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Umsatzentwicklung Bio-Lebensmittel

Bio-Lebensmittel
Written by Giovanni

Die Übersichtsdarstellung der Umsatzentwicklung von Bio-Lebensmitteln wächst deutlich und stetig.  Der Gesamtumsatz der Lebensmittel in Deutschland betrug 2018 123 Mrd Euro. Dass heißt, dass wir einen Marktanteil von Bio-Lebensmitteln von unter 10 % zu attestieren haben.  Von einem großen Trend hin zum Bio-Lebensmittel kann man also mitnichten sprechen. Allerdings sollen einzelne Produkte wie Eier immer nachhaltiger und bioorientierter produziert werden. Vor wenigen Tagen wir über die Entwicklung des Fleischkonsums im Lichte der Produktionsverfahren geschrieben, bzw. der Ersatzprodukte. Gerne hier klicken.

Bio-Lebensmittel Wachstumstreiber im LEH

Das die Biolebensmittel bei den Verbrauchern immer beliebter werden weist auch der Bericht der „Berliner Zeitung“ aus, link. Die Wachstumspotentiale  sind deswegen beim LEH ( Lebensmitteleinzelhandel) sind insbesondere bei den Discountern zu sehen.  So hat LIDL mit Bioland-Verband eine große Kooperation angefangen, was die Ernsthaftigkeit des Unterfangens deutlich macht. Es soll laut BZ richtig erfolgreich sein: „ Unser Bio-Umsatz wächst im höheren zweistelligen Bereich und Umfragen zufolge konnten wir Kunden von konventionellen Produkten zu Bio bewegen“, sagte kürzlich Lidl-Manager Jan Bock und kündigte an, dass der Discounter künftig noch mehr Bioland-Produkte anbieten werde.“  Bei ALDI Nord betragen die Bioumsätze 5,7 % bei ALDI Süd 7.7%.

Bio-Lebensmittel als Abverkaufs-Führer ?

Wir sind gespannt, bis wann die Bioprodukte überwiegend gekauft werden. Mit dem Bio-Produkten einhergehend sind nicht nur nachhaltige Produktionsbedingungen, sondern auch Produktionsbedingungen die den Ideen des Tierwohles, link, entsprechen. Immer mehr Menschen wollen nicht nur irgendwelches Fleisch essen, egal unter welchen tierunwürdigen Bedingungen es produziert wurde, sondern nur Fleisch, dass den ethischen Grundsätzen von bewussten Bürgern entspricht.  Ein Versuch der Bundesregierung das Billigst-Fleisch zu verbieten ist aufgrund des massiven Widerstands der Agrarlobby im Winter 2020 gescheitert. Im Lichte dessen, das auch heutzutage gigantische Überschüsse in der EU produziert werden, die entweder vernichtet werden oder es Prämien dafür gibt, keinen neuen Stall aufzumachen, bzw. sich auf weniger intensive Landwirtschaft zu stürzen, sollten wir Verbraucher diesen Trend unterstützen, indem wir mehr Geld für Nahrungsmittel ausgeben.  Bio-Produktion heißt in der Regel auch ein deutlicher Verlust an Effektivität auf den Produktionsflächen, sprich Acker und Ställen.  Dieses Effektivitätsverlust muss und sollte von den Bürgern und Käufern in Deutschland gesehen werden und indirekt mitbezahlt werden mit freudigem Gewissen.

Wie die MOPO am 24.2.2020 berichtet, will EDEKA seine gesamte Thunfischproduktion auf Nachhaltigkeit umstellen, link.

Wie entwickeln sich die Lebensmittelpreise in und nach der CORONA-Seuchen-Kriese?  hier weiterlesen.

Bildrecht STATISTA, link

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter