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Sizilien

Written by Giovanni

Sizilien ist die südlichste Insel in Italien und zeichnet sich aus durch eine jahrtausende alte Geschichte. Die Griechen, in ihrer guten Zeit der Antike nutzten die Insel als Handels – und Militärstützpunkt.  Als Griechenland an jeder Landzunge im Mittelmeer einen Handelsstützpunkt hatte, vor 3000 Jahren, konnten auch in den Kolonien schönen hübsche Tempel errichtet werden, die wir noch heute bewundern können. Sizilien ist auch bekannt für seine unterwanderte Staatsstrukur. Jahrzehntelang war die Mafia, Cosa Nostra die absolute Regentin auf der Insel. Heute soll es angeblich besser geworden sein. Vielleicht liegt es auch daran, dass Italien als Staatsgemeinschaft eine absolutamente junge Pflanze ist.  Etwas mehr über 100 Jahre sind vergangen, seit dem die Italiener sich unter einem gemeinsamen Staatsdach zusammengefunden haben.  So nimmt es auch kein Wunder, dass die Sizilianer viel Wert auf die Bezeichnung: autonome Republik legen, frei nach dem Motto: Roma ist weit und hat eh nix zu sagen. Separatismustendenzen finden wir ja oftmals, so auch in Nordspanien. Immerhin ist der Sizilienische Rotwein gut trinkbar, er hat eine ganz besonderen Sonnennote, die für eine nicht zu herbe Tonalität im Weinfluss führt, ohne süßlich zu sein.

Provinces_of_Sicily_map du mont Kunstreiseführer

ein sehr guter, sprich geiler Kunstreiseführer ist der für 25.90€ zu erstehende DUMONT Kunstreiseführer Sizilien. Ich zitiere aus der Bewerbung des oben stehenden Buches von der DUMONT Seite, ungekürzt, um den Appetit auf die Insel anzufeuern.

Bildrechte pixabay cc hbieser


Sizilien ist keine Insel, sondern ein „Kontinent“ der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte. Kundig erschließt die auf Sizilien beheimatete Autorin Brigit Carnabuci vor- und frühgeschichtliche Kulturen, deutet die in eindrucksvoller Größe erhaltenen Tempel der Griechen in ihrer Funktion und entschlüsselt gleichermaßen Stilmerkmale wie Bildprogramme bedeutender Bauwerke der arabisch-byzantinischen Kultursynthese. Gewürdigt werden aber auch die zahlreichen Zeugnisse aus phönizischer, römischer, normannischer, staufischer und spanischer Zeit. Auch der Blütezeit Siziliens im Barock ist ein Kapitel gewidmet. Die Reiserouten beginnen bei den Städten unterhalb des Ätnas: der zweitgrößten Stadt der Insel, Catania, mit ihrem barockgeprägten Stadtbild und Taormina mit seiner wunderbaren Lage zwischen buchtenreicher Küste und Vulkan. Danach wird die griechische Gründung Syrakus mit ihrer Altstadt auf der Halbinsel Ortygia und dem archäologischen Park auf dem Festland besucht. Rund um die Monti Iblei reihen sich sehenswerte Orte des ?barocken Südens‘. Im Südwesten Siziliens belegen die römische Villa del Casale, die griechischen Tempelbezirke von Agrigent, Selinunt und Segesta die kulturellen Blütezeiten der antiken Inselgeschichte. Die Metropole und Hafenstadt Palermo ist nicht nur politisches, sondern auch kulturelles Zentrum der Insel: der Bogen ihrer Sehenswürdigkeiten aus allen Epochen spannt sich von reich ausgestatteten Kirchen über schöne Palazzi und Plätze bis hin zum bedeutenden Archäologischen Nationalmuseum. An der Nordküste bilden die mittelalterlichen Kirchen von Monreale und Cefalù mit ihren Mosaikschätzen Sternstunden jeder Sizilienrundfahrt. Abschließend kann ein Sprung hinüber auf die Liparischen Inseln die Reise abrunden. Svenja Laufhütte, die die Überarbeitung der aktuellen Auflage besorgt hat und auf Sizilien lebt, empfiehlt stilvolle und schöne Unterkünfte, was die Vorbereitung auf die Sizilienrundreise erleichtert. Die Orientierung vor Ort erleichtern ebenso die zahlreichen Karten, City-, Lagepläne und Grundrisse wie die direkt bei der Sehenswürdigkeit vermerkten Öffnungszeiten und Kontaktadressen. Aber auch die kulinarischen Genüsse dürfen auf der Insel nicht zu kurz kommen: persönliche Tipps der Autorin führen zu Restaurants mit guter regionaler Küche in schöner Umgebung.

‚- Man sieht nur, was man weiß: Reich illustrierte Standardwerke, die das kulturelle Erbe einer Region oder Stadt im Zusammenhang erschließen ‚- Solide, zuverlässige Informationen zu Geschichte und Kultur, Architektur und Kunst sowie ausführliche Erklärung von Weltreligionen ‚- Umfassende Würdigung des Denkmälerbestands einer Region oder Stadt bis hin zu den Bauikonen der Moderne ‚- Ranking bei allen Orten und Sehenswürdigkeiten durch Sterne ‚- Beschreibung von Rundgängen durch große Museen ‚- Zahlreiche detaillierte Übersichtskarten, Citypläne, Lagepläne und Grundrisse ‚- Praktische Tipps zur Reisevorbereitung und Durchführung der Reise ‚- Die Autoren sind landeskundige Fachleute: Sinologen, Orientalisten, Altamerikanisten, Archäologen, Historiker, Kunsthistoriker, Studienreiseleiter, Mitarbeiter von Museen und Kulturinstituten
Birgit Carnabuci studierte Kunst-und Kulturgeschichte. Sie lebte seit den 1950er-Jahren auf Sizilien, war als Restauratorin tätig und begleitete Studienreisen. Svenja Laufhütte hat die Aktualisierung dieser Auflage übernommen. Sie studierte in Marburg, Rom und Dresden Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft. Seit 2006 lebt und arbeitet sie als Übersetzerin und freie Kunsthistorikerin auf Sizilien.


Kopiert und stark gekürzt aus Wikipedia…

Sizilien (italienisch und sizilianisch Sicilia, früher griechisch Trinakria, wörtlich “Dreikap”) ist mit 25.426 km² die größte Insel im Mittelmeer. Die Küstenlänge beträgt 1152 Kilometer.[1] Gemeinsam mit einigen ihr vorgelagerten kleineren Inseln bildet sie die Autonome Region Sizilien der Italienischen Republik.

Die Insel Sizilien liegt südwestlich vor der „Stiefelspitze“ Italiens und ist der Überrest einer Landbrücke, die einst Europa und Afrika verband. Das geographisch markanteste Merkmal der Insel ist der Vulkan Ätna. Die größten Städte sind Palermo, das auch Hauptstadt der Autonomen Region Sizilien ist, Catania, Messina und Syrakus.

Landschaftsbild

Geografie Siziliens

Die Insel Sizilien hat in etwa die Form eines Dreiecks, der sie ihren griechischen Namen Trinakria, zu deutsch „Drei-Kap“, verdankt. Vor der in Ost-West-Richtung verlaufenden Nordküste liegt das Tyrrhenische Meer, vor der Ostküste das Ionische Meer und zwischen der Südwestküste und dem afrikanischen Kontinent die Straße von Sizilien (italienisch Canale di Sicilia).

Vom italienischen Festland ist Sizilien durch die Straße von Messina (italienisch Stretto di Messina) getrennt, einer Meerenge, die an der schmalsten Stelle etwa 3 km breit ist. Die Entfernung nach Malta beträgt 95 km, nach Tunesien 145 km.

Über 80 % der Fläche Siziliens sind Berg- oder Hügelland. Ebene Gebiete gibt es im Süden und im Hinterland von Catania. Im Norden setzen die Monti Peloritani, die Monti Nebrodi und die Monti Madonie die Gebirgskette des Apennin fort. Im Südosten erheben sich die Monti Iblei, im Landesinneren die Monti Erei und die Monti Sicani.

Der höchste Berg Siziliens ist der Ätna (3345 m), der zugleich der größte und aktivste Vulkan Europas ist. Weitere aktive Vulkane sind Stromboli undVulcano auf den im Nordosten vorgelagerten Liparischen Inseln. Der höchste nichtvulkanische Berg ist der Pizzo Carbonara (1979 m) in den Monti Madonie.

Der Salso als längster Fluss Siziliens entspringt mit seinem Quellfluss Imera Meridionale in den Monti Madonie. Er mündet nach 144 km bei Licata ins Meer. Die Quelle des 113 km langenSimeto liegt in den Monti Nebrodi, seine Mündung südlich von Catania. Weitere größere Flüsse sind der Platani (84 km) und der Belice (77 km) im Westen der Insel. Besonders bekannt ist der Alcantara (52 km) wegen seiner Schluchten, den Gole dell’Alcantara, die er durch die Lava des Ätna gegraben hat.

Der einzig natürliche See ist der Lago di Pergusa im Zentrum der Insel. Er ist vulkanischen Ursprungs und hat eine fast kreisrunde Fläche. Der größte der zahlreichen Stauseen ist der Lago Pozzillo.

Die Küste Siziliens erstreckt sich über eine Gesamtlänge von etwa 1000 km. Im Norden und Osten steigt das Land steil aus dem Meer auf. Unterbrochen werden diese Felsküsten von zahlreichen Buchten mit Sandstränden. Gegen Süden hin fällt das Land flach ab und es gibt längere Abschnitte mit Sandstrand.

Vor der Nordküste liegen die Äolischen oder Liparischen Inseln (Isole Eolie), im Nordwesten die Insel Ustica. Die Westspitze wird von den Ägadischen Inseln (Isole Egadi) gesäumt. Zwischen der Südküste Siziliens und der tunesischen Küste befinden sich die Insel Pantelleria und die Pelagischen Inseln (Isole Pelagie).

Geologie[Bearbeiten]

Die Monti Peloritani als Fortsetzung des Aspromonte bestehen aus Gneis und Glimmerschiefer. Die Monti Nebrodi setzen sich aus Tonschiefer und Sandstein zusammen, die Monti Madonie aus Sand- und Kalkstein. Das Inselinnere und der Süden bestehen vorwiegend aus Tonen und Mergeln.

Sizilien gehört zur afrikanischen und zur apulischen Platte bzw. eurasischen Kontinentalplatte. Die Kontaktzone beider Platten verläuft quer durch die Insel. An den Nahtstellen kommt es immer wieder zu Reibungen, die heftigeErdbeben auslösen, unter denen vor allem der südliche Teil der Insel zu leiden hat. Der östliche Teil gehört zu einer vulkanischen Zone, die von den Liparischen Inseln über den Ätna und die Monti Iblei weiter Richtung Maltaverläuft. Auch die Inseln Pantelleria und Ustica sind vulkanischen Ursprungs.

Klima[Bearbeiten]

Klimadiagramm von Palermo

Klimadiagramm von Messina

Auf Sizilien herrscht mediterranes Klima mit heißem, trockenem Sommer und mildem, feuchtem Winter. An den Küsten betragen die Temperaturen im Sommer durchschnittlich 26 °C, im Winter 10 °C. Im Süden werden durch den aus der Sahara wehenden Scirocco Werte über 40 °C erreicht. Im Inselinneren ist es im Vergleich zu den Küstengebieten etwas kühler. Hier liegen die Durchschnittstemperaturen bei 19 °C im Sommer und 5 °C im Winter. Oberhalb von 2000 m kann es in den Wintermonaten scharfen Frost und Schnee geben.

In Catenanuova wurde laut Agenzia Regionale per i Rifiuti e le Acque – Osservatorio delle Acque am 10. August 1999 mit 48,5 °C die höchste jemals in Europa gemessene Temperatur registriert.[2]

Von Mai bis September fällt bis auf kurze Regenschauer kaum Niederschlag. Oktober bis Februar sind die regenreichsten Monate, wobei in den Gebirgen im Norden mehr Niederschlag fällt als in den südlicheren Gebieten. Unter den großen Städten an der Küste ist Messina die niederschlagreichste Stadt. Catania, das im Regenschatten des Ätna liegt, ist die Stadt mit der geringsten Niederschlagsmenge.

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Flora[Bearbeiten]

Sizilien war ursprünglich von Wald bedeckt, der im Lauf der Jahrhunderte gerodet wurde, um Holz für den Schiffbau beziehungsweise neues Nutzland zu gewinnen. Dabei wurde die Macchiazurückgedrängt, die heute vor allem an der West- und Südküste zu finden ist. Größere, zusammenhängende Waldgebiete gibt es noch in den Monti Madonie und den Monti Nebrodi. Hier wachsen unter anderem Korkeichen, Buchen, Kiefern und eine für Sizilien typische Tannenart, die Nebrodi-Tanne. In den Monti Iblei gedeihen Johannisbrotbäume.

Trotz schonungsloser Rodungen ist Sizilien mit 3000 unterschiedlichen Pflanzenarten die vegetationsreichste Insel des Mittelmeers. Neben einer Vielzahl an Wildblumen wie Bougainvillea, Jasmin, Mimosen oder Orchideen,[3] an Wildkräutern und Kapern gedeihen in einigen Regionen subtropische und tropische Pflanzen wie Gummibäume, Bananenstauden oder Papyruspflanzen.

Zu den wichtigsten Kulturpflanzen zählen seit griechischer Zeit Weinreben und Olivenbäume, seit römischer Zeit Hartweizen. Durch den Einfluss der Araber kamen Zitrusfrüchte und Mandelbäume nach Sizilien, mit den Spaniern Tomaten, Paprika und Auberginen. Besonders ertragreiche Anbaugebiete für Gemüse und Obst sind die fruchtbaren Hänge des Ätna und das ebene Tiefland südlich von Catania.

Fauna[Bearbeiten]

Durch die Rodung der Wälder und intensiv betriebene Jagd wurde der ursprüngliche Bestand an Wildtieren wie Rotwild, Wölfe, Füchse und Wildkatzen nahezu ausgerottet. Vielfältig ist dieMeeresfauna mit einem reichen Bestand an Fischen, vor allem Thun- und Schwertfisch, und an Krustentieren. An den Küsten der Pelagischen Inseln leben Meeresschildkröten.

Außerdem ist Sizilien wichtiger Rastplatz, beziehungsweise Winterquartier für Zugvögel aus Nordeuropa.

Mehrere Reptilienarten sind auf der Insel heimisch: Drei Landschildkrötenarten leben auf Sizilien, die Sizilianische Sumpfschildkröte sowie die Maurische und die Griechische Landschildkröte. Darüber hinaus leben zwei Geckoarten auf der Insel, der Mauergecko und der Europäische Halbfinger. Die Westliche Smaragdeidechse ist die größte Eidechse Siziliens. Daneben lebt der Algerische Sandläufer, die Ruineneidechse und die Sizilianische Mauereidechse auf der Insel. Von den vier auf der Insel lebenden Schlangenarten ist nur die Aspisvipergiftig, während die Italienische Äskulapnatter, die Gelbgrüne Zornnatter und die Leopardnatter ungiftig sind, jedoch ausgewachsen größer werden.[4][5]

Folgende Amphibien leben auf Sizilien: die beiden Wasserfrösche Italienischer Hybridfrosch und Italienischer Wasserfrosch, der Italienische Laubfrosch, der Gemalter Scheibenzüngler und die Wechselkröte.[6]

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Siziliens

Die zentrale Lage Siziliens im Mittelmeer hat die wechselhafte Geschichte dieser Insel geprägt. Als Stützpunkte für Seefahrt und Handel hatten die Städte Siziliens stets eine große Bedeutung. Immer wieder haben sich deshalb neue Eroberer der Insel bemächtigt, sind geblieben und haben sich mit der bereits ansässigen Bevölkerung vermischt und ihre Spuren in der Kultur Siziliens hinterlassen. Nur selten war die Insel politisch selbständig, zumeist wurde sie von Reichen oder Staaten beherrscht, die ihr politisches Zentrum anderswo hatten.

Antike[Bearbeiten]

Concordiatempel in Agrigent

Griechische Autoren aus der Zeit nach der erfolgten griechischen Kolonisation Siziliens beschrieben drei verschiedene einheimische Bevölkerungsgruppen: Sikeler im Osten, Sikaner im Zentrum und Westen, und Elymer im äußersten Nordwesten der Insel. Ab etwa 800 v. Chr. begann die Periode der Kolonialisierung durch Phönizier, Griechen und Karthagerbeziehungsweise Punier, die ihre Siedlungen zunächst vornehmlich an der Küste errichteten. In dieser Zeit war Sizilien als Teil Großgriechenlands vor allem von der Kultur griechischerSiedler geprägt. Die bedeutendste griechische Stadt Siziliens war Syrakus. Die Blütezeit der griechischen Kultur war das 5. Jahrhundert v. Chr., nachdem die Griechen im Jahr 480 v. Chr. in der Schlacht bei Himera die Karthager besiegt hatten. In diese Zeit fiel die Errichtung der meisten griechischen Tempel Siziliens. Nachdem die damalige Großstadt Karthago den wachsenden Bedarf an Korn für sich und das Söldnerheer nicht mehr hatte decken können und das Korn ohne Zwischenhandel beschaffen wollte, landeten die Punier auf der Nordseite der Insel. Die griechischen Städte schlossen sich zusammen und wurden zur besseren Verteidigung von Tyrannen regiert.

Diese Blütezeit endete, als die Karthager am Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. fast alle bedeutenden griechischen Städte zerstörten. Der karthagische General Himilkon zerstörte 409 v. Chr. Selinunt, 408 v. Chr. Himera und 405 v. Chr. Gela und plünderte im selben Jahr Akragas, Kamarina und Kasmenai. Einzig Syrakus konnte seine Unabhängigkeit bewahren. UnterDionysios, der ab 405 v. Chr. regierte, erlebte die Stadt eine Blütezeit und beherrschte das westliche Mittelmeer.

Die meisten zerstörten Städte wurden zwar später wieder aufgebaut, erreichten aber nicht mehr ihre ursprüngliche Größe.

Während des Ersten Punischen Krieges wurde Sizilien im Jahr 241 v. Chr. durch den römischen Sieg in der Schlacht bei den Ägatischen Inseln zur ersten Provinz des Römischen Reichs. Die Karthager mussten Sizilien aufgeben. Im Jahr 212 v. Chr. fiel Syrakus trotz der Verteidigungsmaßnahmen des Archimedes. Sizilien wurde der wichtigste Getreidelieferant Roms. Als im 2. Jahrhundert v. Chr. immer mehr Sklaven nach Sizilien kamen, führte das Elend dieser Sklaven zu den beiden sizilianischen Sklavenkriegen. Bis zum Ende der Kaiserzeit wurde Sizilien immer mehr latinisiert, auch wenn der Großteil der Bevölkerung weiter griechisch sprach.

Mittelalter

Nach dem Untergang des Westreichs im 5. Jahrhundert wurde Sizilien zunächst von den Vandalen und Ostgoten beherrscht und kam im 6. Jahrhundert zum Byzantinischen Reich. Unter der byzantinischen Herrschaft wurde es zu einem zentralen Handelsplatz, auf dem besonders die Küstenstädte florierten. Von 661 bis 668 residierte Kaiser Konstans II. in Syrakus. Im 9. Jahrhundert wurde die Insel von den Arabern erobert – gut 250 Jahre stand Sizilien unter muslimischer Herrschaft. Sie brachten neue Bewässerungstechniken mit, wodurch die Landwirtschaft einen Aufschwung erlebte. Unter den Arabern wurde Palermo zur bedeutendsten Stadt Siziliens. In die Zeit von 835 bis 884 fielen diverse Beutezüge der Araber gegen sizilianische Städte. Der muslimische Bevölkerungsanteil auf der Insel machte in der Mitte des 11. Jahrhunderts mehr als zwei Drittel aus,[7] wobei Araber zumeist den Norden um Palermo und Berber überwiegend den Süden um Agrigent dominierten.

Normannenkirche San Giovanni dei Lebbrosi in Palermo

Eine weitere Blütezeit erlebte Sizilien, nachdem es im 11. Jahrhundert von den Normannen erobert worden war und zu einem eigenständigen Königreich wurde. Die Symbiose aus byzantinischen, arabischen und normannischen Traditionen brachte viele bedeutende Kunstwerke hervor. Auch unter den Staufern, die auf die Normannenkönige folgten, dauerte diese Blüte noch an.

Neuzeit[Bearbeiten]

Danach geriet Sizilien wieder unter die Kontrolle ausländischer Mächte. Aragon, Spanien, Savoyen und Österreich folgten aufeinander. Unter den spanischen Bourbonen kam Sizilien zumKönigreich Neapel, das nach dem Wiener Kongress zum Königreich beider Sizilien wurde und Sizilien und Unteritalien umfasste, wobei die Hauptstadt jedoch Neapel blieb. Sizilien wurde von den jeweiligen Herrschern oft nachrangig behandelt und genoss keine besondere Aufmerksamkeit. Der Gegensatz zwischen der um ihren Status kämpfenden Aristokratie und dem Heer der armen, zu Aufständen neigenden Landarbeiter bei Abwesenheit einer bürgerlichen Mittelschicht führte Mitte des 19. Jahrhunderts zur Entstehung der Mafia.

Mit der Vereinigung Italiens, die mit Garibaldis Invasion in Sizilien begann, kam Sizilien 1861 zum neuen Königreich Italien. Obwohl Garibaldis Freischärler zunächst als Befreier herbeigesehnt worden waren, machte sich bald Unmut breit über die neuen Gesetze, die der von piemontesischen Traditionen geprägte Zentralstaat von Turin bzw. Rom aus dem Süden überstülpte. Der neue Staat Italien hatte daher in seinen Anfangsjahren oft mit größeren Aufständen auf Sizilien zu kämpfen; die Regierungen beantworteten diese Rebellionen meist mit der Ausrufung des Kriegsrechts und dem Einsatz des Militärs. Nachdem Benito Mussolini 1922 die alleinige Macht ergriffen hatte, begann er bald damit, die Mafia hart zu bekämpfen. Dabei wurden auch viele Unbeteiligte Opfer seiner rigiden Methoden und ebenso wie die Mafiosi in die Verbannung geschickt. Am 10. Juli 1943 landeten die Alliierten auf Sizilien (Operation Husky).

In den nachfolgenden Jahren kam es zur Bildung der MIS, einer politischen Partei, die die Unabhängigkeit Siziliens von Italiens anstrebte. Diese genoss anfangs zwar einige Zustimmung, konnte sich letztendlich jedoch nicht durchsetzen. Die Auseinandersetzung endete schließlich mit einem Kompromiss: Seit 1946 hat Sizilien den Status einer autonomen Region mit umfassenden Selbstverwaltungsrechten. Palermo wurde die Hauptstadt der Region. In den Nachkriegsjahren wurden im Zuge einer Bodenreform die Latifundien der Großgrundbesitzer aufgelöst. Die christdemokratische Regierung hatte sich durch Landbesetzungen und politische Unruhen zu diesem Schritt gedrängt gesehen, im tief katholisch geprägten Sizilien etablierte sich in der Folge eine der verlässlichsten Hochburgen dieser Partei, die bis 1993 das politische Leben Italiens dominierte. Das im Vergleich zum hochindustrialisierten Norden rückständige Sizilien bekommt seit dieser Zeit hohe Subventionen, um es an die höher entwickelten Regionen anzugleichen. Bis in die 1960er Jahre wurde die Armut in ländlichen Regionen und einigen Vierteln der Großstädte gemildert, gleichzeitig begann eine Massenemigration junger Sizilianer, die als Gastarbeiter nach Mitteleuropa (Deutschland, Schweiz, Frankreich, Belgien) oder in die Industriestädte des Nordens gingen. Das Ziel, die Lebensbedingungen Siziliens denen der nördlichen Regionen anzugleichen, war bislang jedoch – ebenso wie im übrigen südlichen Italien – nur teilweise erfolgreich. Die Bemühungen um Ansiedlung von Industriebetrieben, der Kampf gegen die Mafia sowie zunehmend die illegale Einwanderung über das Mittelmeer und Umweltprobleme wie Erosion und Wassermangel prägen die sizilianische Politik der letzten Jahre.

Bevölkerung

Bevölkerungsdiagramm Siziliens

Beschilderung in Italienisch undAlbanisch

Zur Zeit der Vereinigung Italiens lebte die Mehrheit der sizilianischen Bevölkerung in wirtschaftlicher Not. Einer kleinen Schicht reicher Großgrundbesitzer stand eine große Schar recht- und besitzloser Landarbeiter gegenüber. Unruhen und Aufstände wurden niedergeschlagen und so wanderten zwischen 1880 und dem Beginn des ersten Weltkriegs viele Sizilianer vorwiegend nach Amerika aus. Als auch nach 1946 die notwendigen Reformen nur schleppend vorangingen, suchten zwischen 1950 und 1970 erneut zahlreiche Sizilianer Arbeit im Ausland. Trotzdem liegt Sizilien mit einer Bevölkerungsdichte von 195 Einwohnern je km² etwas über dem italienischen Durchschnitt. Seit der Landflucht nach dem Zweiten Weltkrieg sind vor allem die Küstengebiete dicht besiedelt. Mehr als ein Drittel der Einwohner leben in den Städten Palermo, Catania, Messina, Syrakus und Trapani. Das Inselinnere ist dagegen recht dünn besiedelt.

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 73,2 Jahren für Männer und 78 Jahren für Frauen.[8] Mehr als 97 % der Bevölkerung gehören der römisch-katholischen Kirche an. Von den übrigen christlichen Konfessionen sind vor allem die Lutheraner, die Waldenser und die Anglikaner vertreten.

In der Nähe Palermos gibt es einige Orte wie z. B. Piana degli Albanesi und Santa Cristina Gela mit albanischstämmiger Bevölkerung, die sich Arbëresh nennt und eigene Traditionen wahrt. Eine weitere Gruppe bilden Muslime aus Nordafrika, vor allem aus Tunesien.

Die Mehrheit der Bevölkerung spricht die sizilianische Variante des Italienischen, welche oft auch als eigene Sprache angesehen wird.

Berühmte Sizilianer sind unter anderem der Gelehrte Archimedes, der Geschichtsschreiber Diodor aus Agyrion, der Komponist Vincenzo Bellini, die Schriftsteller Luigi Pirandello, Leonardo Sciascia und Andrea Camilleri, die Mafiagegner Giovanni Falcone, Paolo Borsellino und Leoluca Orlando, der Regisseur Giuseppe Tornatore und der Fußballspieler Salvatore Schillaci. Weitere bekannte Personen Siziliens sind in der Liste bekannter Sizilianer aufgeführt.

Wirtschaft

Haupterwerbsquelle der Sizilianer ist der Dienstleistungssektor, knapp 70 % der Arbeitsplätze fallen in diesen Bereich. Hierzu trägt der wachsende Tourismus bei. Daneben bietet das milde Klima günstige Bedingungen für die Landwirtschaft, die eine stärkere Rolle als in Norditalien spielt. Der industrielle Sektor ist hingegen von vergleichsweise geringer Bedeutung.

Im hügeligen, wasserarmen Landesinneren wird extensive Landwirtschaft in Form von Weidewirtschaft, Weizen- und Bohnenanbau betrieben. In den ebeneren Gebieten und an der Küste werden vor allem Zitrusfrüchte, Weinreben, Mandeln, Oliven, Gemüse und Baumwolle angebaut. Sizilien erwirtschaftet 70 % der gesamtitalienischen Erträge an Zitrusfrüchten, 60 % der Mandelernte und 25 % der Weintraubenernte. Die Produktion von Wein und Olivenöl ist ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig.

Sizilien besitzt die größte Fischereiflotte Italiens. Die von hier aus betriebene Küsten- und Hochseefischerei, die sich auf den Fang von Thunfischen, Schwertfisch, Sardinen und Sardellenspezialisiert hat, erwirtschaftet durchschnittlich 30 % des gesamtitalienischen Fischfangs und 70 % des Fangs von Krustentieren. (Angaben 2005[13])

Industriegebiete haben sich um Palermo, Catania, Syrakus, Ragusa und Gela entwickelt. Schwerpunkt sind petrochemische Industriebetriebe, der Maschinen- und der Schiffbau. In Catania sind einige Hochtechnologieunternehmen vertreten, so zum Beispiel der Elektronikkonzern STMicroelectronics, der 4600 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Produktion beschäftigt. Der deutsche Internetknotenbetreiber DE-CIX errichtet zusammen mit TI Sparkle auf Sizilien zurzeit einen Internetknoten.[14]

Auch die Förderung von Stein- und Kalisalzen sowie von Marmor spielen eine wirtschaftliche Rolle. Der einst wichtige Schwefelbergbau in Sizilien, in dem die Insel zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweit führend war, ist um 1980 vollständig zum Stillstand gekommen.

Sizilien leidet immer noch unter Strukturproblemen wie z. B. der hohen Arbeitslosigkeit, die bei 13,31 % pendelt (Italien 6,5 %[15]). Die aktuelle Arbeitskraftstärke zählt derzeit 1.743.000 Arbeitskräfte, davon sind rund 232.000 Menschen arbeitslos. Weitere Probleme ergeben sich aus der mangelnden Verkehrsinfrastruktur im Inselinneren und den Geschäften der Mafia. Wie der gesamte Mezzogiorno gehört Sizilien zu den so genannten Ziel-1-Regionen, die weniger als 75 % des durchschnittlichen BIPs der EU aufweisen (2003: 73,1 %[16]) und daher besonders gefördert werden, um wirtschaftliche und soziale Nachteile zu mindern.

I

Flugverkehr

Es gibt drei internationale Flughäfen auf Sizilien, den Flughafen Palermo-Punta Raisi in Palermo, den Flughafen Catania-Fontanarossa in Catania und den ehemaligen MilitärflugplatzVincenzo Florio Airport, der 15 Kilometer südlich der Stadt Trapani erst seit 2009 für den zivilen Luftverkehr geöffnet wurde.

Von Palermo sowie Catania besteht die Möglichkeit, die Inseln Lampedusa und Pantelleria anzufliegen. Der Comiso Airport bei Comiso, ebenfalls ein ehemaliger Militärflugplatz im südöstlichen Sizilien, wurde in einen Zivilflughafen umgebaut und wurde im Mai 2013 eröffnet.

Bildung

Kultur

Architektur

Kathedrale von Syrakusvon Andrea Palma aus dem Jahr 1728

Siziliens bedeutendste Bauwerke stammen aus der Antike, der Zeit der Normannen und Staufer und des Barocks.

Da Sizilien in der Antike Bestandteil der Magna Graecia war, finden sich hier zahlreiche griechische Tempel. Beeindruckende Beispiele hierfür sind die Tempel in Selinunt, Syrakus und Segestaund vor allem die Archäologischen Stätten von Agrigent. Der Concordiatempel dort gehört zu den am besten erhaltenen griechischen Tempeln überhaupt. Größere Theater aus griechischer und römischer Zeit befinden sich in Syrakus, Taormina und Tindari, Amphitheater in Syrakus und Catania. Glanzstück der Spätantike ist die Villa Romana del Casale mit ihren römischen Mosaiken nahe der Stadt Piazza Armerina.

Die unter arabischer Herrschaft errichteten Bauten wurden größtenteils von den Normannen umgebaut und es entwickelte sich der für Sizilien typische arabisch-byzantinisch-normannische Baustilmit Kuppelbauten wie den Kirchen San Giovanni dei Lebbrosi, San Giovanni degli Eremiti und San Cataldo in Palermo und mit dekorativen Mosaiken wie zum Beispiel bei den Kathedralen vonMonreale und Cefalù. Friedrich II. hinterließ zahlreiche Festungsbauten wie das Castello Ursino in Catania oder die Kastelle von Syrakus und Enna.

Durch ein verheerendes Erdbeben 1693 wurden die südöstlichen Teile Siziliens weitgehend zerstört und ganze Städte wie Noto, Modica, Ragusa oder Catania im Stil des typisch sizilianischen Barocks wiederaufgebaut. Acht dieser Städte zählen zu den spätbarocken Städten des Val di Noto, die in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden. Architekten, die wesentlich zum Wiederaufbau beitrugen, waren Rosario Gagliardi und Giovanni Battista Vaccarini.

Literatur[

Im Bereich der Literatur hat Sizilien angefangen bei Stesichoros, einem Dichter um 600 v. Chr. über die Sizilianische Dichterschule und Giacomo da Lentini im 13. Jahrhundert n. Chr. auch in neuerer Zeit namhafte Schriftsteller hervorgebracht.

Ende des 19. Jahrhunderts schuf Giovanni Verga mit seiner Cavalleria rusticana die Vorlage für die gleichnamige Oper. Weitere Werke wurden verfilmt. Luigi Pirandello, der bekannteste sizilianische Dramatiker, erhielt für sein Werk im Jahr 1934 den Nobelpreis für Literatur. Auch der Roman Der Gattopardo von Giuseppe Tomasi di Lampedusa, der den Untergang des sizilianischen Adels schildert, wurde unter dem gleichen Titel erfolgreich verfilmt. Einen weiteren Nobelpreis erhielt der Lyriker Salvatore Quasimodo im Jahr 1959. Leonardo Sciascias Romane beschreiben auf unterhaltsame, aber auch kritische Weise das Leben auf Sizilien und Andrea Camilleri gibt gegenwärtig durch seine Kriminalromane auch im Ausland Einblick in die Sprache und in die Küche Siziliens. Provozierend wirkte Lara Cardellas Roman von 1989 Volevo i pantaloni (deutscher Titel: Ich wollte Hosen), da er den Chauvinismus und die Engstirnigkeit Siziliens kritisiert.

In Palermo befindet sich Italiens größtes und Europas drittgrößtes Opernhaus, das Teatro Massimo. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und bietet Platz für 3200 Zuschauer. Weitere bedeutende Theater sind in Palermo das Teatro Politeama, Sitz des sizilianischen Sinfonieorchesters, in Catania das Teatro Massimo Bellini und in Messina das Teatro Vittorio Emanuele II. Auch die antiken Theater werden für Schauspiel-, Musik- und Tanzaufführungen oder Filmfestivals genutzt.

Zu den größten archäologischen Museen zählen das Museo Archeologico Regionale Antonino Salinas in Palermo mit Fundstücken aus dem Westteil Siziliens und das Museo Archeologico Regionale Paolo Orsi in Syrakus, das die Geschichte des Ostteils dokumentiert.

Das umfangreichste Kunstmuseum ist die Galleria Regionale della Sicilia in Palermo. Weitere Werke sizilianischer Maler und Bildhauer befinden sich im Museo Regionale di Palazzo Bellomo in Syrakus und im Museo Regionale di Messina. Umfangreiche kulturhistorische und ethnografische Sammlungen befinden sich in Palermo im Museo Etnografico Siciliano Giuseppe Pitrè und im Museo Internazionale delle marionette Antonio Pasqualino.

 Portal: Sizilien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Sizilien

 Wikipedia: WikiProjekt Sizilien – Wikipedia-interne Fachredaktion zum Thema Sizilien

  • Brigit Carnabuci: Sizilien. Griechische Tempel, römische Villen, normannische Dome und barocke Städte im Zentrum des Mittelmeeres (= DuMont Kunst-Reiseführer). 6., aktualisierte Auflage. DuMont Reiseverlag, Ostfildern2011, ISBN 978-3-7701-4385-6.
  • David Engels, Lioba Geis, Michael Kleu (Hrsg.): Zwischen Ideal und Wirklichkeit. Herrschaft auf Sizilien von der Antike zum Spätmittelalter. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-515-09641-6 (Rezension)
  • Moses I. Finley, Denis Mack Smith, Christopher Duggan: Geschichte Siziliens und der Sizilianer. 4. Auflage. C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-61258-9.
  • Ralf Nestmeyer: Sizilien – Literarische Streifzüge. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-538-07259-6.
  • Volker Reinhardt, Michael Sommer: Sizilien. Eine Geschichte von den Anfängen bis heute. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010, ISBN 978-3-89678-675-3.
  • Thomas Schröder: Sizilien. 7. Auflage. Michael Müller Verlag, Erlangen 2010, ISBN 978-3-89953-551-8.

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter