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Logik

Logik Gesetze
Written by Giovanni

Logik ist die basale Gedanken-Regel der Kommunikation

Bevor man anfängt zu denken und zu diskutieren ist es gut sich auf ein paar Gedankengrundsätze zu einigen.

Schon die antiken Philosophen haben Bücher über den LOGOS geschrieben, die Logik. logos (maskulin; griechisch λόγος lógoslateinisch verbumhebräisch ‏דבר‎ davar)Logos bezeichnet u. a. auch SpracheRedeBeweisLehrsatzLehreSinn und Vernunft. (Wikipedia)

Jeder Student der Philosophie muß im ersten Semester seinen Logik-Schein machen.  So habe ich den Logik-Schein leicht erringen können, denn in der Juristerei ist logisches Denken einer der Grundvoraussetzungen.

Logos in der angelikalten Philosophie des 20. + 21. Jahrhunderts

Eine wichtige Strömung in der Philosophie ist die analytische Philosophie, die mit mathematischen Erkenntnismitteln versucht das Wesen des Seins zu erfassen.  Da werden Therme hin und her gewandelt, Wahrheitswert-Tafeln durchdekliniert, der arme Kant durch die eben genannte Gedanken-Mühle gequält und am Ende steht dann: Kant hat logisch-analytisch mathematisch betrachtet nicht recht. Immerhin können sich die Analytiker dann auf solche Aussagen einigen wie a=a.

Kann man mit Logik die Welt erklären?

Aber wie versuchen wir das Erkenntnislicht zu deuten?  Indem man wohlwollend versucht die Theorie zu ergänzen, wo es Gedankenlücken gibt.  In der Hermeneutik wird auch versucht über kreisende Bewegungen sich dem Kern des Wesens zu nähern.

Die Weltauslegung mittels der Gedanken-Mühle Hermeneutik

1) Hermeneutik 

wir zitieren Wiki:

Nach Platon sind die zwei Seiten des Seins, die es zu verstehen gilt, die sinnlich wahrnehmbare Beschaffenheit und das nicht sinnlich wahrnehmbare wesenhafte Sein. Die Seele strebe nicht nach der sinnlich wahrnehmbaren Beschaffenheit, sondern nach dem wesenhaften Sein. [11] Bei jedem der Dinge komme die vollständige geistige Erkenntnis in fünf Schritten zustande:

  1. der Name (den wir laut aussprechen),
  2. die sprachlich ausgedrückte Begriffsbestimmung (aus Nenn- und Aussagewörtern zusammengesetzt, z. B. „der Kreis ist das von seinem Mittelpunkt überall gleich weit Entfernte“),
  3. das durch die fünf Sinne Wahrnehmbare (z. B. vom Zeichner oder vom Drechsler angefertigt),
  4. die begriffliche Erkenntnis (Begreifen durch den vernünftig denkenden Geist, kognitive Vorstellung von solchen Dingen),
  5. dasjenige, was sich nur durch Vertiefung in der Vernunft erkennen lässt und das wahre Urbild, die Idee des Dinges ist (ideelle oder intelligible Realität oder Wesenheit, die reine, nicht sinnliche Wahrheit, das ursprünglich vollkommen Wesenhafte). [12]

Die Annäherung an das innere Wesen der Dinge könne nur frei von verfälschenden Leidenschaften erfolgen:

„Erst wenn durch fleißige gegenseitige Vergleichung Namen, definierende Beschreibungen mittels der Sprache, sinnliche Anschauungen und Wahrnehmungen in Beziehung auf ihre Aussagen vom Wesen der Dinge in leidenschaftslosen Belehrungen berichtigt werden, und wenn wir hierbei ohne leidenschaftliche Rechthabereien die rechte dialektische Methode anwenden, dann erst geht uns das Licht der rein geistigen Wahrnehmung und der reinen Vernunftauffassung des inneren Wesens der Dinge auf.“
– Platon: Siebter Brief[13]   1) Wikipedia

2) Maxime der Logik  naturalistischer Fehlschluss

Wir dürfen nicht vom Sein auf das Sollen schließen. Heißt, nur weil wir in der echten Welt a finden, gibt es null Berechtigungsgrundlage, dass a auch moralisch, ethisch hinterlegt ist.  Gutes Beispiel des 1. Semesters Philosophie.  die Witwenverbrennung in Indien.  In Indien ist man sich einig, dass eine Witwe sterben muß, wenn der Mann gestorben ist.  In Deutschland ist man einhellig der Meinung, dass das ein völlig abwegige Argumentation ist. Also nie vom SEIN auf das Sollen schließen

3) Die vier Denkgesetze oder Grundgesetze der Logik

(logische Axiome) wurden in der Geschichte der Logik vom Psychologismus als »psychologische Gesetze des Denkens« aufgefasst.

Denkgesetze heißen die Gesetze, welche die gleichbleibenden Formen bestimmen, in denen sich unser Denken vollzieht. Sie sind Normen des Denkwillens und die allgemeinsten Bedingungen des Erkennens, des Empirischen wie des Spekulativen. Sie gleichen den Naturgesetzen darin, das sie die Gleichmäßigkeit des Geschehens zum Ausdruck bringen, während demgegenüber den juridischen und moralischen Gesetzen, welche freien Persönlichkeiten lediglich als Postulate eine Verpflichtung auferlegen, nicht natürliche Notwendigkeit innewohnt. Da aber die Menschen durch Gefühle, Vorurteile und Motive vielfach in ihrem Denken beeinflusst sind – und ferner aus Nachlässigkeit, Egoismus, Glaube, Subjektion und Mangel an Methode – falsche Begriffe, Urteile und Schlüsse bilden, so werden die Denkgesetze, obwohl sie den Naturgesetzen ähnlich sind, keineswegs immer befolgt und erleiden Ausnahmen, wie es die Naturgesetze nicht erleiden. Den Denkgesetzen schließen sich dann die zahlreichen Gesetze der Kategorienlehre, der Lehre vom Begriff, Urteil und Schluss und der Methodenlehre an.

Alle vier Sätze wurden schon von dem griechischen Philosophen Aristoteles (384-322 v.d.Z.) eingeführt.

Satz der Identität (lat. principium identitatis)

Auch »Satz der Selbstidentität aller Dinge«, d. h. die für jedes A gültige Feststellung A=A, zurückgeführt. Auf Leibniz geht das Prinzip der Identität ununterscheidbarer bzw. Ununterscheidbarkeit identischer Dinge zurück, ein metaphysischer Grundsatz, demzufolge „zwei“ Dinge, die sich in keiner Hinsicht unterscheiden, identisch sind. Z.B. hat ein hinsichtlich seiner Eigenschaften ununterscheidbares Elementarteilchen zumindest einen anderen Ort im Raum. Identität ist demnach immer eine Selbstidentität!

Satz vom Widerspruch (lat. principium contradictionis)

Es ist unmöglich eine Aussage zugleich zu bejahen und zu verneinen! Z.B: »Hans ist blond und Hans ist nicht blond.«
Jeder Versuch diesen Satz zu beweisen bzw. zu widerlegen, würde ihn immer schon voraussetzen, weil jede Aussage bzw. jedes Argument ja sich und nicht sein Gegenteil vermitteln soll. Insofern ist dieser Satz in sich eine Tautologie (siehe nächster Satz!).

Satz vom ausgeschlossenen Dritten (lat. principium exclusi tertii):

Die Disjunktion einer Aussage mit ihrer Gegenaussage ist stets eine gültige Aussage, also eine Tautologie! Z.B: »Es regnet oder es regnet nicht.« oder »Das Haus ist entweder groß oder klein!« Eine dritte Möglichkeit ist in diesen logischen Aussagetypen ausgeschlossen, lateinisch: »Tertium non datur.«, übersetzt: »Ein Drittes ist nicht gegeben.«

Satz vom Zureichenden Grunde (lat. principium rationis sufficientis):

Als metaphysischer Grundsatz besagt dieser Satz, dass jedes Ereignis eine Ursache haben muss beziehungsweise dass es für jede wahre Aussage einen Grund gibt, aus dem heraus sie wahr ist. Er ist neben dem Satz vom Widerspruch nach Leibniz eines der beiden Prinzipien, auf die sich menschliche Vernunftschlüsse stützen: Wir müssen erwägen, dass »… keine Tatsache als wahr oder existierend gelten kann und keine Aussage als richtig, ohne dass es einen zureichenden Grund dafür gibt, dass es so und nicht anders ist, obwohl uns diese Gründe meistens nicht bekannt sein mögen.« Als Handlungsanweisung interpretiert, fordert dieser Satz also, dass jede wahre Aussage durch eine andere und zwar allgemeinere Aussage begründet werde, deren Wahrheit bewiesen ist. Möglichen Verstöße gegen diese Handlungsanweisung heißen Zirkelschluss oder petitio principii.

Was ist wenn sich der Argumentationsgegner nicht an die Grundregeln der Logik hält?

Man sollte davon ausgehen, dass die o.g. Grundsätze der Logik in der westlichen Gesellschaft bekannt sein sollten. Oftmals, oder manches Mal geschieht dies aber nicht. Am besten bist du beraten, wenn du dich auf die Grundsätze der Logik berufst und nicht davon abweichst, denn auch vor Gericht haben die Grundsätze der Logik ein sehr hohes Gewicht. Wer nicht logisch argumentiert, der handelt willkürlich. Willkür wird im Deutschen Rechtsverkehr nicht geschätzt, denn wir sind nicht auf einem orientalischen Basar.

Quelle: Philoreal

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About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter