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Methadon als Krebsheilmittel

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Written by Giovanni

Frisch vom wissenschaftlichen Palliativ Kongress in Sylt kommend, 4-6.03.2018, gibt es spannendes zu berichten über die aller neuesten Forschungsergebnisse in Bezug auf die Palliativ Medizin als Medizin am Lebensende. Dazu gehört auch die Behauptung einer Ulmer Chemikerin, dass man

mit Methadon Krebs heilen

könne.

Zusammenfassend:  Methadon hilft nicht nachweislich gegen Krebs!

Das DEUTSCHE Ärzteblatt sieht die Wirksamkeit von Methadon sehr kritisch, hier der link zu deren Bericht. Zitat Ärzteblatt: “

„In einer anderen retrospektiven Fallserie mit 76 Patienten, deren Schmerztherapie auf Methadon gewechselt wurde, konnte im Vergleich zu 88 Patienten der Kontrollgruppe kein Einfluss von Methadon auf das Überleben nachgewiesen werden (41).“

Prof.Dr. med. Gottschling von der Uniklinik Homburg hat dem Wirkpostulat von Methadon beim Krebs massiv und deutlichst widersprochen. Chefarzt Dr Wirz aus Bad Honnef, link, führte in seinem Vortrag am 4.3. dezidiert und sehr deutlich aus, was Methadon bewirkt, wahrscheinlich nichts, und wie groß der Druck aus der Bevölkerung ist, es zu verschreiben.  Basierend ist eine Forschungsarbeit von einer Chemikerin, die in vitro, im Reagenzglas das Wachstum von Krebszellen durch die Zugabe von Methadon vermindern konnte.  Jegliche wissenschaftliche Nachweise bei Tieren oder Menschen sind bisher nicht geführt worden. Sehr spannend war auch die Auseinandersetzung mit der Studie an der Charitè diesbezüglich, link. Wie Dr Wirz ausführte, ist die Studie stark, extrem stark ergebnisgetrieben geschrieben, maW wissenschaftlich weder plausibel noch beweiskräftig. Krass, dass solche Studien überhaupt veröffentlicht werden.

Laut Focus sollen in diesem Jahr valide Studien gestartet werden, link.

Cui Bono-  Wem nützt es?

Der Gipfel der Beweisführung von Dr. med. Witz war, dass er die Liste der Patente von Arzneimitteln durchgeschaut hatte und ohhh welch Wunder, die Frau tralala Chemikern hält ein Patent an einem Methadon-Medikament.  Solches Treiben sollte massiv durch Ethik-Kommissionen unterbunden werden. Wie hat uns doch der Fall Gladbeck gelehrt, der die Medien in ein sehr schlechte Licht stellt, zurecht?  Medien verändern die Gesellschaft, deswegen müssen sie reflektiert berichten.  Wenn Sie das nicht tun, meisten die Privaten, dann lösen sie Druck bei den behandlungsverantwortlichen und führenden Ärzten aus. Die Ärzte können sich manchmal nicht wehren gegen die Falsch- Desinformation und das obwohl sie wissen, dass Methadon nicht hilft bei Krebs.  Die Kosten für das Placebo-Medikament übernimmt die Allgemeinheit, heißt Versichertengemeinschaft.

Medial Überformung übt Druck auf die Ärzteschaft aus

Zur medialen Überformung von wissenschaftlicher Vorgehensweise schreibt das Deutsche Ärzteblatt, Zitat:

  • In der Öffentlichkeit zeigt sich eine zunehmende Skepsis gegenüber der Schulmedizin.
  • Das Beispiel Methadon zeigt, welche Macht Medien entfalten können; in diesem Fall zeigt sie ihr Janusgesicht.
  • Wahrscheinlich handelt es sich nicht um einen Einzelfall, sondern um ein Phänomen mit hohem Schadenspotenzial, das uns in der Zukunft begleiten wird. Denn es treffen mehrere Mechanismen aufeinander.
  • Medien lösen durch häufige Berichte von „Durchbrüchen“ hohe Erwartungen bei den Patienten aus.
  • Forscher unterliegen dem hohen Druck, nicht nur in Fachmedien zu publizieren, sondern auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden.
  • Zuletzt entsteht statt Hoffnung Druck auf Patienten, Ärzte und das gesamte System. Diesem Druck wird gerade mit einer Vogel-Strauß-Politik nachgegeben.
  • Vielleicht wäre eine Taskforce glaubwürdiger Wissenschaftler ohne Interessenkonflikt, die innerhalb kürzester Zeit für Medien eine unabhängige Evidenzaufarbeitung zur Sachlage erstellen können, ein erster Schritt

Lebensqualität sichern ist der Leitsatz der Palliativ-Medizin

Was verstehen wir eigentlich in abstracto unter Lebensqualität?  Hier dazu weiterlesen

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter