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lästern bei der Arbeit

lästern am Arbeitsplatz
Written by Giovanni

im Strafrecht gibt es einen Teil, der sich mit dem Persönlichkeitsschutz und Ehre beschäftigt. §§ 185 StGB, siehe unten. Die Lästerei am Arbeitsplatz erfüllt aber einen Graubereich im Arbeitsrecht und im Strafrecht. Das unterschwellige, scharfzüngige Lästern ist nicht immer mit juristischen Mitteln fassbar, aber dennoch extremst moralisch verwerflich. Als guter Arbeitgeber achtest du darauf, dass die Lästerei in Deinem Unternehmen möglichst auf kleinster Flamme zu köcheln hat. Wenn das Lästern im Unternehmen zu große Macht hat, strahlt es nach Außen in die Performance aus und die Kunden merken das. Der gute und einzige Weg ist das Lästern am Arbeitsplatz zu verbieten Aber hier zeigt sich schon der völlig falsche moralische Grundansatz. Es geht nicht darum, dass das Lästern nicht an die Kunden-Wahrnehmung dringt, sondern darum, dass das Lästern ansich völlig verwerflich ist und die Wirbelsäule eines jeden Unternehmens aufweicht, untergräbt und zu inneren massiven Vergiftungen führt.

Der richtige Herzens-Weg ist schlichtweg rein und authentisch zu sein und sich zu bemühen immer nur positive Energiebahnen in die Welt zu geben. Der radikale Weg nur solch moralisch integere Menschen einzustellen, die von ihrer Herzensbewegung und Herzenssteuerung nicht zum Lästern neigen.

Lästern (2)

Lästerei kann auch schnell übergehen zu Mobbing

Lästereien am Arbeitsplatz kann man kategorisieren in

a) Lästerei gegenüber Kollegen

b) Lästerei gegenüber Lieferanten

c) Lästerei gegenüber Kunden

d) Strukturlästereien

Lästerei ist keine Gender-Spezifische Charakter-Eigenschaft

Das Einstiegsbild ist nur pars pro toto. Natürlich Lästern Männer und Jungs genauso liederlich und häufig wie Mädels und Frauen

Abgrenzung berechtigte Kritik versus Lästerei

Wer fein justiert denkt und handelt sollte aber immer in der Denk-Wortwahl eindeutig sein. Revision, Selbstbespiegelung, Kritik aufgrund von sachlichen Grundlagen sind keine Lästereien. Die die nicht differenzieren können, sollten sich eines dezidierten Urteils befleißigen.

Die Karriere-Bibel schreibt über

Begründungszusammenhänge der Lästerei:

schweißt es zusammen, zumindest in kleinen Gruppen. Gemeinsames Lästern erzeugt ein Gefühl der Zugehörigkeit – wobei auf der anderen Seite natürlich andere ausgeschlossen werden, was die Grüppchenbildung noch weiter fördert.

Ego-Shooter als Motivationsgeber für Lästerei

Durch die Lästerei kann das eigene, vielleicht unterbemittelte, eigene Ego aufgeputschen weden  dadurch seinen Selbstwert steigern. Selbstwirksamkeit spüren könnte man das auch nennen.

 

Ziele der Lästerei

  • Selbst-Nobilitierung
  • Abgrenzung gegenüber dem nicht Gruppenzugehörigen -> Erhöhung des Selbst.
  • Sich Wichtig machen
  • Über andere erheben
  • Einen Grund zum Quasseln und Quatschen haben
  • sich vor dem Chef wichtig machen, ohne Basis – Wichtig ABGRENZUNG zur berechtigten Kritik

Ziele bei böswilliger Lästerei

Selbstbewusstsein untergraben

zu Fehlern gezwungen verleitet werden

Bei der böswilligen Lästerei kommt noch ein weiteres Mittel der Weltwahrnehmung zum Tragen: Die bewusste oder unbewusste Lüge.  Insbesondere die unbewusste Lüge ist ein spannendes psychologisches Momentum. Wenn seine eigene inhärente Weltabstimmung nicht stimmt, könnte die Wahrnehmungs-Modi, Kosmi, so verschrägt aufgestellt sein, dass man auf der Grundlage von der eigenen verstellten Wahrnehmung Welt anders interpretiert, als ein objektiver Dritter. Hier sollte jeder der Läster-Mäuler extrem aufpassen, dass die Lästerei nicht in eine massive Schräglage fällt, siehe Strafrecht unten. Daher muss man vorsichtig sein mit Urteilen.  Die Buddhisten sagen immer so schön und völlig weltabgewandt, entweltlicht:

NICHT URTEILEN

Deutsches Strafrecht und Ehrdelikte im Lichte der Lästerei am Arbeitsplatz

§ 185 StGB Beleidigung

Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 186 StGB Üble Nachrede

Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 187 StGB Verleumdung

Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

lästern

 

 

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About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter