aa -Tagesimpulse Luxus Musik- klassisch

Plattenspieler

Plattenspieler
Written by Giovanni

wie funktioniert eigentlich ein Plattenspieler?

Schallplattenspieler sind kein Hexenwerk und vor 130 Jahren von Emil Berliner, vor 140 Jahren hat in den USA Edison allerdings schon ein Grammophon erfunden. Seit 1920 wird der Plattenspieler mit einem Elektromotor angetrieben. Heute unterscheidet man Plattenspieler mit einen Riehmenantrieb, günstiger und welche mit Direktantieb, eher super teuer. Das Wesen eines guten Schallplattenspielers wird durch drei Elemente bestimmt:

1. Tonabnehmersystem, siehe unten

2. Plattenarm

3. Drehteller

Über zwei und drei werde ich mich später schreibend auslassen. Wichtig ist ein gutes Tonabnehmersystem. Siehe unten

Die Rillen werden im Schallplattenpresswerk in die Vinyl Rohform geschrieben, bzw. gepresst. Die Tonabnehmernadel kann aus den Rillen und den unterschiedlichen Vertiefungen darin, die Toninformation dedektieren und zurück in Schallinformationen wandeln, was wir als Musik wahrnehmen.

Der Verlauf der Rille entspricht der Schallschwingung des gespeicherten Signals. Bildrechte Wikipedia.

Schallplatte

ganz hilfreich fand ich den Eintrag in einem Hifi-Forum, um zu klären, worin die Unterschiede zwischen den Abtastsystem MM und MC bestehen. Die Frage war sehr differenziert:

Vor lauter Bäumen sehe ich offenbar den Wald nicht mehr. Aber: Was genau ist der Unterschied zwischen MM und MC Systemen? Welches von beiden ist das „Standard“-System (D.h. jenes, das am weitesten verbreitet ist) und welche Vor- und Nachteile haben die beiden Systeme? Benötigen beide den eine gleichen Phono-Eingang? Wenn nein: Welches hat einen höheren Ausgangspegel? Haben beide in etwa das gleiche Auflagegewicht?
Zudem gibt’s ja noch Kristall-Systeme. Die kann man an einen „normalen“ (Tape, AUX) Anschluss hängen, oder? Sind Kristall-Systeme überhaupt HiFi-geeignet?
V

RealHendrik
Inventar
#2 erstellt: 19. Okt 2004, 09:00
Was genau ist der Unterschied zwischen MM und MC Systemen?

Beides sind Tonabnehmer, die nach dem Induktionsprinzip arbeiten, d.h. ein bewegter Magnet verursacht eine proportionale Spannung in einem Leiter (in einer Spule).

Das MM-System, auch Moving Magnet oder magnetisches System genannt, hat bewegliche Magneten an die Abtastnadel gekoppelt, die in die feststehenden Spulen die Spannung induzieren.

Das MC-System, auch Moving Coil oder dynamisches System genannt, hat bewegliche Spulen an die Abtastnadel gekoppelt, in die von feststehenden Magneten die Spannung induziert wird.

Welches von beiden ist das „Standard“-System (D.h. jenes, das am weitesten verbreitet ist) und welche Vor- und Nachteile haben die beiden Systeme?

Absolut am weitesten verbreitet sind MM-Systeme, nicht zuletzt, weil die meisten erheblich billiger sind als MC-Systeme.

MC-Systeme haben den Vorteil, dass bewegliche Spulen wesentlich masseärmer (also trägheitsärmer schwingend) gefertigt werden können als bewegliche Magneten. Die Wiedergabetreue ist – rein theoretisch – bei MC-Systemen besser als bei MMs. Ihr größter Nachteil ist die leider sehr kostenintensive Fertigung: MCs sind i.A. deutlich teurer als MMs. (Ein weiterer Nachteil: bei vielen MCs lassen sich die Abtastnadel nicht oder nur sehr aufwendig austauschen.)

Benötigen beide den eine gleichen Phono-Eingang?

Nein. MM-Systeme werden an den MM-Eingang, MC-Systeme an den MC-Eingang angeschlossen. Beide sind zwar „entzerrt“, aber haben eine unterschiedliche Empfindlichkeit und unterschiedliche Eingangsimpedanz.

Wo kann man Plattenspieler gut gebraucht kaufen in Hamburg?

Wo kann man in Hamburg Plattenspieler gut reparieren lassen?

Beide Fragen kann man mit gutem Gewissen beantworten, denn bei Checkpoint Charly habe ich nur die besten Erfahrungen machen dürfen. link.

Wo kann man sich über Plattenspieler gut beraten lassen?

Auf Empfehlung eines Freundes aus Luxenburg ist ein Spezialgeschäft in Berlin für Plattenspielerfragen super gut augestellt. Die Website macht einen sehr fachlichen und gut aufgestellten Eindruck. Der Anbieter heißt PhonoPhono, hier der link zu dem Plattenspieler-Spezialisten, bzw hier klicken. Jeden Freitag gibt es in Berlin einen Technik-Abend, coole Idee, schade dass ik in Hamburg wohne.

Wo kann man in Hamburg Schallplatten, neue und gebrauchte kaufen?

bitte klicke auf diese Seite, link. oder Internationale Plattenanbieter hier klicken link.

Tonabnehmer für Schallplatten

Ich bin mit dem Tonabnehmersystem von „ortofon“  ganz zufrieden, hier klicken. Hier kommst du zu dem von mir verwendeten Tonabnehmersystem.link.

Plattenspieler Tonabnehmer
2M Red Tonabnehmer

Wie funktioniert das Tonabnehmersystem bei Plattenspielern kann man auch kompliziert erklären. Wir zitieren Wikipedia

Abtastnadel eines Tonabnehmers

Der Tonabnehmer ist eine am Tonarm montierte Baugruppe beim Plattenspieler, bestehend aus Abtastnadel, Nadelträger, Wandler und Gehäuse. Am Ende des Nadelträgers ist ein geschliffener Diamant angebracht, seltener auch ein Saphir oder Rubin. Am Schaft des elastisch gelagerten Nadelträgers werden die Schwingungen über eine Gabelkonstruktion an den Wandler übertragen. Dieser wandelt die Bewegung in eine elektrische Spannung um. Zuweilen ist am Gehäuse für den Nadelträger ein sogenannter Mitlaufbesen angebracht, welcher vor allem Staub und Schmutz vor der Abtastnadel entfernen soll.

Mit dem Kristalltonabnehmer – mit einem Piezokristall als Wandler – und dem Magnettonabnehmer – mit einem Magnetspulensystem – wurde die Langspielplatte ermöglicht, die nur noch mit 33⅓ min−1 betrieben wurde und damit gegenüber der Schellackplatte (78 min−1) deutlich längere Spielzeiten zuließ. Diese Tonabnehmer benötigten gegenüber Grammophonnadeln erheblich niedrigere Auflagekräfte, was die Lebensdauer von Platte und Nadel entsprechend erhöhte.

Um für Stereofonie zwei Tonkanäle unabhängig voneinander abtasten zu können, bestehen Stereo-Tonabnehmer aus zwei Wandlersystemen an der weiterhin einzelnen Nadel, die jeweils um 45° gegenüber der Vertikalen und quer zur Plattenrille geneigt sind, so dass sie untereinander um 90° versetzt sind. Damit sind sie orthogonal und erreichen die erwünschte Entkopplung.

Elektromagnetischer Wandler (MM)

Tonabnehmersystem (MM) eines Plattenspielers

Elektromagnetische Abtaster sind die am weitesten verbreiteten Tonabnehmer für Schallplatten. Sie sind relativ günstig herzustellen und die Abtastnadel kann bei den meisten Systemen ausgetauscht werden. Beim elektromagnetischen Wandler vom Typ „Moving Iron“ (bewegtes Eisen) wird ein kleines Eisenteil in der Nähe von Spulen mit Eisenkern bewegt. Der Magnetkreis ist durch einen Dauermagneten erregt. Durch die Abstandsänderung der Eisenteile wird in den Spulen eine Änderung des Magnetflusses erzeugt, der zu einer Induktionsspannung führt. Eine Variante ist das Prinzip des „variablen Magnetischen Kurzschluss“ (Variable Magnetic Shunt) wo ein Eisenteil am Ende des Nadelträgers im Magneten durch umgelenkten magnetischen Fluss den Fluss durch die Spulen reduziert.

Meist trägt der Nadelträger an seinem anderen Ende einen kleinen Magneten, der sich zwischen den Polschuhen der Spulen der beiden Stereokanäle bewegt. Tonabnehmer mit bewegten Magneten werden als Moving Magnet (dt. ‚bewegter Magnet‘) oder „MM“ bezeichnet. Die Flussänderung im Magnetkreis ist an die Inhomogenität des magnetischen Feldes gekoppelt – je größer jene ist, desto größer ist das Signal. Sie verursachen daher prinzipiell nichtlineare Verzerrungen und Intermodulation, wenn die Auslenkung groß ist.

Elektromagnetische Abnehmer erzeugen höhere Signalspannungen als elektrodynamische Systeme, da die Spule aufgrund der weniger beschränkten Masse eine hohe Windungszahl haben kann.

Elektromagnetische Wandler benötigen einen Entzerrvorverstärker zur Wiedergabe, der den Frequenzgang der Schallplatte korrigiert (Deemphasis). Der Tonabnehmer wird mit dem meist in einen HiFi-Verstärker integrierten Entzerrvorverstärker über den Phonoeingang verbunden. HiFi-Verstärker wurden bis etwa Ende der 1990er Jahre standardmäßig mit einem solchen Phonoeingang ausgerüstet, dessen Eingangswiderstand üblicherweise bei 47 kOhm liegt.

Elektrodynamischer Wandler (MC)

Elektrodynamische Tonabnehmer mit bewegten Spulen werden auch als Moving Coil (dt. ‚bewegte Spule‘) oder kurz als „MC“ bezeichnet. Beim dynamischen Abtastsystem werden Spulen in einem konstanten und möglichst homogenen Feld eines Dauermagneten bewegt. In den Spulen entsteht aufgrund von Induktion bei Bewegung eine Spannung. Um die bewegten Massen (Abtastnadel, Nadelträger, Spulenträger und Spulen) möglichst niedrig zu halten, weisen die Spulen meist nur eine geringe Windungszahl auf. Dadurch ist die Signalspannung bei elektrodynamischen Abtastern relativ gering. In der Praxis unterscheidet man hier zwischen „Low Output“ (unter 0,5 mV), „Medium Output“ (um 1 mV) und „High Output“ (2 mV und mehr). Üblich ist eine Angabe bezogen auf 5 cm/sec. Bis auf High Output erfordern alle MC-Systeme einen empfindlicheren Vorverstärker (Prepre) oder einen Anpassungstransformator (Übertrager) vor dem Entzerrervorverstärker, womit eine Spannungserhöhung um den Faktor 10 (20 dB) und eine Impedanzanpassung erreicht wird. Übliche Werte liegen um 100 Ohm bis 1000 Ohm, bei Übertragern 10-100 Ohm.

Der Austausch einer abgenutzten oder beschädigten Abtastnadel ist bei MC-Tonabnehmern nur bei speziell dafür konstruierten Typen möglich, da die Spulen fest mit dem schwingenden Nadelträger verbunden sein müssen. Einige Hersteller bieten Austauschprogramme für Systeme mit abgenutzter Nadel an. Spezialisierte Firmen können auf dem Nadelträger eine neue Nadel installieren („Retipping“).

Aufgrund des linearen Zusammenhanges zwischen Bewegungsgeschwindigkeit und Spannung auch bei großer Auslenkung weisen elektrodynamische Wandler weniger nichtlineare Verzerrungen auf als elektromagnetische Systeme.

Piezoelektrischer Wandler

Beim piezoelektrischen Abtaster („Kristalltonabnehmer“) erzeugen piezoelektrische Keramikstreifen die Signalspannung, wenn sie durch die Abtastnadel verbogen werden. Als Piezowerkstoff verwendete man früher Seignettesalz, heute Bariumtitanat/-zirkonat. Piezo-Abtaster liefern zunächst eine elektrische Ladung, die für gute Tiefenwiedergabe durch einen Ladungsverstärker in eine dazu proportionale Spannung umgewandelt wird. Aufgrund der erforderlichen Verbiegung der Keramikstreifen sind sie recht steif und erfordern hohe Auflagedrücke. Die Wiedergabe ist durch Eigenresonanzen beeinflusst. Wegen dieser Eigenschaften kommt dieser Wandlertyp heute nur noch in sehr niedrigpreisigen Geräten zum Einsatz.

Piezoelektrische Wandler benötigen keinen Entzerrervorverstärker, da die Ausgangsspannung nicht – wie beim elektromagnetischen Tonabnehmer – von der Frequenz abhängt und hoch genug ist, um übliche Verstärker direkt anzusteuern.

Du brauchst einen Plattenspieler Vorverstärker

Weitere Informationen dazu kannst du hier bekommen, link.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter