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Überlastung Krematorien in Norditalien

Krematorium
Written by Giovanni

Mit Erschrecken sehen wir die Lastwagen-Kolonnen der Armee von Italien, um die vielen Verstorbenen aus der Region Bergamo zu anderen Krematorien der Region zu bringen.  Eine absolute Notfall-Maßnahme, denn traditioneller Weise findet der Transport von Verstorbenen durch die regional ansässigen Bestatter statt und ist gewissermaßen ihre corebusiness- (Kernbestandteil) Dienstleistung. Das begründet sich dadurch, dass es gesetzliche Vorschriften gibt, dass Leichen nur in speziell zugelassenen Leichentransportfahrzeugen überführt werden dürfen. (Das Bild ist nur ein Symobolbild aus Asien). In Italien hat die Anzahl der Corona-Toten eine nie gekannte und unglaubliche Dimension erreicht, hier weiterlesen.

Genug Krematorien in Hamburg?

In Hamburg gibt es auch Leichenwagen des Friedhofes Ohlsdorf, sprich staatlich und in worst-case-Fällen kann der Katastrophenschutz Leichentransporte mit Lastern vornehmen,als auch die Bundeswehr.  Rund um Hamburg gibt es eine Reihe von kleinen Krematorien. Deutschlandweit haben wir eine valide Überkapazität von Kremationsleistung, weil auch das schlichtweg ein  Markt von Kremationsleistungen ist.  Teilweise finden auch Exporte von Verstorbenen in ausländische Krematorien in den Niederlanden, Tschechei, Polen statt, weil dort die Dienstleistung günstiger ist. Die Urne kann man kostengünstig zurück zum Beisetzungsort, wie in Hamburg schicken, oder dem Überführungsfahrzeug mitgeben, wenn es so lange am Standort des Krematorium verharren möchte.

In Deutschland gibt es zwei große Kategorien von Krematoriums-Anbietern:

a) staatlichen Anbietern,

wie der Hamburger Kremations GmbH, link. In der Hansestadt Hamburg gibt es nur einen Anbieter von Kremationsleistungen. Er verfügt aber über riesige Kapazitäten, denn als staatliche Untergliederung der Umweltbehörde ist das Krematorium Hamburg auch auf Katastrophenfälle mit seiner großen Leichenhallen vorbereitet. Ob es genug Leichenwagen in Hamburg von Privatanbieter gibt, wird sich erweisen müssen. Zu normalen  Zeiten gibt es in Hamburg pro Tag  49,3151 Verstorbene auf der Basis von 18.000 Verstorbenen per anno. Zur Not könnte man auch die Strukturen der Feuerwehr-Krankenwagen für den Leichentransport nehmen, oder den Katastrophenschutz. Das Hamburger Krematorium GmbH hat zwei Betriebsstätten:

aa) Hamburg Öjendorf mit drei Verbrennungs-Linien. 1965 wurde diese Anlage gebaut, die einen ganz überwiegenden Teil der Feuerbestattungen in Hamburg vornimmt. In Hamburg liegt der Anteil an Feuerbestattungen bei 80 %. Das heißt in Öjendorf werden 14.400 Fälle per anno. 360 Plätze hat die Leichenhalle schreibt der NDR, link. Ich habe die Räume schon mal von innen gesehen, da ist gigantisch viel Platz.

bb) Hamburg Ohlsdorf in dem Kremation von Fritz Schumacher erbaut in den 20er Jahren, das  gerade geschlossen, schreibt das Hamburger Abendblatt, link.  Diese Kapazitäten können natürlich wieder hochgefahren werden, wenn es einen entsprechenden Bedarf gibt.

b) privaten Krematorien,

wie das Krematorium in Tornesch, link, oder Stade, link.  Die privaten Krematorien zeichnen sich durch eine gewisse Geborgenheit aus, die das große Krematorien in Hamburg Öjendorf nicht bieten kann.

Es lohnt sich den Podcast von Prof.Dr.med. Drosten zu hören, link. Ein profunder Kenner der Korona-Kranken-Durchseuchung.

Wann braucht man überhaupt ein Krematorium?

By the Way. Kremationen sind nur bei Feuerbestattungen notwendig. Ob bei eine Corona-Infektion eine Feuerbestattung aus seuchenhygienischen Gründen angeordnet wird von den Ordnungsbehörden weiss ich gerade nicht. Muss ich mal Prof. Püschel fragen.

Bildrechte pixabay CC Expatsiam

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter