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Reformationjahr 2017 – Resümee

Bischöfin Fehrs
Written by Giovanni

Im Augustinum in Aumühle fand am 20.2.18eine hübsche Veranstaltung mit der

Bischöfin der evangelischen Kirche Kirstin Fehrs

statt

 

Rückblick und Ausblick – was bleibt vom Reformationsjahr 2017?

Angeblich soll das Reformationsjahr 2017 dazu geführt haben, dass die Kirchenaustritte abgenommen hätten und es zu einer Stabilisierung der Mitgliedschaften gekommen sei.  Das wage ich mal gelinde gesagt zu bezweifeln.   Es wurde von irgendeinen Botschafter-Schiff erzählt, dass so erfolgreich durch die Künstenstädte gefahren sei.  Ich hab das in Hamburg nicht wahrgenommen.

Pluarlistische Gesellschaft und Christentum

Bischöfin Fehrs warb für den Interreligösen Dialog.  Eine total  angemessene Reaktion auf die religionspluralistische Gesellschaft.  Es wäre natürlich schön, wenn die anderen Religionsanhänger genauso viel Toleranz an den Tag legen würden, wie wir 68ergeprägten Toleranz-Christen. Bischöfin Fehrs berichtete, dass es wirklich „harte Arbeit sei“  die teilweise verfeindete Religionsanhänger an einen Tisch zu versammeln.  In den Marion Koch Führungen an der Kunsthalle – interreligiöser Dialog kann man sehen, wie schön und bereichernd des ist, wenn man über die gleichen Sachthemen ins Gespräch kommt, link.  Das ein pluarlistisches Religionsvermittlungskonzept in Hamburg, Norddeutschland so einzigartig sei, kann ich auch nicht unterschreiben.  Mein Schwesterchen, Pastorin im Pott, hat dieses Konzept im Schulunterricht an einer sehr großen Schule dortig schon seit über einem Jahrzehnt. Das ist im Pott  wahrscheinlich noch einmal mehr notwendig, mit den diversesten Zuwanderungsstrukturen, als in Hamburg.

Kirche im entkirchlichten Säkularraum

 Sehr hübsch war auch der Bericht der Bischöfin vom Kirchentag in Berlin:  Die Zitate sind keine wörtlichen, sondern nahezu-wörtliche.
“ Ich sollte eine Schweigeminute moderieren auf der großen Wiese vor dem Berlin Dom. Dort war extrem viel Trubel, Reisebusse voll mit Japanern, das bunte Berliner Leben. Eine kleine Bühne, 2×2 Meter war auf dem Radweg aufgebaut. Zu Beginn meiner Andacht rezitierte ich einen Psalm – laut und mit viel Tremolo. Plötzlich stand ein behelmter Radfahrer vor mir und blickte mich an wie eine Erscheinung.  An der Stelle wurde mir klar, dass das Selbstverständnis von Kirche ( insbesondere im entchristlichten Berlin) eines gewichtigen Spielers in der Gesellschaft faktisch-sturkturell immer noch richtig ist. Aber in der Lebenswirklichkeit von normalen, gemeinen Menschen ist Kirche eben keinesfalls mehr selbstverständlich. Froh war ich, dass ich 30 organgebetuchte Kirchentagsanhänger erkennen konnte, die von der Andachtsminute erfahren hatten und es teilen wollten.!“

Glauben der von Herzen kommt

Eine andere süße Geschichte begab sich auch auf dem Kirchentag in Berlin. Bischöfin Fehrs

„Ich sollte in Interview geben.  Es war eine Veranstaltung der Alsterdorfer Anstalten. Die kümmern sich rührend um die körperlich und geistig Behinderten.  Aufgrund des Staus kam ich zu spät. Mein – kröperlich und geistig behinderter – Moderator war sehr aufgeregt und sehr direktiv, was mich aber nicht gestört hat.  Er war so aufgeregt, dass er die meisten Fragen gleich selbst beantwortet hat. „So und jetzt möchte ich dich segnen. Danke, dass du da warst. Danke, dass alles so gut geklappt hat.  Das kann nur Gott, AMEN“  So geht Glauben, der von Herzen strahlt“.    

 Bischöfin Fehrs

Bildrechte Institut für Lebensberatung Hamburg, Winter 2018

Podiumsgespräch mit Bischöfin Kirsten Fehrs und Kerstin von Stürmer, NDR

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Zonta Club Aumühle-Sachsenwald.
Das Ziel von Zonta International ist die Verbesserung der Stellung von Frauen auf der ganzen Welt. Dafür engagieren sich die Mitglieder für benachteiligte Frauen. Der Zonta Club Aumühle-Sachsenwald e.V. wurde 2011 gegründet und unterstützt seit vielen Jahren das Frauenhaus Schwarzenbek und die Frauenberatungsstelle Reinbek.

2018 wird der Reformationstag zum Feiertag

Mit Beschluß der Hamburger Bürgerschaft vom 1.3.2018 wird der neue Feiertag in Hamburg Reformationstag heißen, link.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter