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Reformation zum Feiertag erhoben

Reformationstag
Written by Giovanni

Reformationstag als Feiertag in Hamburg, Schleswig Holstein und Niedersachsen eingeführt

Die evangelische Kirche freut sich ein Bein aus, dass obwohl sie immer weniger Rückbindung in der Gesellschaft hat, nun doch den Reformationstag als Feiertag von der Politik geschenkt bekommen hat. Die Hamburger Bürgerschaft hat am 28.2.2018 den Beschluss hierfür geschaffen.  Warum trotz einiger fetziger Diskussionen ob man nicht einen anderen Feiertag nehmen könnte, zum Beispiel den 8.5.  den Tag der Befreiung von der NAZI Diktatur, liegt darin, dass es eine Angleichung und Anlehnung an tradierte Feiertagsreglungen in der DDR ,ähm FNB fünf neue Bundesländer gegeben hat.  Mit anderen Worten hat die Kirche an dieser Stelle nicht Geltungsmacht in der Gesellschaft beweisen können, sondern hat einfach schlicht weg Glück gehabt.

Wir zitieren von der Website der evangelischen Nordkirche.

8. Februar 2018 von Lena Modrow

Nach Schleswig-Holstein nun auch Hamburg: Die Bürgerschaft hat entschieden, auch in der Hansestadt den Reformationstag zum Feiertag zu erklären – was die Nordkirche begrüßt.

„Die Entscheidung würdigt die große Bedeutung der Reformation für Hamburg, welche die Kirche, aber auch das Sozial- und Bildungswesen nachhaltig verändert hat“, sagt Kirsten Fehrs, Bischöfin für Hamburg und Lübeck. „Die Reformation hat das Selbstbewusstsein eines engagierten hanseatischen Bürgertums geprägt – nicht nur in Hamburg, sondern auch in Lübeck, in Rostock und an vielen anderen Orten Norddeutschlands.“

Zeit, um über Veränderungen und Reformen nachzudenken

Gerade das Reformationsjubiläum im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass der Tag nicht in Abgrenzung gefeiert werden dürfe. „Im Dialog mit anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften, mit Akteuren aus Kunst, Kultur, Politik und Zivilgesellschaft sind wir dazu aufgerufen, über notwendige Veränderungen und Reformen nachzudenken – in der Kirche wie in der Gesellschaft“, so Fehrs. Es sei wichtig, dass sich auch diejenigen beteiligen könnten, die einen anderen Glauben haben oder die sich als nicht religiös verstehen.

Reformator Bugenhagen gewürdigt

In dem beschlossenen Antrag der Bürgerschaft wird in erster Linie der norddeutsche Reformator und Luther-Freund Johannes Bugenhagen (1485-1558) gewürdigt. So habe Bugenhagen in seiner Stadt- und Kirchenordnung gute Schulen für die Jugend und Unterstützung für die Armen gefordert. Er habe damit den Grundstein für ein neuzeitliches Schul- und Sozialwesen in Hamburg gelegt.

In Schleswig-Holstein wurde der neue Feiertag bereits in der vorangegangenen Woche beschlossen, in Niedersachsen und Bremen ist die Einführung geplant. In Mecklenburg-Vorpommern ist der 31. Oktober bereits ein Feiertag. 

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter