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Ruhe hirnphysiologisch

Ruhe
Written by Giovanni

Welche Erkenntnisse bringen uns die Hirnforschung in Bezug auf unser Ruhebedürfnis?

Ein lesenswerter Artikel in der ZEIT beleuchtet unser Ruhebedürfnis im Lichte unser inneren Antriebs- und Bewegungsdranges.

Hier der Link der ZEIT

Zitat ZEIT, Autorenrechte dort:

„Solange ein Mensch am Leben ist, herrscht niemals Funkstille in seinem Gehirn, nicht einmal im tiefsten Schlaf. Mit dem Energieverbrauch einer 20-Watt-Glühbirne werkelt unser Zentralorgan unablässig dahin, von der Wiege bis zum Grab. Irgendetwas ist immer los zwischen unseren Ohren – es kommt nur drauf an, was. Neurophysiologisch gesehen seien wir in Ruhe, „wenn die Hirnsysteme, die uns vorantreiben, herunterfahren“, sagt der österreichische Neuropsychologe Niels Birbaumer, der an der Universität Tübingen und am Wyss Center for Bio- and Neuroengineering in Genf forscht. Wenn also jene Systeme schweigen, „die zielstrebig nach vorne blicken, die uns suchen lassen, die uns belohnen und bestrafen“. Wenn sie Ruhe geben, ist der Kopf frei von willentlicher Anspannung. Das bedeutet nicht unbedingt Leere im Kopf. Im Gegenteil, der vom Wollen befreite Kopf hat Raum für Gedankenspiele. Aber die Gedanken sind nicht mehr auf ein Ziel gerichtet. Sie weisen in keine Richtung mehr.“…

In dem Artikel wird ausgeführt, dass man angeblich alle 90 Minuten gedanklich abschweift und dann in anderen Welten unterwegs ist.  Das geht aber nur, wenn man seine Konzentrations-Zügel völlig schleifen läßt. Wenn ich einen Pressetext zu schreiben habe, dann dauert das auch mal 3 Stunden und dann sind Abschweifungen nicht zulässig, weil fristgerecht abgegeben werden muß.

Das Bewusstsein entkoppelt sich von der Außenwelt und findet ins freie Spiel mit sich selbst. Bilder und Gefühle, die sonst von der Geschäftigkeit des Alltagslebens überlagert werden, kommen zum Vorschein, manchmal gute, manchmal schlechte. „Der Inhalt der Tagträume bestimmt, ob sie dem Wohlbefinden eines Menschen nutzen oder nicht“, sagt Smallwood, „wir können selbst entscheiden, wie wir diese Ressource nutzen.“ Manche Menschen empfinden es als unangenehm, wenn ihnen die Tagträume ihre unerfüllten Wünsche vor Augen führen.“

Bildrechte Pixabay CC qimono

Ruhe

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter