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Leben-Tod Messe

Leben Tod Messe
Written by Giovanni

In Bremen findet alljährlich am ersten Mai Wochenende die Messe „Leben und Tod“ statt.

Messe Leben Tod in Bremen 2018

Ort: Messe Bremen, fußläufig vom Bremer Hauptbahnhof zu erreichen.

Datum 4. + 5. Mai 2018

Kongressprogramm als pdf, hier klicken. Hier kommst du zur Website von LEBEN UND TOD, link.

Wir zitieren aus der Pressemitteilung der Messegesellschaft Bremen:

„Ernährung“. Neben dem Leib spielt auch die Seele eine wesentliche Rolle: Wie geht man mit den Ambivalenzen von Lebenslust und Sterbensangst um? Wo endet die Seelsorge und wo beginnt die Psychotherapie? Nicht zuletzt wird auch das Thema Nahtoderfahrung im Kongressprogramm aufgegriffen und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet“.

Die Messe „Leben und Tod“ in Bremen nimmt für sich in Anspruch zwei Zielgruppen anzusprechen:

a) Laien-Messe  Leben und Tod

Die breite Öffentlichkeit, sprich Laien, daher auch der geringe Eintrittspreis von 6 € pro Tag.  Mit der Karte kannst du aber fast nichts vom Wesenskern der Messe mitnehmen, weil es noch eine weitere Zielgruppe gibt:

b) Fachmesse Leben und Tod für Pflegepersonal

Die meisten Vorträge kannst du nur besuchen, wenn du dir das Ticket für Pflegende kaufst.

Eintritt für Pflegeprofis: 85 €, hier buchen. (Die Preise beinhalten 19 % MWST = netto 71,43 € !)

Für Ehrenamtliche ist die Fachmesse auch geeignet. Eintritt für Ehrenamtliche: 59 €  ( netto 49,58 €)

Einige Vorträge doppeln sich an den beiden Tagen, was schön ist, weil du dann mehr Wahlfreiheit hast

Thematische Schwerpunkte der Messe „LEBEN und TOD“

Thematischer Schwerpunkte für Freitag den 4.5.2018:

 Begleitung beim „Sterbefasten“ – Hilfe beim oder Hilfe zum Sterben?

11.00 – 11.45 Uhr, Borkum von Prof  Simon, link. Zitat Website Leben und Tod:

„Freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF), auch „Sterbefasten“ genannt, stellt für Patienten mit einer schweren, unheilbaren Erkrankung eine Möglichkeit dar, das eigene Leben selbstbestimmt zu beenden. Die Begleitung eines Patienten beim FVNF kann für Ärztinnen und Ärzte, aber auch für Pflegende und Angehörige eine große Herausforderung darstellen. Auch stellt sich die Frage, ob die Begleitung beim FVNF eine erlaubte und gebotene Hilfe beim Sterben, oder eine verbotene Hilfe zum Sterben darstellt. Der Vortrag geht auf diese Fragen ein und erläutert, was Sie bei der Begleitung beim FVNF ethisch und rechtlich zu bedenken ist.“ (Siehe hierzu auch unseren Beitrag des Unicurriculums Prof Fischer, link.)

Ein spannender Workshop ist die Anwendung der Feldenkrais-Methode für Sterbende:

10.00 – 11.30 Workshopraum 1 ,Workshop Nr. 2

Was löst Berührung und Bewegung in uns aus? Wie können wir über Berührung und Bewegung uns selbst und unser Gegenüber respektvoll erreichen sowie Schmerzen oder Ängste lindern? Wie können wir Innehalten und Gewahr werden und damit einen größeren Raum schaffen, für andere wie für uns selbst? Unser Tastsinn, dass heißt die Fähigkeit Berührung wahrzunehmen, entwickelt sich bereits rund um die 8. Schwangerschaftswoche und dieser Sinn begleitet uns bis ins Sterben hinein.

Die Feldenkrais Methode stellt sich vor, ein Weg zu mehr Leichtigkeit, Achtsamkeit und Annahme.

Umgang mit Suizidwünschen

Aus meiner langjährigen Tätigkeit als Sterbebegleiter weiss ich, dass der Suizid-Wunsch so manches Mal an die Pflegenden und Ehrenamtlichen herangetragen wird. Das Thema war auch sehr gut besucht auf dem Sylter Palliativ Congress, hier weiterlesen. Dazu bietet Bremen auch einen workshop an:

Geleitet von Franziska Schröder; 13.30 – 14.15 Uhr, Raum Juist

Grundsätzlich wollen wir Suizide verhindern. Auch verfahrene Situationen können unter bestimmten Voraussetzungen gelöst und neue Perspektiven eröffnet werden. Bestenfalls ist die betreffende Person im Nachhinein dankbar, dass sie sich gegen den Suizid und für ein Weiterleben entschieden hat. 
Wird der Wunsch, sich das Leben zu nehmen in der Palliativen Versorgung von sterbenskranken Menschen thematisiert, kann das bei den Behandelnden zu Verunsicherung führen. Müssen wir in der Palliative Care anders auf den Wunsch nach einem vorzeitigen Sterben eingehen? Wie geht die Gestalttherapie damit um? Wie kann multiprofessionelle Arbeit im Gestaltsinn gelingen?

Auch super spannend für Profis aus der Verabschiedungskultur ist der Workshop

Totenfürsorge – wie kleide ich einen Toten an

13.30 – 15.00 Uhr – VIP-Lounge- Workshop Nr. 6

Immer mehr Menschen verabschieden sich von ihren Verstorbenen am Sterbebett oder sehen sie noch einmal im Sarg an. Denn dort kann man am besten begreifen, was „tot sein“ bedeutet und spüren, dass der Verstorbene wichtig bleibt, auch wenn er nicht mehr lebt. Sarah Benz und Jan Möllers zeigen in diesem Workshop, wie man Verstorbene selbst versorgen, waschen und ankleiden kann, um auf eine ganz persönliche und besondere Weise Abschied zu nehmen. Dazu haben die beiden in ihrem Kurzfilmprojekt „Sarggeschichten“ auch schon einen Film gedreht.

Thematischer Schwerpunkt für Samstag den 5.5.2018  „Nahtoderfahrung“, siehe auch hier


update Mai 2018

Einen

Messebericht über die Messe Leben und Tod

findest du hier


 

Der Messetag „Leben und Tod,  Freitag in concreto:

04.05.2018

Bildrechte pixabay cc nonmisvegliate

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter