Grundkonstanten Philosophie Seele

Seelenruhe

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Written by Giovanni

Über das Lebensziel mit Seelenruhe durch die Gewässer des Seins zu segeln

Die Seelenruhe ( Ataraxia) zu erreichen, soll nach Epikur ein ethisches Ziel sein.  Das Institut für Lebenskunde unterstützt diesen Gedanken, denn mit einer gehörigen Portion Seelenruhe kommt man sicherlich viel weiter mit dem Leben und seinen Zielen, als mit ständiger Aufregung. Lebensberatung heißt, sich nicht immer von dem Gefühl der Aufwallung, des Zorns, des Hasses, der Missgunst leiten zu lassen, sondern in aller Seelenruhe erstmal still den Sachverhalt zu anaylisieren und dann kühl-rationale Entscheidungen zu treffen. In Liebesdingen sollte man die Seelenruhe nicht zu stark werden lassen, denn das Positivgefühl der Liebe kann die Seele doch nur in den höchsten Himmel tragen, wo sie eine gute Heimat hat.


 

Wikipedia schreibt:

Die Ataraxie („Unerschütterlichkeit“, auch Ataraxis, altgriechisch ἀταραξία ataraxía, von a-tárachos „unerschütterlich“) ist die Bezeichnung der Epikureer und Pyrrhoneer für das Ideal der Seelenruhe. Sie bezeichnet als seelischen Zustand die Affektlosigkeit und die emotionale Gelassenheit gegenüber Schicksalsschlägen und ähnlichen Außeneinwirkungen, die das Glück des Weisen (Eudaimonie) gefährden.


 

In der Abgrenzung zur Seelenruhe ist die schlimmste Form von Handlung zu sehen: der Aktionismus

Weiterhin kann man Abgrenzen die Lethargie – siehe hier den Artikel zum Gegenteil von Seelenruhe

Auf der einen Seite wünscht man sich so einen Zustand der Ataraxia. Egal welche Stürme einen umzuwerfen drohen, wir sind so ausgeglichen, festverwurzelt in der Welt und im inneren und äußeren Seelenkosmos, dass kein Lebens-Sturm uns umzuwerfen droht. Völlige Impuls – und Gefühls-Kontrolle.

Hübsch -ABER ist nicht conditio humana das Gefühl an-sich? Siehe auch Gefühle

Da sollten wir uns doch fragen, so wir überhaupt Gefühle haben und kein gefühlserloschener Vulkan sind, ob wir die Gefühle nicht einfach aushalten sollten, wenn sie gerade unseren Seelen- und Seins-Zustand angemessen ausdrücken.

Die berühmte Trauerpsychologin Prof. Verena Kast vertritt in einer Ihrer Vorlesungen folgenden Gedanken über die Schlaflosigkeit: “ wenn Sie in der akuten und aktuellen Trauer ein paar Tage und Wochen nicht schlafen können, dann werden sie davon nicht sterben. Es ist Ausdruck ihrer Seinsverfangenheit und gleichzeitig haben Sie in der hellwachen Zeit über das Leben des Damals nachzudenken und zu reflektieren. Also nicht zu sehr den idealisierten Idealzustand, man hat 7-8 Stunden zu schlafen auf worst-case-Szenarien übertragen. Unser Steuermechanismus zwischen Kleinhirn und Großhirn, die Wechselwirkungen sind naturbedingt kausal auf die Außenumstände abgestimmt. Wenn es Unruhe im Kosmos der persönlichen Beziehungen gibt, so wird entweder das Notfallprogramm gezündet, Dissoziation, Gefühlsentkopplung, oder die Notfall-Hormone lösen aus, dass wir nicht normal schlafen können, aufgeregt sind, Herzrasen haben und Schweißausbrüche bekommen. Es ist dann angemessen und gut so, weil wir reagieren auf die Welt. Nur wenn es unsere Körperlichkeit überfordert – „vier Hochzeiten und ein Todesfall“- sollten wir versuchen mit Medikamenten, Tranquilizern, whatever, die Hormonküche zu beruhigen.

Merke wohl:  Das Leben geht  nicht schmerzfrei – weder im physiologischen Sinne, noch im psychologischen, seelischen Sinne .

Es ist schlichtweg die „Conditio humana“, dass wir in kleineren Seins-Fenstern von Schmerzen gekennzeichnet sind.

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Hier ein paar Essenzen, die uns nachgewiesenermaßen entspannen:

  • a) Lavendel-Öl, Primavera
  • b) Entspannungsmassage
  • c) Tiefenentspannung Badeessenz, Kneip
  • d) Rotwein / Weißwein
  • e) natürlich gibt es auch die Möglichkeit die innere Abstandnahme über Yoga-Meditation zu erlangen
  • f) selbstverständlich kann man auch beten, dass man/frau von Gott ein ruhiges Herz geschenkt bekommt, so dass die Nacht nicht schlaflos im Hin- und Herwälzen von unlösbaren Gedankenzirkeln verbracht wird.

Bildrechte Seelenruhe: Pixabay CC Connygatz; ludi; splitshire

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About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter