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Kutschfahrt auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Ein kleines Privatunternehmen vom Land bietet ab Ostern 2017

Kutschfahrten auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg

an.

Auch 2018 beginnt die Kutschensaison auf dem Ohlsdorfer Friedhof  erneut und zwar am April 2018.#

todbringender Kutschenunfall auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Ein schweres Kutschenunglück hat sich ereignet auf dem Ohsdorfer Friedhof 2018 im Herbst. Ein Pferdchen ist durchgegangen und dann mit einem PKW zusammengestoßen. Hier weiterlesen.

Fachkunde auf dem Kutschbock dazumieten

Neuderdings kann man sich eine Fachkundige Begleitung vom Friedhofsförderverein dazubuchen.  Ich bin selbst Mitglied in dem Vereinchen, die über profunde FührerINNen verfügen. Insofern würde ich die Option gerne unterstützten. Damit das funktioniert, muß man das natürlich vorher einstielen, weil die Kutschfahrten ansonsten ohne Führungspersonal durch die Ohlsdorfer Friedhofhofslande gleiten.

Mittwochs
15:00 Uhr – 16:00 Uhr – große Tour, ca. 1 Stunde
16:15 Uhr – 17:15 Uhr – große Tour, ca. 1 Stunde
Samstags 
15:00 Uhr – 16:00 Uhr – große Tour, ca. 1 Stunde
16:15 Uhr – 17:15 Uhr – große Tour, ca. 1 Stunde
Sonntags
15:00 Uhr – 16:00 Uhr – große Tour, ca. 1 Stunde           
16:15 Uhr – 17:15 Uhr – große Tour, ca. 1 Stunde

Die Abfahrtszeiten sind Mittwochs, immer Nachmittags, Samstags und Sonntags den ganzen Tag.

Der Verein möchte 18 € für eine 60 Minuten Tour haben. Hier kommt ihr zur Homepage des Vereins – link.

Über die Namensgebung der Friedhofs-Droschke

Ist irgendwie logisch, dass sich die Firma Park-Droschke nennt, weil Friedhof ja bäähh ist – Vorsicht Ironie – und Park sich nach spielenden Kindern und blühenden Landschaften anhört.  Das nicht günstige Cafe Fritz, link,  nennt sich auf seiner Homepage auch Park-Cafe, was ein hanebüchener Euphemismus ist. Genauso irreführend ist die gewählte Bildsprache mit der Bank an einem See.  In der Tat gibt es solche kleinen Inseln, aber im Kern sind die Inseln von Millionen von Grabsteinen umgeben.  Das ändert sich aber gerade, weil das neue Friedhof-Nutzungs-Konzept „2050“ genannt, eine Rückführung der Trauerflächen in Nah-Erholungsflächen vorsieht, aber ohne die Größe des Friedhofes ändern zu wollen.  Noch mal zur Gründungsidee des Friedhofes zurück: Der Ohlsdorfer Friedhof ist qua Widmungszweck und qua Tatsächlichkeit ein Friedhof, auf dem inzwischen über 1 Millionen Menschen beigesetzt worden sind und kein Park und auch kein Teil-Park.  ( Warum die Geschäftsführung des Ohlsdorfer Friedhofes so sehr auf den Schimmel Park aufspringt ist klar- man kann sich dann über den Argumentationsschimmel Park hübsche Summen aus dem Fördertopf für öffentliches Grün besorgen und kann so quasi als Drittmittel-Finanzierung seine bestehenden Strukturen querfinanzieren)

Nichts desto trotz freut es uns, dass man jetzt mit Pferde-Odem über den Friedhof sich zotteln lassen kann, denn laut Eigenangaben des Friedhofes Ohlsdorf besuchen mehrere hundert Tausend Touristen den Friedhof Ohlsdorf als Ausflugsziel und viele Hamburger nutzen ihn als  Naherholungsgebiet.

Was sagt der Rechnungshof der Stadt Hamburg über die Droschken-Fahrten auf dem Friedhof?

In einem recht kritischen Bericht der obersten controlling- Behörde der Stadt Hamburg wird auf 20 Seiten auch ausführlich auf die Finanzierungslage der Friedhöfe in Hamburg eingegangen und gleichzeitig das Treiben auf dem Ohlsdorfer Friedhof mit der Taschenlampe des Gesetzes, sprich Hamburger Friedhofes beleuchtet. In dem Bericht wird aufgezeigt, dass die gewerbliche Nutzung des Friedhofes untersagt ist, mithin auch die Kutschfahrten, weil der Friedhof laut Gesetz nur für seinen Widmungszweck genutzt werden darf.  Noch mal zur Erinnerung:  Die Widmungszweck eines jeden Friedhofes ist einen Ort zu schaffen der Trauer und einen Ort für die Verstorbenen, die durch die Naturprozesse zurückverwandelt werden, Transformation, in die Bausteine der Natur, aus denen sie geschaffen worden sind.  Ebenso wurde in dem Controlling-Bericht massiv die Einbettung des o.g. Cafe Fritz in den Friedhofsablauf aus gleichen Gründen kritisiert – kein Zulassung für Gewerbe auf dem Friedhof qua Gesetzt.

Erstveröffentlichung 31.3.2017 Institut für Lebensführung Hamburg

Bildrechte pixabay CC rihaij

 

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter