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Regression

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Written by Giovanni

Regression ist ein hochspannender, gedankenfallender,  Regel-Kreislauf innerhalb unseres Seelenkastens

Regression gibt es in der Mathematik, Statistik und in der Psychologie. Wir sprechen hier über die psychologische Bedeutungsperspektive der Regression.

Meist unbewußt fallen wir in alte Muster zurück, oder begeben uns in ein setting, dass die alten Muster bedient. Beispielsweise könnte eine Frau genau deswegen einen neuen Mann mit Kindern gut finden, weil sie dadurch die Chance hat erneut die Rolle „Mutter“ füllen zu können. Regressionen gibt es aber auch auf vielen anderen, disparaten Ebenen. Regressionen können innere Triebfedern sein, deren Muster uns zu einer spezifischen Lebensführung geheim leiten und gleichartigen Lebenssituationen führt, ohne das wir den großen roten Faden erkennen.

In einem Seminar von Chris Paul, einer der anerkanntesten Trauerbegleiterinnen in Deutschland,  lernte ich neulich, 2015, wie folgt:

Wenn man in der Kindheit immer in einem autoritären Strukturbaum aufgewachsen ist, dass sich durch Fordern und nicht durch Lieben auszeichnet, so kann es sein, dass man im Berufssetting das gleiche Muster unbewußt lebt. Arbeiten bis zum Umfallen, nach Anerkennung heischen, und dennoch immer nur einen „zwischen die Hörner“ zu bekommen. Anstatt sich aus den unerfüllten Mustern zu lösen, läuft man wie ein Hamster in diesem selbstperpetuierenden Hamsterrad immer weiter, weiter und weiter und fragt sich am Ende des Tages, Ende des Lebens, warum man kein glückliches Leben geführt hat.

Lebensführung im Lichte der Regressions-Neigung

MERKE wohl:  Reflektiere dein Leben und wenn es Dir schwer fällt, oder du über eine banale Oberflächendimension nicht hinauskommst, so laß dich auf eine psychologische oder medizinisch-psychologische Psychotherapie ein. Psychotherapien werden von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen in definierten Rahmen bezahlt. Einmal pro Woche auf die Metaebende springen ist total wichtig, um nicht von den Außenumständen regiert zu werden und um Muster deines Lebens zu erkennen.   Eine wunderbarste Art der Spiegel, sind Gespräche mit ernsthaften, tiefschürfenden Freundinnen.

Wer lebenslang Psychoanalyse möchte, wie Woody Allen, der muß das allerdings aus dem eigenen Geldbeutel bezahlen. Hochneurotische Lebensweisen sind keine tugengendhaften Vorbilder. Man/Frau sollte die eigene Selbstregelungsmacht, Steuerungsfähigkeit seines Seins nutzen – siehe auch Natürlichkeit des Seins. Ein Tugendhaftes Leben führen heißt, sich seine eigenen Gedankenfallen bewußt zu machen, die Fallen zu umgehen und sein Leben, einem Pferdchen gleich, zu zügeln und zu lenken, rsp. dirigieren. Affektierte Seins-Weisen sind in New-York-City vielleicht normal, aber im Amish-Land nicht. Wer natürlich und keinesfalls aufgesetzt durch die Welt schwebt, der wird den inneren Reichtum der Welt spüren, und so glücklich werden. Inneres Glück spiegelt sich im Außen und vice versa.

Spektrum der Wissenschaft schreibt in seinem Lexikon über Regression

psychoanalytisches Modell: von S. Freud aus der Physiologie und Neurophysiologie entlehnter Begriff, der die Rückkehr von einem bereits erreichten Entwicklungsniveau auf ein früheres Niveau kennzeichnet. Bezeichnung für einen Abwehrmechanismus, mit dessen Hilfe sich durch Rückgriff auf Verhaltensweisen aus früheren psychischen Entwicklungsstadien Angst reduzieren läßt (Psychoanalyse). Psychische Erkrankungen gelten aus Sicht der Psychoanalyse als Regression auf frühere Phasen der Motiventwicklung. Regrediert wird auf die Entwicklungsphasen, in denen die Traumatisierungen stattfanden. Regressive Prozesse lassen sich durchaus auch therapeutisch nutzen, wenngleich immer noch ein relativ geringes behandlungstechnisches Wissen existiert. Dem Klienten wird ermöglicht, gezielt regressive Erfahrungen in einer Sicherheit bietenden therapeutischen Atmosphäre zu machen – um anschließend mit dem Therapeuten die vormals als gefährlich oder beschämend erlebten Wünsche durchzuarbeiten und einzuordnen (PerversionNarzißmus).

Wiki schreibt:“ Regression beschreibt innerhalb der psychoanalytischen Theorie einen psychischen Abwehrmechanismus. Mit dem Ziel der TriebImpuls-Abwehr oder der Angstbewältigung erfolgt ein zeitweiliger Rückzug auf eine frühere Entwicklungsstufe in der Persönlichkeitsentwicklung mit einfacheren, primitiveren Reaktionen und in der Regel auch niedrigerem Anspruchsniveau. [1] Beispiele für regressive Verhaltensmuster sind Weinerlichkeit, Rückzug, Flucht in Krankheit, Trotzverhalten und Fresslust.

Wie alle Abwehrmechanismen läuft Regression – in Bezug auf das verursachende Problem – überwiegend unbewusst ab und dient der Stabilisierung des psychischen Gleichgewichts. In diesem Sinne ist sie nicht dysfunktional, sondern Teil der Fähigkeit zur Selbststeuerung.“

Bildrechte Regression als Teil der Lebensführung pixabay CC  LincolnGroup

Der Begriff „Regression“ stammt vom lateinischen Wort „regredi“ ab, was „zurückgehen“ bedeutet. Wer sich von altersentsprechenden Verhaltensweisen zurückzieht auf frühere Entwicklungsstufen, der regrediert. In kritischen Situationen neigen wir zur Regression. Wir haben Angst vor dem Alleinsein, verkrümeln uns in unser Bett oder weinen leicht vor anderen.

 

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter