiter-Ausbildung beigebracht, dass durch den Tod eines Familienangehörigen das Gesamtsetting eines Mobiles zerstört wird. Um die Neupositionierung der verschiedenen Familienstellen halbwegs schmerzfrei, knirschfrei hinzubekommen, wäre es doch total angemessen, hübsch, nein notwendig alle Aggressionen und aktiven Ausgrenzungen zu unterlassen.

Neuigkeiten in der Causa Kohl

In der Familie Kohl gibt es Streitigkeiten, wo der Bundeskanzeler Kohl aD beigesetzt werden soll Die 2. Ehefrau will alle alten Bande zerstören und zerstückeln und hat bisher durchgesetzt, dass er in Speyer beigesetzt wird. Sein Sohn würde eine Beisetzung im Familiengrab präferieren. Zitat ZEIT online:

Kohl: Dieser Eindruck ist falsch. Ich muss davon ausgehen, dass mein Vater auf einem Friedhof in Speyer, zu dem keinerlei familiäre Verbindung besteht, bestattet werden wird. Ich halte diese Entscheidung für falsch, zumal ich weiß, wie liebevoll er unser Familiengrab in Ludwigshafen-Friesenheim nach dem Tod unserer Mutter umgestaltete. Er sah dort schon einen Platz für seinen Namen auf dem gemeinsamen Grabstein vor. Mit der Entscheidung für ein Begräbnis in Speyer soll sein politisches Lebenswerk von seiner Frau Hannelore getrennt werden. Meine Mutter hat ihn über Jahrzehnte getragen. Er selbst hat immer betont, dass sein Lebenswerk ohne seine Frau Hannelore nicht möglich gewesen wäre. Deshalb finde ich es richtig, wenn er neben ihr seine letzte Ruhe findet. Für mich ist klar: Hannelore Kohl darf nicht einfach weggekürzt werden. Aber es ist, wie es ist. Ich werde an der privaten Beisetzung in Speyer nicht teilnehmen, auch um jeden Eindruck zu vermeiden, ich würde dies gutheißen. Dennoch liegt mir eine angemessene Würdigung des politischen Lebenswerkes meines Vaters am Herzen.

Wie kann man Familienstreitigkeiten um die Beisetzungsorte und die Beisetzungform vermeiden?

Eine völlig würdelose Aktion der Familie Kohl sich über die Presse zu streiten. Hätte doch Dr Helmut Kohl sich um eine signifikante und belastbare Bestattungsvorsorge gekümmert, und zwar im Vollbewußtsein vor dem Gehirnschlag, dann hätte es dieses postmortalen Streitigkeiten nicht gegeben, die jetzt über die Presse ausgetragen werden. Die Protokoll-Beamten in Berlin schlagen gerade sicherlich die Hände über dem Kopf zusammen.  In einer gut durchdachten Bestattungsvorsorge, wie sie das GBI aus Hamburg anbietet, link, werden alle Details einer Bestattung prae mortem besprochen und verschriftet niedergelegt, damit es post mortem nicht zu solchen debilen, egozentrischen, zickischen Streitigkeiten um den Beisetzungsort kommen muß. Die durchdachte Bestattungsvorsorge regelt nicht nur den Friedhof, sondern auch die Art und Weise und den Ort der Trauerfeier. Idealer Weise sind die kompletten Kosten der Bestattung schon beim Bestattungshaus hinterlegt. denn ansonsten gilt der richtige, kaufmännische Grundsatz, dass der der die Musik bezahlt, auch ansagt, was gespielt wird.

 

Bildrechte pixabay CC DirtyOpi

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter