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Pointilismus Wien

Pointilismus-Aussstellung Wien

Eine coole Pointilismus-Ausstellung gibt es in der Albertina in Wien zu sehen. Hier könnt ihr dem link folgen. Allerdings muß man sich ein wenig beeilen, denn schon am 8.1.2017 schließen die Pforten und das umfängliche Werk der Künstler aus Belgien, Frankreich, Deutschland und England versinkt in den ewigen Staub der Unsichtbarkeit.Seurat und Siniac waren die Wegbereiter dieser neudenkenden Kunstschaffensart. Leider war sie im Schaffensprozess extremst aufwendig. Wie ein Kunstführer erklärte, sind auch schon nicht extrem aufwendige Bilder mit 10.000 Farbtupfern sehr langsam im Schaffensprozess. Ein großes Bild von Seurrat hat 100.000 Farbkleckse und dauerte rund zwei Jahre. Spannend an der Kunst ist, dass man eine neue Art der Malerei geschaffen hat, die unser Farbwahrnehmungsmuster ausnutzt, dass die Komplementärfarben zusammenfließen lässt, wenn wir ein wenig Abstand vom Werk bekommen. Wie man sich leicht vorstellen kann ist diese Art zu Malen das ganze Gegenteil von emotional gesteuert, denn man braucht unglaubliche Disziplin und Durchhaltevermögen. Böse Zungen denn das auch eine Malerei der Chemiker, ich würde sagen eine Malerei der zeichnerischen Mathematiker, die mit Berechnung unsere Wahrnehmung brechen wollen. Ich denke nicht von ungefähr hat Vincent van Gogh sich nur sehr kurz mit dieser künstlerischen Schreibweise beschäftigt, weil das Ausdrücken von Gefühl und emotionalem Sein durch diesen Duktus schier unmöglich ist. Insofern passt van Gogh auch nicht wirklich in die Austellung, denn er ist der Prototyp eines Künstlers, der sein Gefühlsempfinden des Seins unmittelbar auf die Leinwand bilden wollte.  Logischer Weise konnten die Pointilisten auch nicht unter freiem Himmel malen, was gerade DIE Revolution in der Malerei im 19 Jahrhundert war.   Lange Zeit konnte sich diese Kunst nicht halten, unter anderem auch, weil die Künstler zu lange brauchten, um ein Werk zu vollenden und sie so nicht von ihrem Schaffen leben konnten.

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wir zitieren aus der Website der Albertina ungekürzt:

Als Georges Seurat 1891 im Alter von 31 Jahren unerwartet stirbt, ahnt Camille Pissarro bereits, dass sich mit Seurats „Erfindung“ Folgen für die Malerei abzeichnen würden, „die später höchst bedeutungsvoll sein würden“: Mit nur wenigen Bildern hatte Seurat einen Stil begründet, der wegweisend für die Moderne sein sollte: den Pointillismus.
Die Albertina widmet dieser faszinierenden Strömung eine hochkarätige Ausstellung, die den Beginn der Moderne mit dem Pointillismus als ihrem Geburtshelfer um ein wesentliches Kapitel vervollständigt: 100 ausgewählte Meisterwerke der Hauptvertreter Seurat und Signac sowie beeindruckende Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen moderner, von der Punktekunst faszinierter Meister wie Van Gogh, Matisse und Picasso illustrieren die atemberaubende Strahlkraft sowie den bedeutenden Einfluss dieser Kunstrichtung.
 
In Kooperation mit dem Kröller-Müller Museum erzählt Seurat, Signac, Van Gogh die Erfolgsgeschichte des Pointillismus von ihrem Anfang 1886 bis zu ihren Auswirkungen Anfang  der 1930er-Jahre: Beginnend mit den bahnbrechenden, frühen Werken von Georges Seurat, Paul Signac und Théo van Rysselberghe spannt die Ausstellung den Bogen über Paul Signacs und Henri-Edmond Cross‘ Transformation der Punkte zu kleinen Quadraten und Mosaiken hin zu den Meisterwerken Vincent Van Goghs. Die kräftigen Farben der Fauves, die dekorativ gesetzten Punkte im Kubismus bei Pablo Picasso und die abstrahierenden Werke von Piet Mondrian stehen dabei ebenfalls im Fokus.
update 2019
Eine coole neue van Gogh-Ausstellung wird es im Herbst 2019 in Frankfurt geben, hier weiterlesen.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter