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Lesben-WG-Grabanlage Berlin

Written by Giovanni

Lesben Grabanlage in Berlin geschaffen worden

Wie die „Berliner Zeitung“ berichtet, gibt es auf dem Berliner Friedhof  dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof eine Initiative von 12 Berliner Lesben, die eine WG des Todes erschaffen möchten.  Das ist nicht wirklich neu das Unterfangen. Am Ende des Tages ist das nichts weiter als eine Grabmahl-Patenschaft und eine Themengrabstätte.  Der  Alte St.-Matthäus-Kirchhof  soll, so schreibt die BZ, ein Sammelort für Homosexuelle sein. Hier der Link zum Quell-Artikel. Auch Spiegel ONLINE Berichtet über diese Grabanlage in Berlin, schon in 2014. Interessanter Weise hat sich in den letzten 7 Jahren an der Front nix getan, wenn man den Ergebnissen von Google trauen darf.  Vielleicht ist das Thema Friedhof und Bestattung dann doch nicht belastbar für die Lebensform der Zweiergemeinschaft, heißt, dass die engere Familie eben keinen Lesbengrab möchte, sondern Grab unwichtig findet und dann in das Thema geht anonyme Bestattung oder Themengrabstätte.

Berliner Homosexuellen Friedhof

Die BZ schreibt: In Berlin gibt es seit vier Jahren bereits einen Lesbenfriedhof auf dem Georgen-Parochial in Prenzlauer Berg. „Wenn man keine Familie hat, die sich später kümmern kann, ist es schön, schon jetzt entscheiden zu können, wo man später begraben sein möchte“, findet Wekenborg ( der Verantwortliche des Friedhofes  St Matthäus).  Ein kluger Gedanke sich im Wege einer validen Bestattungs-Vorsorge, mit dem Thema Tod proaktiv zu Lebzeiten zu beschäftigen.

Lesben-und Homosexuellen- Grabstätten Hamburg

In Hamburg gibt es selbstverständlich auf dem Ohlsdorfer Friedhof auch diverse Homosexuellen Themengrabstätten. Insbesondere gab es eine hohe Bedarfslage in den 80er und 90er Jahren, als HIV noch in kurzer Zeit zum Tod führte.  Die identitätsstiftende Vergemeinschaftung des idealistischen Überbaus – hier Homosexuelle – ist schon seit ein paar Jahrzehnten ein Substitut für Familiengrabstätten. Insbesondere in der Homosexuellen Szene sind Familienbildungen naturbedingt nicht möglich. Deswegen braucht es eine andere Vergemeinschaftsebene der Trauerkultur, die die Erinnerung wachhält. Nicht die Familie trauert, sondern bestenfalls die Gemeinschaft der Homosexuellen.  In dem Zusammenhang ist auch der Garten der Frauen zu nennen, link, der als identitätsstiftendes Merkmal die Gemeinschaft aller starken Frauen hat, die sich in dem Verein Garten der Frauen zusammengeschlossen haben, um nach dem Ableben neben dem Wasserturm auf dem Ohlsdorfer Friedhof begraben zu werden.

Bilderechte pixabay CC  chiguy66

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter