Lebensführung Psychologie Seele

Träumen

traum
Written by Giovanni

Laut Sigmund Freud sind Träume Aufarbeitungs-Methoden unserer Erlebniswelten und haben einen relevanten, tiefliegenden Erlebniskern.

Wir sollten den Träumen Achtung zollen, sie versuchen auszulegen – alleine oder zu zweit. Träume sind ein Geschenk unseres Unterbewußtseins und können viel aufklären über unseren Gefühls-Kosmos. Wir brauchen die inneren Traumlandschaften, um die Außen-Ereignisse verarbeiten zu können.  Auch der schon von den antiken Griechen beschriebene Prozess der Katharsis wird durch die Traum-Welt ermöglicht.  Manchmal entstehen auch gänzlich neue Traumlandschaften, deren Bezüglichkeit zum JETZT Leben sich nicht unmittelbar erschließt. Dennoch sollte man wachsam sein und die feinen Fäden der Träume im Erkenntnis-Herzen abspeichern, denn es könnte daraus Welt-Wahrheit entspringen, oder zumindest eigene Erkenntnis-Schönheiten.

Träuereien sind wie Schmetterlingereien

Träumereien sind Flügel des Lebens, wie die Schmetterlinge durch die Lüfte fliegen, so träumen wir uns ein ideales, romantisches Leben in der Verfasstheit von Schönheit, Liebe, Geborgenheit, Glück,Wohlstand, Angenommenheit und Vertrauen. Nicht in Träumen willkommen sind:  Aggression, Kampf, Imperatoren, Herrschsucht, Narzissmus, Sehnsucht nach dem Anderen. Wehmut, Trauer.

Trauertagebuch schreiben

In der Trauerbegleiterausbildung haben wir in einer Einheit auch über Träume gearbeitet und gelernt, dass wir den Erinnerungsspuren mit mehr Intensität folgen sollten. So hab ich von der Psychologin Margit Bassler behalten, dass sie uns riet ein TraumTagebuch zu führen, dass am besten auf dem Nachtischchen liegt, damit wir immer bereit sind die ephemeren Träume gleich niederzuschreiben, bevor sie im Nebel der Nacht verschollen sind aus unserem aktiven Bewußtsein.

Traum-Reich

Träumereien des Lebens

Kann es falsch sein, Träumen zu folgen, gedanklich?  Das Argument  „kraft Sachimperativ“  mag zwar eine Impulskraft der Welt beschreiben, aber wir können uns gegen den Imperator Sachimperative wehren, indem wir uns abgrenzen, eigene Wertmaßstäbe und Träume entgegenstellen. Dafür sind wir Wesen der Freiheit und der freiheitlichen Entscheidungs-Souveränität.

Träume sind natürlich auch schon oftmals wissenschaftlich untersucht worden. Hier ein Bericht von einer universitären Untersuchung, link. Warum Studenten schlecht träumen, wenn sie schlechte Lebensimpulse bekommen haben.

Literatur zu Träumen und deren Wirkweisen

1. Der Neurobiologe Stefan Klein hat sich mit seinem neurowissenschaftlichen Instrumentarium auf den Weg gemacht Träume neu zu deuten. Hier sein aktuelles Taschenbuch über Träume, link. Eine Reise in unsere innere Wirklichkeit. 2016.

2. Die von mir sehr verehrte Psychologie Professorin Verena Kast hat auch zu Träumen publiziert. 19,99€  link. Verena Kast hat sich einen Namen gemacht in der Untersuchung von Verlustprozessen und hat ihre Habilitation geschrieben über Trauer-Prozesse. Verena Kast, Psychotherapeutin, Dozentin, Lehranalytikerin am C.G.-Jung-Institut Zürich, Professorin, Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Tiefenpsychologie.

3. Sigmund Freud hat ein Standard-Werk zur Traumdeutung geschaffen, was auch gleich diesen Titel trägt, link.

4. Der Psychotherapeut Erich Fromm hat auch über Träume ein wichtiges Werk geschrieben, link. 1981

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Bildrechte Träumen pixabay CC smengelsrud; IgorShubin

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter