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Übermut – Hybris

Übermut
Written by Giovanni

Übermut, Hybris ist kein guter Ratgeber für eine ausgeglichene Lebensführung

Hybris (Übermut) ist eine Ausgeburt der Macht-Phantasie. Mancher Denker ist der Meinung, dass die Welt sich fügt, wenn man das nur möchte. In Grenzen, im Kompetenzbereich und prozessgesteuerten Reglungsgefüge, den definierten Machtgrenzen gilt dieser Weltgestaltungs-Grundsatz. Allerdings ist es eine gedanklicher Irrweg seine Reglungsfähigkeit und Selbstbestimmungsfähigkeit im kleinen Kreis zu extrapolieren auf verschiedene andere Lebenswelten. In der Psychologie nennt man das Allmachtsphantasie. Das entspricht nicht einem erfüllten, demütigen Leben.

In einer Marketingsvorlesung 2005 habe ich folgenden Gedanken geschenkt bekommen:

„You can´t break the market“

Die Maxime für Deine Lebensführung heißt:

Erkennen deine Grenzen in Demut.

Die Welt erscheint nur Jugendlichen grenzenlos. Aber in der Wirtschaft gibt es viele Regeln und man kann idR davon ausgehen, dass Marktgesetze den Markt regulieren. Doch ganz selten werden die Marktgesetze außer Kraft gesetzt, wie zum Beispiel beim Black Friday.  Man muss halt immer auf der Höhe der Zeit sein, um wachsam wahrzunehmen, dass die Marktpreise mal außerhalb der Norm gespielt werden.

Über die Demut kannst du hier weiteres lesen, link.

Auf der anderen Seite fragt man sich natürlich, ob die Spiesser-Exel-Terroristen in ihrer Anti-Übermutshaltung wirklich jemals die Welt verändert hätten.  Also ist vielleicht eine gesunde Mischung aus Übermut und Demut eine Essenz, mit der wir gut durch das Leben surfen können.


 

Der Turmbau zu Babel ist auch eine typische Geschichte zum Thema Übermut aus der Bibel.  Bei Mose steht geschrieben:

Der Turmbau zu Babel

Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land im Lande Sinear, und wohnten daselbst. Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, laß uns Ziegel streichen und brennen! und nahmen Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk und sprachen: Wohlauf, laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, daß wir uns einen Namen machen! denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder.
Da fuhr der HERR hernieder, daß er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. (1. Mose 18.21) (Psalm 14.2) (Psalm 18.10) Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. Wohlauf, laßt uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe!
Also zerstreute sie der HERR von dort alle Länder, daß sie mußten aufhören die Stadt zu bauen. (Lukas 1.51) Daher heißt ihr Name Babel, daß der HERR daselbst verwirrt hatte aller Länder Sprache und sie zerstreut von dort in alle Länder.

Es gibt auch eine psychologische Verbindung zwischen Hybris und Narzissmus, aber keine kohärente.

Hybris und Übermut als Selbstüberschätzung

Wickipedia schreibt „Die Hybris [ˈhyːbʀɪs] (griechisch ὕβρις hǘbris ‚Übermut, Anmaßung‘) bezeichnet eine extreme Form der Selbstüberschätzung oder auch des Hochmuts. Man verbindet mit Hybris häufig den Realitätsverlust einer Person und die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, Leistungen und Kompetenzen, vor allem von Personen in Machtpositionen“

Bildrechte pixabay CC rihaij

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter