aa -Tagesimpulse Übergänge

Angst vor dem Tod

Sterben
Written by Giovanni

Sterben – welche Ängste das Sterben auslöst im Leben davor und darüber, dass es meistens  falsch gewesen sein könnte, sich solchen Ängsten hinzugeben.

Ein sehr tiefgreifendes und tiefschürfendes Buch hat der Literaturwissenschaftler Jacoby über das Sterben geschrieben, bzw. über die Angst vor dem Sterben und die oftmals faktische Erlöstheit im Sterben. Diese Divergenz aufzuklären ist die Aufgabe dieses Buches „Wie wir die Angst vor dem Sterben überwinden„.  Hier der Amazon link. oder kauf es bei deiner regionalen Buchhandlung.

Es gibt auch eine spannende Meditation-CD zu dem Thema „Angst im Lichte des  Sterbens“ bei diesem Aufklärungsbuch über den Tod und seine Schrecknisse. Das Anliegen des Buches ist, die Angst vor dem Tod und dem Sterben zu nehmen. Die Menschen sind oftmals in ihrem Weltbild von internen, selbstgezimmerten Glaubenssätzen geleitet, die durch eigene Gedankenverquickung entstanden sind, oder durch Erzählungen aus ihrer Lebensumwelt.

Warum hat der Mensch als Tier Angst vor dem Sterben?

 

Da der Mensch als Tier auf Überleben qua Natur programmiert ist, ist der Grundmotor allen Denkens und Treibens : Überleben um jeden Preis. Die Angst vor dem Tod ist eine grundbasale Existenz-Angst. Existenz kann man auf mehrfache Weise betrachten. Die Existentialisten, wie der französische Philosoph Satre, sagen, nach diesem Weltenleben ist alles vorbei. Um so größer wird natürlich auch die Existenz-Angst dieser Verblendeten. Viele Menschen glauben allerdings an eine höhere Macht, auch Gott genannt, und sind der Überzeugung, dass es auch ein metaphysisches Reich, jenseits der Erkenntisvorhänge in unserer Welterfassung gibt. Natürlich gibt es auch zirkuläre Weltauffassungen – Wiedergeburt der Seele, die im Buddhismus als Religion verankert ist.

Ich habe das Buch Angst vor dem Sterben in Wien im Februar 2016 gelesen und bin wirklich erfreut über den Tenor des Buches. Allerdings ist die Prämisse: Du mußt an Gott oder eine höhere Macht glauben. Der Autor Jacoby wird als Nachfolger der ersten wissenschaftlichen Sterbeforscherin, Dr. Elisabeth Kübler-Ross beschrieben.  Kübler-Ross hat die fünf Sterbephasen erfunden, oder besser formuliert detektiert durch Interviews mit Sterbenden. Hier der Link zu ihrem wichtigsten Buch, link.sterbephasen kueblerross

In den Buch „Wie wir die Angst vor dem Sterben überwinden“ werden „Forschungsergebnisse“, bzw. Interviews mit Nahtod-Erfahrenden publiziert. Laut Eigenangaben des Autors sind über 1000 Interviews von ihm geführt worden. Zusammenfassend kann man herausstellen:

1. wir werden in eine Welt von unendlichem Licht eintauchen, dass uns von allen körperlichen Schmerzen befreit

2. wir werden von unbeschränkter, unzerbrochener und unzerstörten göttlicher Liebe umfangen, die uns in ein unendliches Geborgenheitsreich führt.

Ich finde die beiden Leitsätze und Forschungsergebnisse sind schon mal grundherzens-tröstlich.

Philosophische Betrachtung der Forschungsergebnisse

Und hier ist schon der casus cnactus des gesamten Buches. Wenn die Philosophen schon seit Hunderten von Jahren versuchen einen Gottesbeweis zu erstellen und sind regelmäßig daran gescheitert, so wird der liebe Autor Jacoby quasi durch die erkenntnistheoretische Hintertür nicht durch die „kalte Küche“ einen Gottesbeweis einführen können. Das Buch erzählt aber auf jeder 10. Seite von der „göttlichen Liebe „die so stark ist, dass die Menschen, die auf der Grenze des Todes gewandelt sind „gar nicht mehr zurückkommen wollten“.

Wäre doch seltsam, wenn wir das Buch als wissenschaftliche Erkenntnisquelle werten dürften. Rein wissenschaftlich betrachtet kann man das Buch nicht ernst nehmen, denn es gibt keine Messmethode für das Reich, das das des Todes genannt wird.  In der Strafprozessordnung würde so eine Beweisführung als Zeugenaussage bewertet werden. Der Zeuge war allerdings in einem gehirnphysiologisch fragwürdigen Zustand. Deswegen behaupten die hardcore Neurowissenschaftler auch, dass all die o.g. Phänomene reinste Einbildungen des Gehirns in der Präfinal-Phase sind. (hier dazu weiterlesen.)

In Wahrheit sind aber die Naturwissenschaftler die Beschränkten, denn sie können nie die Dimensionen des Geistes und seiner Welt-Verbindung messen. Der begrenzenden Faktor der Wissenschaftler ist ihr eigener Erkenntnis-Stand. Ich habe im Winter 2018 von einer Geistes-Freundin erfahren, dass in Indien Seher gibt (Palmblatt-Bibliothek), die das Raum-Zeit-Kontinuum durchbrechen können. Das wäre nach Ansicht der Neurowissenschaftler denkunmöglich. Daher meine Empfehlung.

Erweitere Deinen Geist und Dein Herz, um in die Tiefe des Seins eintauchen zu können.

Die inkludierte Prämisse des Buches „Wie wir die Angst vor dem Sterben“ überwinden:

Der Leser, die Leserin sollte schon die Basis des Glaubens mitbringen, denn ansonsten kann auch dieses Buch keinen Trost spenden, rsp. das hohe Ziel erreichen, die Angst vor dem Tod zu nehmen. Man könnte auch so formulieren:

„Du musst eine spirituelle Offenheit in deiner Seele leben, weil sonst wird dich die satrische Kälte der Existenzialisten in der Weltsicht dramatisch erfrieren lassen.“

 

Am Ende des Buches findet sich eine Meditations-CD, mit der man über seine oder andere Endlichkeits-Ängste meditieren kann, um sie damit ggf zu überwinden.

 


Weiterführende Literatur für Tibetanisch interessierte das „Tibetanische Totenbuch“- hier der link

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter