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Kriegsbeginn 1939

Kriegsbeginn
Written by Giovanni

Unser Bundespräsident Steinmeier hat in den frühen Morgenstunden des 1. September 2019 die Deutsche Kriegsschuld betont und sich im Namen des Deutschen Volkes bei den Polen entschuldigt, die den Kriegsbeginn als Opfer ,  dem Polen Überfall erleiden mussten, so berichtet die Deutsche Welle, link. Steinmeier wird zitiert mit folgendem Wortlaut:

Ich verneige mich vor den Opfern,  des Überfalls auf Wieluń. Ich verneige mich vor den polnischen Opfern der deutschen Gewaltherrschaft. Und ich bitte um Vergebung“

Um 4: 37 Uhr begann der 2. Weltkrieg mit der Bombardierung durch die Deutsche Wehrmacht, Luftwaffe des polnischen Örtchens Wielun. Wenig später marschierten die Soldaten von Hitler in Polen ein und nahmen es in einem Handstreich, wie auch Frankreich. Keiner hat damit gerechnet, dass Hitler und die Deutschen einen neuen Krieg beginnen würden. Das war der taktische Vorteil für Hitler. In dem richtungsweisenden Buch von Christopher Clark untersucht der Historiker auf 900 Seiten warum es zum 1. Weltkrieg kommen konnte und nennt sein Buch „Die Schlafwandler“. Er führt aus, dass durch das Versagen der Diplomatie der erste Weltkrieg mitentstanden ist und durch die über Jahre vorangetriebene Aufrüstung des Kaisers. Diesen Gedanken adoptierend könnte man sich auch fragen, warum die Nachrichtendienste von UK, Russland und USA und Frankreich so verschärft gepennt haben und nicht Deutschland als gefährlichen Tiger gemonitort haben. Es gab zwar Bündnisse zwischen UK und Polen, aber faktisch hatten die Engländern dann bei der Nagelprobe, dem Kriegsbeginn in Polen keine Fingerkuppe gerührt, um den Polen zu helfen. Frei nach dem Motto:  Was interessiert uns, was die auf dem Kontinent machen, wir sind fern davon. Auch ein gigantischer Versagen der Diplomatie, die mit der Kriegsmacht rückgekoppelt sein muß, sonst ist sie nichts weiter als ein Papiertiger.

Gedenkstunde in Hamburg zum Beginn des zweiten Weltkrieges

Auf dem Ohlsdorfer Friedhof wird heute um 11 Uhr eine kleine Gedenkstunde stattfinden des DGB – Deutsche Gewerkschaftsbund und der IGBCE, Industriegewerkschaft Bergbau , Chemie, Energie, link.  Die Vorsitzenden der beiden Hamburger Vertreter der  o.g. mächtigen Gewerkschaftsbünde werden mahnende Worte zur Erhaltung des Weltfriedens sprechen. Die Veranstaltung findet statt gegenüber dem Bestattungsforum auf dem Ohlsdorfer Friedhof, am Mahnmal für die KZ-Opfer. Wie man nachlesen kann hat der DGB nach dem 2. Weltkrieg dafür gesorgt, dass er 1. September zum Tag des Friedens ausgerufen wird, link. Laut Flyer der IGBCE spricht deren Vorsitzende Jan Koltze, link.

Wie die NZZ jetzt berichtet, hat das Moskauer Außenministerium das Geheime Zusatzprotokoll veröffentlicht im Nichtangriffspakt zwischen dem Deutschen Reich und dem Russischen Staat. Beide Mächte teilen Polen unter sich auf.  Für Hitler ein nicht ungeschickter Winkelzug, mit dem er praktisch mit Rückendeckung des Russischen Staates Angriffspolitik, bzw. Angriffskriege durchführen konnte, ohne befürchten zu müssen, dass der Russische Bär dadurch erzürnt wird. Hier den Bericht in der NZZ nachlesen, link.

Auch im Krieg sollten die Menschenrechte gelten

Die Russischen Soldaten müssen sich natürlich nicht entschuldigen,( Achtung Ironie)  für die Massenvergewaltigungen in den Deutschen Ländern, die 6 Jahre später auf der Flucht ohne Ordnung geduldet worden, oder als Teil von Kriegsführung proaktiv eingesetzt worden sind. Von den verbündete Westmächten, US-Amerikanern, Engländern und Franzosen sind solche Greultaten nicht berichtet worden. Noch heute sind Generationen von geflüchteten Frauen der Deutschen Ostgebiete traumatisiert durch die Flucht. Die Traumatisierungen brechen heute wieder im Alter auf, weil die im Gehirn verankerten Bremsen sich auflösen und man sensitiver wird für die Vergangenheit. Die Traumatisierungen sind auf die Kindergeneration übergegangen und sogar, das ist wirklich psychologisch hoch spannend, auf die Enkelgeneration übergegangen, transgenerational. Dazu laufen in Deutschland viele Untersuchungen, die subsumiert werden können unter dem Rubrum Kriegsenkel- Gruppen – Kreise, Veranstaltungen.

Das Plakat ist von der weltbekannten Berliner Künstlerin und Ärztin Käthe Kollwitz schon in den 20er Jahren geschaffen worden, nach der Traumatisierung des ersten Weltkrieges.

Bildrechte pixbay CC https://www.dhm.de/fileadmin/medien/lemo/images/p62-23.jpg

Käthe Kollwitz

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter