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Weisheit Eule der Minerva

Written by Giovanni

Die Eule ist ein zauberhaftes Wesen. Es steht für Klugheit und Weisheit. Aber nicht weil wir naturwissenschaftlich dies nachgewiesen haben. Ich denke eher, dass Vögel grundsätzlich diesbezüglich im Mittelfeld abschneiden aufgrund des sehr sehr kleinen Gehirns. Allerdings weiß ich von Vögeln, die Werkzeuge benutzen, um Nüsse zu knacken. Und um die großen Vogelschwärme in Gruppen erklären zu können, muss man eine Art vogelgebundenen Weltgeist unterstellen. Die Biolgen nennen diese Gruppendynamik „Schwarmverhalten“

Das eulige in der Wesenheit eines Menschen könnte man wie folgt beschreiben:  Du bist die Ruhe selbst, kannst stundenlang Gedanken bewegen, ohne jegliches äußere Anzeichen. Aber im Grunde deines Wesens bist du eben doch ein Raubvogel, der mit seinen scharfen Krallen nicht Erdbeeren sammelt, sondern Mäuse fängt, oder auch Hasen, je nachdem wie gerade der Hungerzustand ist. Die Philosophen haben die Eule als den Liebligsvogel auserkoren. Eulen kann man auch in Wirklichkeit anschauen. Zum Beispiel im Vogelpark Waldsrode, oder in Hagenbecks Tierpark. Sie haben eine wundervolle Aura und man möchte liebend gern ein Gedanken-Stethoskop anlegen, um abzulauschen, was diese undurchsichtigen Wesen so vor sich hin denken.


Wikipedia schreibt zur Eule:

Eule der Minerva

Athenisches Vierdrachmenstück mit dem behelmten Kopf der Pallas Athene auf der einen und der Eule auf der anderen Seite

Die Eule der Minerva ist ein Symbol von Klugheit und Weisheit.

Herkunft

Die Eule – genau genommen, der Steinkauz (Athene noctua) – war der griechischen Göttin Athene, der Göttin der Weisheit und der Stadtgöttin Athens, heilig. Dort war dieser Greifvogel an den Hängen der Akropolis nicht selten, vor allem auf Gemmen und athenischen Münzen waren Abbildungen der Eule der Athene weit verbreitet.[1] Der Komödiendichter Aristophanes prägte um 400 v. Chr. die Redensart Eulen nach Athen tragen für eine überflüssige, sinnlose Handlung.[2]

In der römischen Mythologie wurde Minerva mit Athene gleichgesetzt. Auch sie wurde mit der Eule assoziiert. In der Antike war der Symbolgehalt der Eule vielfältig: Als Tier der Minerva/Athene, einer Kopfgeburt im wörtlichen Sinne, stand sie für Weisheit und Klugheit, gleichzeitig war sie aber auch als Unglücks- und Todesvogel gefürchtet.[3]

Verwendung in der Neuzeit

In der Neuzeit überwiegt die Assoziation der Eule mit Intellektualität und Rationalität. Der Illuminatenorden, eine radikalaufklärerische Geheimgesellschaft, die von 1776 bis 1785 existierte, verwendete die Eule, die zusätzlich noch auf einem aufgeschlagenen Buch saß, als Symbol der Weisheit.[4]

Der deutsche Philosoph Georg Friedrich Hegel verglich 1820 in seinen Grundlinien der Philosophie des Rechts die Philosophie mit der dämmerungsaktiven Eule der Minerva:

„Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.“[5]

Wie Eulen, die erst in der Abenddämmerung umherzufliegen beginnen, sei die Philosophie, die erst Erklärungen liefern könne, wenn die zu erklärenden Phänomene bereits Geschichteseien. Philosophen könnten immer nur Vergangenes deuten. Die Philosophie setze mithin Wirklichkeitserfahrung voraus und könne nicht aus sich selbst heraus utopische Phantasien entwickeln; es gehe ihr immer um die Erkenntnis dessen, was ist.[6]

Dies wurde einer der meistzitierten Aussprüche Hegels, nach Ansicht Ernst Blochs ist es eines der ganz großen Gleichnisse der Weltliteratur, „eines, das Shakespeares würdig wäre“.[7]Karl Ludwig Michelet ergänzte 1827 im Gespräch mit Hegel, die Philosophie sei nicht nur Eulenflug, sondern „auch Hahnenschlag eines neu anbrechenden Morgens […], der eine verjüngte Gestalt der Welt ankündigt“.[8] Herbert Marcuse kritisiert anhand Hegels Eulenmetapher den resignativen Zug von dessen Philosophie, die sich nicht mehr getraue, die Welt zu verändern.[9] Louis Althusser versteht den Ausspruch als Metapher für die scheinbare Ewigkeit des Bestehenden: Hegels Philosophie sei nur Selbstreflexion seiner Gegenwart, die er gedanklich nie habe transzendieren können.[10

About the author

Giovanni

Giovanni ist studierter Jurist und Philosoph als Marketingleiter bei einem Mittelständler unterwegs, Geschäftsführer einer Agentur, ehrenamtlicher Sterbebegleiter, zertifizierter Trauerbegleiter, Beirat ITA Institut für Trauerarbeit, Mitgliedschaften: Marketing Club Hamburg, Büchergilde Hamburg, Förderverein Palliativstation UKE, ITA, Kaifu Lodge, Kaifu-Ritter