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Pflege-Reformen 21 Jahrhundert

Krankenpflege
Written by Giovanni

Der Bevollmächtigte für Pflege der Bundesregierung, link, Herr Westerfellhaus, findet die Gedankenwege, wie man die Mangelversorgung in Deutschland für Pflege, insbesondere auch im Hinblick auf die riesige Welle der geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten 20 Jahren, zu dünn und zu unbeweglich. Wer mehr kreativ denkt, weniger verhaftet ist in den alten Strukturen, findet auch bessere Wege.

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, fordert mehr Mut und Kreativität für eine bessere Pflege in Deutschland.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – „…… Aber auch in der Pflege wie im gesamten Gesundheitswesen muss sich die Erkenntnis durchsetzen, dass wir die Sicherstellung einer qualifizierten Versorgung über alle Sektoren hinweg nicht mit den Instrumenten der letzten 30 Jahre lösen können„, sagte Westerfellhaus dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Montagsausgaben). „Hier ist Kreativität, Mut und Innovation gefordert. Hier ist noch viel Luft nach oben.“

Der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium äußerte sich mit Blick auf die Zwischenbilanz zu Reformbemühungen in der Pflege, die an diesem Montag in Berlin präsentiert werden soll. „Ich begrüße daher die konkreten Ergebnisse, die nun die erste Arbeitsgruppe der Konzertierten Aktion Pflege zur Ausbildung fristgerecht geliefert hat“, so der Pflegebeauftragte.

„Die Ziele sind ambitioniert – was gut ist, denn Klein-Klein bringt uns in der Pflege nicht weiter.“ Westerfellhaus sagte, die geplante Ausbildungsoffensive in der Pflege sei „der richtige Impuls“, den er vollumfänglich unterstütze. „Ich erwarte daher auch von allen anderen Arbeitsgruppen, wie denen zu den Arbeitsbedingungen oder der Digitalisierung, in gleicher Weise konkrete Ergebnisse“, sagte er.

„Unverbindliche Selbstverpflichtungen würden zu keiner Problemlösung führen.

Kommentar aus Hamburger Pflegesicht:

1. Es gibt schon lange einen Ausbildungspakt in Hamburg, der dafür sorgt, dass man mit guter Geldunterstützung den Pflegeberuf ergreifen kann. Daran beteiligen sich auch massiv die Nutznießer, also die Pflegeheime.

2. Selbstverpflichtungen sind das mildere Mittel, um Gesellschaftsaufgaben zu bewältigen. Wenn die Pflegewirtschaft sich nicht bewegt, dann müssen eben gesetzliche Vorgaben geschaffen werden.  Das möchte der Staatssekretär sicherlich schon mal vorankündigen und den Boden dafür vorbereiten.

Dass die Probleme der Mangelversorgung in der Pflege massiv sind, legt auch die Autorin in der ZEIT dar, hier klicken. Was man auch lernen kann ist, dass die Fluktuation aus dem Beruf heraus sehr groß ist, weil die Bezahlung überschaubar ist und man oftmals mit Schichtdienst und Wochenend-Dienst sich die Freizeit-Gestaltung, bzw. Famliengestaltung vermauert.  Da der Arbeitsmarkt in Deutschland extrem entspannt ist, sind auch Pflegekräfte in anderen Arbeitsfelder sehr beliebt, weil sie die Praxis kennen. Wenn man bei gleichem oder besseren Gehalt weniger Stress-Verantwortung trägt und keinen Schichtdienst hat, dann wechselt man gerne. 37 % wechseln, schreibt die ZEIT, nach 10 Jahren in einen anderen Beruf.  Da sollten sich die Anbieter von Arbeitsplätzen vielleicht auch mal ein paar Gedanken machen, wie man das Personal besser motiviert halten kann.  Es soll in der IT Wirtschaft MangerINNEN geben, die sich nur um die wohlfühlsame Ausgestaltung des Arbeitsplatzes kümmert.link

 

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About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter