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Nolde Ausstellung Schloß Gottorf

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Written by Giovanni

Im Schloß Gottorf findet eine super intensive Nolde Ausstellung  im Sommer 17 statt

Der NDR hat auch einen Bericht über die Sonderausstellung in Schloß Gottorf geformt- link. Das Hamburger Abendblatt konnte sich nicht entschlagen Noldes Hitler-Verehrung in einem lesenswerten, ganzseitigen Interview mit dem Direktor der Nolde Stiftung Seebüll, Christian Ring, herauszuheben, link. Martin Heidegger war auch ein glühender Hitler-Verehrer.Beide Künstler , Denker passten aber nicht in die NAZI-Schergen-Diktatur und Nolde bekam sogar ein Malverbot, was zu den „ungemalten Bildern“ führte, weil Nolde keine Ölfarben mehr beziehen konnte. Es ist so leicht sich auf dem moralischen Ross reitend, ex post, die Menschen zu verurteilen, die noch nichts wussten über Systemtheorie a la Luhmann und Massenverführung qua Indoktrination im neu geschöpften Massenmedienzeitalter- Radio/Volksempfänger. Vielleicht war der alternde Nolde, im dritten Lebensabschnitt sich befindend,  einfach ein Teil seiner Zeit und nicht fähig sich aus den Systemzwängen zu befreien? Damit man dass kann, braucht es ein signifikantes, valides inneres Wertesystem, dass durch keinerlei Gesetze, Außenwelten, durchbrochen werden kann. Ein weites juristisch-philosophisches Feld über die sogenannten Naturgesetze, die die Gesetzes-Positivisten abstreiten. Sophie Scholl und viele Widerstandskämpfer hatten diese innere Stärke, aber können Alle, die jetzt entrüstet rumzetern mit Gewissheit sagen, dass sie glühende Widerstandskämpfer mit Lebensbedrohung geworden wären?  Anyway, die Nolde Ausstellung im Schloß Gottorf zeigt Bilder aus der Zeit des beginnenden Jahrhunderts 1913/14. Viele Künstler dieser Zeit haben die anderen Lebenswelten genutzt, um ihren Horizont zu erweitern. Wir denken an die Tunis-Reise von Paul Klee, oder Paul Gauguin, die gleich in die Südsee seinen Lebensschwerpunkt verlegte.

Was erwartet Dich in Schloß Gottorf von Nolde?

Ausstellungskonvolut: 19 Gemälde, mehr als 50 Aquarelle und 80 Pastelle und Zeichnungen entstanden Südseereise von Emil Nolde in den Jahren 1913/1914.

Die Schloss-„Eigentümer“ schreiben:

Nolde in der Südsee

Die Reise in die Südsee, die Emil Nolde zusammen mit seiner Frau Ada unternahm, gehört zu den zentralen Ereignissen seines Lebens und inspirierte seine Kunst nachhaltig. Zusammen mit zwei Tropenmedizinern und einer Krankenschwester waren Ada und Emil Nolde Teil einer „Medizinisch-demographischen Deutsch-Neuguinea-Expedition“ des Deutschen Reiches, die die verheerenden Epidemien in den deutschen Kolonien erforschen sollte. Für den Maler und seine Frau war diese Reise die Gelegenheit, die vermeintlich wilde und unberührte Welt der Südsee zu erleben, den ursprünglichen Zuständen menschlichen Seins unverfälscht begegnen zu können – sie folgten einer Sehnsucht, die Nolde mit vielen Künstlern seiner Zeit teilte. Der bekannteste Vertreter war sicherlich Paul Gauguin.

Die Reise vor mehr als 100 Jahren führte die Noldes im Gefolge der Expedition über Moskau mit der transsibirischen Eisenbahn nach Korea, Japan, China und Hongkong, dann weiter über die Philippinen nach Deutsch-Neuguinea. Schon auf der Hinfahrt entstanden die ersten Werke, schnelle konzentrierte Arbeiten in Aquarell und Tusche. Insgesamt fertigte Nolde Hunderte von Aquarellen sowie Pastellzeichnungen an und 19 Gemälde. Aquarelle waren nicht nur wesentlich leichter zu transportieren, sondern Ölfarbe trocknete bei der hohen Luftfeuchtigkeit auch weniger gut durch. Die farbprächtigen Gemälde wie zum Beispiel „Tropensonne“ (1914) sind – neben den Aquarellen und Pastellen – auf Gottorf zu sehen.

Die Faszination Noldes für das Fremde und andere Kulturen teilen viele Menschen von jung bis alt. Interaktive Elemente sowie eine Audiotour für Kinder und Erwachsene, in der Emil und Ada Nolde ihre Reiseeindrücke schildern, nehmen diese Neugierde in den Fokus. Das umfangreiche Begleitprogramm stellt außer dem Künstler und seinem Werk die Kultur der Südsee in den Mittelpunkt. Neben mehreren Vorträgen gibt es zahlreiche Themenführungen, Workshops und einen kulinarischen Abend zum Mitmachen.

Dank einer umfassenden Unterstützung durch die Sparkassen in Schleswig-Holstein konnte auch für die aktuelle Sonderausstellung ein Audioguide produziert werden – mit Texten auch für junge Besucher. Aus Sparkassenmitteln waren bereits moderne Vermittlungsmedien für die Ausstellungen beider Landesmuseen auf Schloss Gottorf, im Globushaus, in Haithabu und für das Landesmuseum für Volkskunde in Molfsee angeschafft worden.
Die Schleswiger Ausstellung „Nolde in der Südsee“ ist Teil des Ausstellungs¬verbundes „Nolde im Norden“: acht Museen über nationale und internationale Grenzen hinweg würdigen diesen bedeutenden Maler 2017 und 2018 mit unterschiedlich thematisierten Ausstellungen, um die Vielfalt und Breite seines Schaffens darzustellen. Gefördert wird „Nolde im Norden“ von der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein.

Kataloge zu „Nolde in der Südsee“:
1.Emil Nolde, Die Südseereise | The Journey to the South Seas 1913-1914, hg. Manfred Reuther, Nolde Stiftung Seebüll, 144 Seiten, 2008, 29,90 Euro

2. Christian Ring: Emil Nolde, Die Südsee | The South Seas, 96 Seiten, 2017, 18 Euro – hier kommst du zur Verlagsseite von DuMont, link.

„Nolde in der Südsee“ – Öffnungszeiten
Reithalle und Stiftung Horn, Schloss Gottorf
8. Mai bis 3. September 2017
Montag bis Freitag 10 bis 17 Uhr
Sonnabend + Sonntag 10 bis 18 Uhr

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter