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versteckte Zuckerbomben Getränke

Written by Giovanni

Es ist ein totaler Fehlschluß, wenn man denkt, dass nur weil Öko auf einem Getränk drauf steht, auch die ökologischen Pflanzen und Inhaltsstoffe mit wenig Zucker für den Verbraucher angemischt werden. Bei dem ÖKO-Möhren-Gemüse-Saft von ALDI sind 25 Gramm Zucker pro 100 ml untergemogelt worden. Sprich bei .075 Litern sind das schon 75 Gramm Zucker für eine kleine Saft-Tüte. Da kann man auch gleich Zucker in Reinform trinken.

Nicht viel anders ist es bei dem „Rote Beete“ Saft. 10 Gramm Zucker pro 100 ml. Der schlaue Fuchs weiß auch, dass in Rote Beete eingemachten Gläsern unendlich viel Zucker steckt. Kühne hat deswegen extra eine zuckerminimierte Version auf dem Markt gebracht.

Zuckerbombe Getränke

Auch ein schönes Beispiel ist dieser hübsche Granatapelsaft, von dem wahrscheinlich zurecht behauptet wird, dass 5 Granatäpfel für die eine Flasche verarbeitet worden sind. Aber 33,8 Gramm Zucker auf 100 ml macht für ein so ein kleines, überschaubares halbliter-Fläschchen  169 Gramm Zucker.  Da fragt sich doch der Gesundheitsjünger, wie kann das angehen?  Ich denke es hat rein geschmackliche Gründe. Wahrscheinlich würde zuckerfreier Grantapfelsaft deutlich sauer schmecken und die Hersteller glauben, dass die Kunden den dann nicht mehr koofen würden, weil er nicht gut schmeckt.

Die Wahrheit ist, dass er auch mit 169 Gramm Zucker nicht schmeckt.  Es verhält sich genauso wie mit Redbull. Man trinkt es weil man sich davon eine positive Wirkung auf die Gesundheit verspricht. Fair gegenüber dem Verbrauer würde ich es finden, wenn es immerhin auch eine nahezu zuckerfreie Variante geben würde. Die gibt es aber auch zwei Gründen nicht:  a)  Die Nachfrage ist angeblich zu gering, damit kann sie der Hersteller und Abfüller zurückziehen und sagen, der Markt will das nicht, ohne die These geprüft zu haben. b)  Der LEH Lebensmitteleinzelhandel würde wahrscheinlich nur eine Sorte in die Kühlregale stellen, weil jeder mm Platz auf den Verkaufsflächen hochwertvoll, rsp. heilig ist und wenn ein Hersteller die doppelte Stellfläche will, dann müßte er auch nochmal eine doppelten Preis für die Einlistung zahlen.  Das überlegt sich der Hersteller natürlich zweimal.  c)  Vielleicht gibt es auch einen Deal mit der Zuckerlobby die sich freut das so viel von dem körperfeindlichen Dickmacher in dem Saft verbaut ist.

Wie können wir uns vor überzuckerten Getränken schützen?

Es bleibt nichts anders über, als sich die Getränke selbst zu mischen. Es ist schon ein trauriges Bild, dass die Nahrungsmittel-Industrie keinerlei Rücksicht nimmt auf Gesundheit, sondern den Abverkauf pusht über massivsten Zuckereinsatz.  Vielleicht wandelt sich das Angebot auch in den nächsten Lebensjahrzehnten.

Zuckerbombe Granatapfelsaft

Bildrechte Institut für Lebensberatung Hamburg, 2020

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter