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Tod des Deutschen Steinkohlebergbaus

Steinkohlebergbau
Written by Giovanni

erfolgreich haben die Deutschen Politiker aus Berlin und die Europäischen Imperialisten aus Brüssel den Tod des DEUTSCHEN Steinkohlebergbaus in die Tat umgesetzt am 21.12.2018. 200 Jahre wurde im Ruhrgebiet Steinkohle in den Tiefe der Welt abgebaut. Hunderttausende Deutsche und Eingewanderte Arbeiter haben im Ruhrgebiet die industrielle Revolution befeuert durch die Kohle, die die Basis der Dampfmaschinen war, die Basis der Eisenverhüttung.

Leider ist aber auch der Steinkohlebergbau im Lichte der Wertschöpfung zu betrachten im benchmark zu anderen Fördermöglichkeiten in Deutschland, oder im Lichte der Fördermöglichkeiten in der Welt und deren Lohnbedingungen.  Liebe holzen wir unsere Wälder ab, Hambacher Forst, vernichten Dorfstrukturen, um im energetisch und kostentechnisch deutlich weniger aufwändigeren Tagebau Kohle abzubauen. Lieber vernichten wir die alten Wälder und alten Dorfhäuser, lassen die Menschen zwangsumsiedeln, damit die Tagebau-Bagger sich durch die Landschaft fräsen können, als dass man den Steinkohlebergbau weiter am Leben hält.  In der Tat ist der DEUTSCHE Steinkohlebergbau schon seit Jahrzehnten defizitär und wird mit Millionen Euro aus dem EU Haushalt und dem Bundeshaushalt subventioniert.  Nun haben die Rechenschieber und BWLer gewonnen und die letzte Deutsche Zechen schließt am Jahresende 2018.  4 Mio Tonnen Kohle hat die letzte Deutschen Zechen Haniel in Bottrop gefördert.

Ob man jetzt 20 Millionen Euro in das Deutsche Panzermuseum steckt,oder 20 Mio in die Förderung der Bergarbeiter Arbeitsplätze scheint den Politikern in Berlin egal zu sein. Es war ehrlicher Weise auch ein langer Prozess des Abstiegs des Deutschen Steinkohlebergbaus und auch die starken Gewerkschaften hatten gegen den internationalen Wettbewerbsdruck nichts entgegen zu setzen. 2005 gab es noch 4100 Mitarbeiter in der Zechen Haniel. 2019 Null.

600.000 Menschen waren zu den Hochzeiten im Ruhrgebiet mit dem Steinkohle-Bergbau beschäftigt. Hier ein Bericht im Tagesspiegel über das letzte Stück geförderte Steinkohle, link.  150 Zechen gab es im Ruhrgebiet, die das Gold aus der Tiefe abgebaut haben und eine eigene Tradition über Tage geschaffen haben, die Bergemannsvereine. hier ein link zu einem kostenpflichtigen Artikel.

Ganze Berufssparten wird es nicht mehr in Deutschland geben, wie den Steiger. Sehenswert ist das FAKE-Bergwerk in Bochum, dem deutschen Bergbaumuseum.  Auch wird der Bergbau nicht gänzlich eingestellt werden, weil eine große Reihe von Stollen in der Unterwelt des Ruhrgebietes weiter stabilisiert werden müssen, unter Tage.

 

 Was passiert eigentlich, wenn die ganzen Pumpen im Bergbau nicht mehr laufen mit dem Grubenwassser, dass leider relativ giftig ist

Hier ein spannender Artikel aus Spektrum der sich mit dem Grubenwasser beschäftigt, dessen Gefahren nicht unterzubewerten sind. link. Das Grubenwasser wird die toten Stollen füllen. Fraglich ist, wie weit das hochsteigt, denn das Grundwasser sollte nicht mit dem Grubenwasser in Kontakt kommen, weil das Grubenwasser relativ giftig ist. Dafür gibt es an der Bochumer Ruhruni einen eigenen Forschungsbereich mit dem schönen Namen  NACHBERGBAU.

Wer sich nochmal in die Geschichte des Steinkohlebergbau im Fernsehspiel vorführen lassen möchte, der kann sich die DVD Edition ROTE ERDE der ARD koofen

 

Steinkohlebergbau

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About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter