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Luftreinhaltung Dieselverbote

luftreinhaltung
Written by Giovanni

Kommt die Abschaffung der Diesel-Motoren? Diesel-Autos?

In 2018 macht sich ein großer und kaum glaublicher juristischer und politischer drive bemerkbar, der darauf abzielt, die alten Diesel-Autos von den Straßen zu bekommen, bzw. ganze Großstädte für diese Umweltverpester zu sperren.  Hannover will die gesamte Innenstadt sperren.  Man muß aber genau hinschauen:

Es geht nicht um ein Totalverbot der Diesel-Autos, sondern um die Altbestände , gleich Dreckschleudern.

Wir haben in 2017 an mehrfachen Stellen über die Dieselverpester geschrieben.  So zum Beispiel über die SUVs – Frauenpanzer, die von Frauen gefahren werden, die das Geld für die Dreckschleuder gar nicht verdient haben, aber die Kinder mit dem Teil zur Schule bringen und sich in ihrem Panzer noch sehr wichtig fühlen. link.

So ist die Diesel-Debatte, link,  auch in der Bundesregierung ein heißes Eisen, der zu diversen Kriesengipfeln geführt hat.

Warum gibt es überhaupt ein Diesel_Problem?

Schuld ist eindeutig die EU mit ihren verkrampften Vorschriften zur Luftreinhaltung, die den Deutschen Politikern den Handlungs-Schweiss auf die Options-Karten tropfen lässt.  Die EU möchte, dass insbesondere in Großstädten die Einwohner und Bürger der Städte reine Luft atmen können. Unreine Luft entsteht natürlich durch die Industrie-Anlagen, durch die Benzin-Autos und in erster Linie durch den Dreck, den die Diesel-Autos-produzieren, link. Durch die Schwebteilchen, die wahrscheinlich atemschädigend sind, sprich Krebs auslösen, wird die Luft-Qualität massiv vergiftet.

Erster Versuch der Auto-Industrie den gestrengen EU-Vorschriften zu entsprechen

Was macht man als Forschungs- und Entwicklungsabteilung von VW, Audi et al, wenn die EU immer stärkere Vorschriften erlässt, die sich physikalisch nur mit immensem Aufwand realisieren lassen? Man fragt mal bei den Lieferanten nach, hier BOSCH DEUTSCHLAND, der die Steuerelektronik für die Abgasreinigung liefert, wie man das Problem lösen könnte. BOSCH Ingenieure sind nicht doof und neigen offensichtlich zum trumpen – Wir erzählen, was unsere Wahrheit ist, auch wenn sie naturwissenschaftlich leicht gebogen ist.“   Und so entstand aus den Autoverkaufskatalogen für Diesel PKWS plötzlich ein Zauberwald von gediegenen Lügen, ein Märchenschloss von den „abgasfreien“ Diesel. In USA sind die VWler in die Werbung gegangen mit “ die umweltverträglichste Art Auto zu fahren“ mit einem Diesel. Jeder Insider wusste, dass das glatt gelogen war, weil Dank BOSCH, die Abgasregelung massiv manipuliert wurde. Die Sensoren erkannten, ob ein Prüfer im Stillstand die Werte maß und fakten die Motoreinstellungen.  Dummer Weise gibt es nicht nur kluge BOSCH VW Manipulatoren, sondern auch sehr kluge Ingenieure jenseits des Teiches, USA, die det ganze erforschten und auffliegen ließen.

the big deal DIESEL emissions  – a big bald lie

War klar, dass die DEUTSCHEN dafür Millarden an US Dollar an Strafe zahlen mußten,  die US Autohersteller, denn die Umwelt-Imperative eh wurscht waren und sind lachten sich ins Fäustchen oder auch krumm, weil die Marke VW dadurch natürlich massiv in Verruf geriet. Während der Spiegel schon böse schrieb, 2015, kommt der VW Konzern in Wirtschaftsnöte, zeigt sich 2017, dass VW det beste Geschäftsjahr ever abgeschlossen hat.  Also sagt sich der Herr Winterkorn und andere Vorstands-Entscheider:  „achh  bisschen unschön, aber  wir haben den Sturm doch gut gemeistert und bauen geile Autos und die kleine Lüge fällt doch gar nicht so richtig auf. Wir bauen weiter Diesel-Autos, weil wir damit richtig viel Geld verdienen können“. Hier ein kleiner Gedankenaufsatz zum Thema Moral in der Autoindustrie, link.

EU Imperative Luftreinhaltung leider unhintergehbar

Det blöde an den EU Luftreinhaltungsvorschriften ist leider, det sie unhintergehbar sind. Das heißt, mann muss als Bundesregierung was tun, damit man die EU Entscheider milde stimmt, denn ansonsten droht das sogenannte Vertragsverletzungsverfahren, link.

„Nach den EU-Verträgen kann die Kommission rechtliche Schritte in Form von Vertragsverletzungsverfahren gegen EU-Länder einleiten, die das EU-Recht nicht umsetzen. Die Kommission kann den Gerichtshof anrufen, der in bestimmten Fällen die Zahlung von Strafgeldern anordnet.“

Dabei geht es politisch gar nicht darum, dass man die Sanktionen fürchtet, sondern man möchte als Musterschüler EU natürlich nicht als bad guy dastehen. Was macht man also als Bundesregierung DEUTSCHLAND ?

Beruhigungspille, Beruhigungs-Finten ausstreuen

Eine wirklich schöne gedankliche Finte war, im Februar 2018, dass man die öffentlichen Nahverkehr kostenlos in Großstädten anbieten möchte, link. Doofer Weise hatte man mit dem Sandkastenspiel in Berlin mit keiner Stadt wirklich Rücksprache gehalten und die Kosten für so eine geniale Idee wären immens. Beispielsweise würde in Hamburg so ein Umweltinvestment pro Jahr eine Elbphilharmonie kosten, vulgo 850 Mio Euros.  Da stellen sich den hamburger Stadtkämmern natürlich die Nackenhaare auf, obwohl sie gar nicht wissen wohin mit den Milliarden Steuereinnahmen. Da Hamburg nur 10 Mrd Steuern einnimmt, ist es aber betriebs- und volkswirtschaftlich nachvollziehbar, dass man nicht 1/10 der Gesamteinnahmen für kostenlosen Nahverkehr ausgeben kann. Deswegen wäre unsere Idee, dass man ein Großteil der Kosten von den Bundeskassen, sprich als nationale Aufgabe, getragen wird. Denn auch die Bundeskasse der Bundesregierung schwimmt im Geld auf Grund der hervorragenden Wirtschaftssituation.  Auch gänzlich ohne Ironie ernsthaft gesprochen, finden wir die Idee des

kostenlosen Nahverkehrs in den Großstädten in Deutschland extrem sexy

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Die Autoindustrie ist am zittern – das Leipziger Umwelturteil des Bundesverwaltungsgerichts

Wir zitieren det Urteil des fast höchsten Richterschaft, des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig in der Fußnote 1). Wie die Richter ausführen, würden sie gerne mit einer Stichtagsregelung im September 2019 alte Dieselautos aussortieren. Die Vorstände in den Autoschmieden schäumen vor Wut, ihre Cash-Cow scheint gerade massiv an Wertschöpfungs-Geltungs-Kraft zu verlieren. Selbst die Bundesregierung färbt sich ein ein grünes Öko-Kleid, obwohl gar kein Grüner am Regieren ist.  Immer schön den Mantel wechseln, Hauptsache das Regierungsschiffchen segelt hart am Wind.

Was macht die Bundesregierung aufgrund des neuen Anti Diesel-drives in Deutschland im März 2018?

Det schöne an Politik ist, dass sie ihr Fähnchen immer nach dem Winde hängt, wo es gerade passend ist. Ist man bei Audi eingeladen, redet man über die hübschen Arbeitsplätze und den Wirtschaftsmotor der Autoindustrie.  Ist man bei der EU vorgeladen, dann redet man lieber weniger über Bosch, sondern über tolle blaue reine Alpenluft, die die Umweltaktivsten der EU auch in den stickigsten Deutschen Städten demnächste zu messen bekommen.  Leider ist det noch ein relativ weiter Weg.  Aber weil sich gerade die Gesamtmeinung der Bevölkerung irgendwie auf grün zu drehen scheint, und das Leipziger Urteil irgendwie auch wichtig ist, wenn auch nicht letztbegründet, weil darüber noch das Bundesverfassungs-Gericht steht und die EU Judikative, hängt die Bundesregierung, wenn auch nur geschäftsführend, plötzlich die Grüne Fahne aus dem Bundeskanzleramt, vulgo Berliner Parlament.

Die Rheinische Post zitiert Ende Februar einen Staatssekretär aus Berlin. Wir zitieren aus der ZEIT online, link.:

„Barthles Schreiben zufolge geht es um eine „neue Rechtsgrundlage zur Anordnung von streckenbezogenen Verkehrsverboten oder -beschränkungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Feinstaub oder Abgasen“ in der Straßenverkehrsordnung. Damit könnten Städte Fahrverbote immer dann selbst anordnen, wenn die Belastung durch Feinstaub zu groß wird – auch unabhängig vom Vorliegen eines Luftreinhalteplans“

Wie geht Hamburg mit dem Diesel-Fahrverbot um?

Der Grüne Senator ist gut vorbereitet und will im Westen von Hamburg lächerliche 2 Straßen sperren lassen.  Wie die Wirtschaftswoche, link, zurecht ausführt eine absolute Lachnummer.  Der geneigte Dieselfahrer umfährt einfach diese Straßen.  Rein zufällig liegen die Straßen an den Meßstationen, die für die EU Richteraugen entscheident sind.  Auch ein Kennzeichen von Politik sind solche naturwissenschaftlich megapeinlichen Halbheiten und Augenwischereien. Da ist dann die Lösung Hannover deutlich restriktiver aber auch zielführender im Lichte von wirklich messbaren Ergebnissen reine Luft, Alpenluft. Link zur BILD Hannover

Was passiert mit den alten Diesel-Autos?

Auch wenn die Eigentümer der alt-Diesel-Autos schreien Zeter und Mordio, wenn sie die Autohersteller verklagen, wenn sie im Kreis springen. Im Grund genommen zeitigt og grüner drive nur eine Lösung: Hochofen, Schrottpresse oder Schrott-Handel.  Es gibt da natürlich eine kleine verfassungsrechtliche Implikation für die Diesel-Auto-Eigentümer, die sie im Klageweg nutzen könnten: Art 14 GG  , das Eigentumsrecht darf natürlich nicht übermäßig beschnitten werden, aber bis das nach oben durchgeklagt ist, vergehen nochmal 10 Jahre.

ART 14 GG

1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

Gibt es eine Heilungsmöglichkeit der schlechten Diesel-Abgase bei Alt-Diesel Autos?

Die Nachrüstung mit Hilfe von Software scheint mir physikalisch eher suboptimal zu sein.  MaW  bringt nüscht.  Eine aufwändige Nachrüstung von Alt-Diesel-Autos bringt nur viel Geld in die Werkstätten.  In Wirklichkeit kann man Dreckschleudern nicht zu Umwelt-Engeln umrubeln. Daher unsere Forderung an die Bundesregierung, wenn die jetzt gerne den blauen günen Umweltengel der Welt ergattern möchte und gleichzeitig das Stimmvolk bei Laue halten möchte:

Abwrackprämie für Alt-Diesel Dreckschleudern – 3000 €

Wie meinauto.de schreibt, gab es schon eine freiwillige Prämie der Autoindustrie. link.  Wie die Website schreibt, läuft die Prämienregelung, die von Autoindustrie nicht wirklich unterstützt wird, wg Cash-Cow, im März aus. 2)#

Bundesumweltamt  Berlin verkündet im März 2018

Das Bundesumweltamt in Berlin führt ein paar Tausend Tote auf die Vergiftung durch Autoabgase zurück. Wie der Tagesspiegel schreibt, link,  sind auch niedrige Konzentrationen von NOX kausal verantwortlich für Krankheiten und Todesfälle.  Angeblich gibt es hierzu viele wissenschaftliche Studien.  In 70 Städten in Deutschland, Hamburg und Berlin gehören dazu, werden die EU Grenzlinien überschritten.  Aber CAVE !  Die EU Grenzrichtlinien sind natürlich auch rein willkürlich. Am gesündesten lebt man nachweislich auf dem Land oder du ziehst an einen einsamen See in Schweden. Wenn Du dann einen Herzinfarkt bekommst, gibt s zwar keinen Rettungswagen und du bist in 10 Minuten Tod, aber immerhin hast du keine Luftvergiftung bekommen.

Wie weit sollen alle Dieselautos verboten werden?

In der medialen Diskussion ist auch, dass die neuesten Diesel-Motoren, rsp. Autos verboten werden sollen.  Das ist industriepolitisch schwierig. Millionen von Arbeitsplätzen hängen an der DEUTSCHEN Autoindustrie.  Vielleicht gibt es doch mal einen Schub zu Elektro-Autos, dann braucht es nur mehr Kaufentscheider dafür und der Markt regelt sich selbst, wie er es in einer gesunden Marktwirtschaft tun sollte.

Conclusio der Dieseldebatte März 2018

1. Die Autoindustrie will weiter kräftig Diesel-Autos verkaufen

2. Die Bundesregierung will nur die alten Diesel-Autos von der Straße bekommen .  Ansonsten würde ich als VW auch eine Verfassungsbeschwerde einreichen.

3. Die EU wird mit dem Umweltgedanken immer ernster genommen

3a  Leipziger Urteil

3b) Rechtsgrundlage , Ermächtigungsgrundlage für Städte Fahrverbote zu erlassen für alte Diesel-Fahrzeuge

3c) In Hamburg hat der grüne Umweltsenator schon lange die Fahrverbotsschilder bestellt und weiss auch schon, wo er sie aufstellen will. Zum Beispiel in der Max Brauer- Alle in Hamburg Altona.

4. Freie Fahrt für freie Bürger war mal.  Zumindest von Diesel.-Verliebt bist, gibt es jetzt deutliche Probleme

5. die Industrie bewegt sich kaum – und weint: Zitat Handelsblatt, link.

Verglichen mit Benzinern ist es für Händler schon jetzt deutlich schwieriger, ein Dieselfahrzeug zu verkaufen. So steht ein Benziner nach Berechnungen der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) derzeit im Schnitt 89 Tage beim Händler, bevor er verkauft wird. Bei Dieselfahrzeugen sind es 102 Tage – also rund 15 Prozent mehr.“

Tipps zur Nachhaltigen Lebensführung – substained yield

von der Seite   Earth DAY habe ich 40 Tips übernommen zur Nachhaltigen Leibensführung, hier klicken.

Urteil des Landgerichts Hamburg, März 2018

In einem innovativen Urteil des Landgerichts Hamburg wird der VW Händler verurteilt einen Neuwagen nach 3 Jahren Gebrauch zu stellen, hier weiterlesen.

Bildrechte pixabay CC Bilderjet

Fußnote 1). Autorenrechte BVerwaltungsGericht, Bundesrepublik Deutschland

Luftreinhaltepläne Düsseldorf und Stuttgart: Diesel-Verkehrsverbote ausnahmsweise möglich

Mit zwei Urteilen hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute die Sprungrevisionen der Länder Nordrhein-Westfalen (BVerwG 7 C 26.16) und Baden-Württemberg (BVerwG 7 C 30.17) gegen erstinstanzliche Gerichtsentscheidungen der Verwaltungsgerichte Düsseldorf und Stuttgart zur Fortschreibung der Luftreinhaltepläne Düsseldorf und Stuttgart überwiegend zurückgewiesen. Allerdings sind bei der Prüfung von Verkehrsverboten für Diesel-Kraftfahrzeuge gerichtliche Maßgaben insbesondere zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit zu beachten.

 

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf verpflichtete das Land Nordrhein-Westfalen auf Klage der Deutschen Umwelthilfe, den Luftreinhalteplan für Düsseldorf so zu ändern, dass dieser die erforderlichen Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des über ein Jahr gemittelten Grenzwertes für Stickstoffdioxid (NO2) in Höhe von 40 µg/m³ im Stadtgebiet Düsseldorf enthält. Der Beklagte sei verpflichtet, im Wege einer Änderung des Luftreinhalteplans weitere Maßnahmen zur Beschränkung der Emissionen von Dieselfahrzeugen zu prüfen. Beschränkte Fahrverbote für bestimmte Dieselfahrzeuge seien rechtlich und tatsächlich nicht ausgeschlossen.

 

Das Verwaltungsgericht Stuttgart verpflichtete das Land Baden-Württemberg, den Luftreinhalteplan für Stuttgart so zu ergänzen, dass dieser die erforderlichen Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung des über ein Kalenderjahr gemittelten Immissionsgrenzwertes für NO2 in Höhe von 40 µg/m³ und des Stundengrenzwertes für NO2 von 200 µg/m³ bei maximal 18 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr in der Umweltzone Stuttgart enthält. Der Beklagte habe ein ganzjähriges Verkehrsverbot für alle Kraftfahrzeuge mit Dieselmotoren unterhalb der Schadstoffklasse Euro 6 sowie für alle Kraftfahrzeuge mit Ottomotoren unterhalb der Schadstoffklasse Euro 3 in der Umweltzone Stuttgart in Betracht zu ziehen.

 

Die verwaltungsgerichtlichen Urteile sind vor dem Hintergrund des Unionsrechts überwiegend nicht zu beanstanden. Unionsrecht und Bundesrecht verpflichten dazu, durch in Luftreinhalteplänen enthaltene geeignete Maßnahmen den Zeitraum einer Überschreitung der seit 1. Januar 2010 geltenden Grenzwerte für NO2 so kurz wie möglich zu halten.

 

Entgegen der Annahmen der Verwaltungsgerichte lässt das Bundesrecht zonen- wie streckenbezogene Verkehrsverbote speziell für Diesel-Kraftfahrzeuge jedoch nicht zu. Nach der bundesrechtlichen Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung („Plakettenregelung“) ist der Erlass von Verkehrsverboten, die an das Emissionsverhalten von Kraftfahrzeugen anknüpfen, bei der Luftreinhalteplanung vielmehr nur nach deren Maßgaben möglich (rote, gelbe und grüne Plakette).

 

Mit Blick auf die unionsrechtliche Verpflichtung zur schnellstmöglichen Einhaltung der NO2-Grenzwerte ergibt sich jedoch aus der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union, dass nationales Recht, dessen unionsrechtskonforme Auslegung nicht möglich ist, unangewendet bleiben muss, wenn dies für die volle Wirksamkeit des Unionsrechts erforderlich ist. Deshalb bleiben die „Plakettenregelung“ sowie die StVO, soweit diese der Verpflichtung zur Grenzwerteinhaltung entgegenstehen, unangewendet, wenn ein Verkehrsverbot für Diesel-Kraftfahrzeuge sich als die einzig geeignete Maßnahme erweist, den Zeitraum einer Nichteinhaltung der NO2-Grenzwerte so kurz wie möglich zu halten.

 

Hinsichtlich des Luftreinhalteplans Stuttgart hat das Verwaltungsgericht in tatsächlicher Hinsicht festgestellt, dass lediglich ein Verkehrsverbot für alle Kraftfahrzeuge mit Dieselmotoren unterhalb der Schadstoffklasse Euro 6 sowie für alle Kraftfahrzeuge mit Ottomotoren unterhalb der Schadstoffklasse Euro 3 in der Umweltzone Stuttgart eine geeignete Luftreinhaltemaßnahme darstellt.

 

Bei Erlass dieser Maßnahme wird jedoch – wie bei allen in einen Luftreinhalteplan aufgenommenen Maßnahmen – sicherzustellen sein, dass der auch im Unionsrecht verankerte Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt. Insoweit ist hinsichtlich der Umweltzone Stuttgart eine phasenweise Einführung von Verkehrsverboten, die in einer ersten Stufe nur ältere Fahrzeuge (etwa bis zur Abgasnorm Euro 4) betrifft, zu prüfen. Zur Herstellung der Verhältnismäßigkeit dürfen Euro-5-Fahrzeuge jedenfalls nicht vor dem 1. September 2019 (mithin also vier Jahre nach Einführung der Abgasnorm Euro 6) mit Verkehrsverboten belegt werden. Darüber hinaus bedarf es hinreichender Ausnahmen, z.B. für Handwerker oder bestimmte Anwohnergruppen.

 

Hinsichtlich des Luftreinhalteplans Düsseldorf hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass Maßnahmen zur Begrenzung der von Dieselfahrzeugen ausgehenden Emissionen nicht ernsthaft in den Blick genommen worden sind. Dies wird der Beklagte nachzuholen haben. Ergibt sich bei der Prüfung, dass sich Verkehrsverbote für Diesel-Kraftfahrzeuge als die einzig geeigneten Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung überschrittener NO2-Grenzwerte darstellen, sind diese – unter Wahrung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit – in Betracht zu ziehen.

 

Die StVO ermöglicht die Beschilderung sowohl zonaler als auch streckenbezogener Verkehrsverbote für Diesel-Kraftfahrzeuge. Der Vollzug solcher Verbote ist zwar gegenüber einer „Plakettenregelung“ deutlich erschwert. Dies führt allerdings nicht zur Rechtswidrigkeit der Regelung.

 

BVerwG 7 C 26.16 – Urteil vom 27. Februar 2018

Vorinstanz:

VG Düsseldorf, 3 K 7695/15 – Urteil vom 13. September 2016 –

BVerwG 7 C 30.17 – Urteil vom 27. Februar 2018

Vorinstanz:

VG Stuttgart, 13 K 5412/15 – Urteil vom 26. Juli 2017 –

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2) Wir zitieren aus meinauto.de

Das ist die Diesel-Abwrackprämie 2018

Die Autobauer wollen mit diesem Bonus Anreize schaffen, damit alte Diesel-Fahrzeuge gegen einen neuen modernen Neuwagen mit moderner Abgasreinigung getauscht werden. So sollen die Stickoxid-Emissionen rasch und nachhaltig gesenkt werden.

Ob Sie einen Neuwagen mit einem Benzin-, Hybrid-, Elektro- oder Dieselmotor kaufen, ist egal: Sie erhalten bis zu 10.000 Euro Rabatt. Aber bei einem Umstieg auf ein Erdgas-, Hybrid- oder Elektromodell erhöhen sogar einige Automobilhersteller die Abwrackprämie um eine Zukunftsprämie, die bis zu 2.380 Euro Extra-Rabatt zusätzlich garantiert!

Achtung: Umweltprämie nur noch bis zum 15.03.2018 verfügbar!

Die Prämie für alte Dieselfahrzeuge läuft bei den meisten Herstellern nur bis zum 31.03.2018. Aufgrund des großen Interesses ist der Stichtag über MeinAuto.de aber der 15.03.2018 um 17 Uhr! Nur bis zu diesem Zeitpunkt können wir Ihnen die Umweltprämie anbieten.

Beeilen Sie sich und stellen Sie jetzt Ihre Vermittlungsanfrage ein: Die Umweltprämie ist nur noch 13 Tage und 10 Stunden, 49 Minuten und 58 Sekunden über uns verfügbar! Hier finden Sie genauere Informationen über das Prämienende und die Verfügbarkeit über MeinAuto.de.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter